Berlin kann es einfach nicht. Mit schöner Regelmäßigkeit verkünden die Hauptstädter Großes, was dann in einer Blamage endet. Jüngstes Beispiel: die gescheiterte Airport-Eröffnung. Und genau für dieses Chaos muss man Berlin lieben.
http://www.spiegel.de/kultur/gesells...832736,00.html
...Berlinfolklore: Berlin: Ruppig aber nett. Kann das nicht mehr hören.
immer diese einseitigen polarisierenden darstellungen berlins seitens der journalisten, die die stadt wahrscheinlich erst seit fünf jahren kennen und sich maximal nur in friedrichshain oder prenzlauer berg aufhalten... wie mich das aufregt! berlin kann genauso bürgerlich, spießig wie eine kleinstadt in bayern, genauso hip wie barcelona oder kapitalistisch sein wie london... es gibt nicht das eine berlin! und genau das ist das faszinierende an der stadt. und fragen sie mal einen römer oder athener, ob dort das nahverkehrssystem besser ist. berlin wird weltweit für sein öpnv gelobt. täglich werden besuchergruppen durch den hbf geführt, weil er so fasziniert und und und. aber ein journalist plappert dem anderen nach...
dieser Stadt fehlt es mitunter an Logik. Ich verstehe diese spezielle Logik jedenfalls nicht immer.
Warum muss jemand, der kein Geld für Straßenkehrer hat, ein Schloss bauen? Das schaffen auch nur die Deutschen: ein klotziges Kaiserschloss gleich hinter dem Roten Rathaus.
Oder einen Flughafen? Touristen sehen den Schmutz ebenfalls. Nun, man kann sich denken, wie schnell die Stadt sauber wäre, wenn irgendwo eine Epidemie ausbrechen würde.
Also, wir hoffen natürlich alle, dass das nicht passiert. Marien-Kirche. Dort darf gebetet werden. Oder an anderen Orten.
Auch wenn ich den Artikel sympathisch finde, da er mal nicht in Gejammer ausartet, muss ich doch anmerken, dass Berlin vielleicht für Besucher und Beobachter nett aussehen möge aber als jemand, der dort Leben muss sieht das deutlich anders aus mit der Sympathie. Hier werden seit vielen Jahren "Sollbruchstellen" gesucht und wenn diese Bruchstellen Menschen sind, hat man kein Geld, um dort gegen zu steuern und zu stabilisieren. Nicht umsonst haben wir die höchsten Krankenstände Bundesweit und es denkt niemand daran, etwas daran zu ändern, weil wir ja so liebenswert chaotisch sind. Auch ein liebenswertes Chaos hat eine Ursache, die gesucht werden sollte, da in den meisten Fällen Menschen die Leid tragenden sind.