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S.P.O.N. - Fragen Sie Frau Sibylle: Religion ist, wenn Männer unterdrücken
Warum verklären wir schreckliches Leid als hübsche Tradition? Im Namen der Religionen werden weltweit Frauen, Intellektuelle und Homosexuelle terrorisiert - und die Gewaltbereitschaft wächst sogar. Höchste Zeit, wieder für die Aufklärung zu kämpfen.
S.P.O.N. - Fragen Sie Frau Sibylle: Religion ist, wenn Männer unterdrücken - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Kultur
- #1 18.02.2012 11:54 von
Religionen
wird so lange vorgeschoben, wie dies irgendwie möglich ist. Denn diese bieten die einfachste Möglichkeit der Rechtfertigung, dh ein höheres Wesen, das den Gewaltbereiten bisher auch nie widersprochen hat. Sollte diese Grundlage einmal wegbrechen, so wird man eben etwas anderes finden. Wer glaubt, solche Einstellungen durch gutes Zureden abschaffen zu können, der wurde bisher immer eines Schlechteren belehrt. Solche Leute können nur durch Androhung von Gegengewalt beeindruckt werden. Auch eine schwächliche Frau könnte ihren Ajatollah mit einem einzigen Axtschlag im Schlafe ins gelobte Jenseits befördern. Aber solange die Frauen einen so ausgeprägten Widerwillen gegen verschmutzte Bettwäsche haben, wird das nichts mit der Befreiung.
- #2 18.02.2012 11:54 von
Machterhalt
Religion dient eigentlich immer der Rechtfertigung bestehender Machtverhältnisse. Vielleicht gab es in der Vergangenheit auch andere Religionen, aber letztendlich bestimmten immer die Eliten, welche Religion es geben durfte und welche nicht. Das Christentum wäre schon lange vergessen, wenn Kaiser Konstantin es nicht als förderlich für seinen Machterhalt gesehen hätte.
- #3 18.02.2012 11:59 von
Ich bin ausnahmsweise mal Frau Bergs Meinung, deshalb mein Aufruf an alle Frauen: Macht diesen Scheiß einfach nicht mit! Verzichtet insbesondere darauf Eure Kinder taufen zu lassen. Sie können sich als Jugendliche immer noch selbst für eine Religion entscheiden.
- #4 18.02.2012 12:02 von
Schade, Frau Sibylle...
Eigentlich stimme ich Ihnen inhaltlich hier vollkommen zu!
Schade nur, dass Sie sich sprachlich der selben kreischenden Polemik bedienen, wie diejenigen die Sie kritisieren.
Damit erreichen Sie, im besten Fall, garnichts, und im schlimmsten Fall das Gegenteil von dem was Sie beabsichtigen. - #5 18.02.2012 12:04 von
Na ja, ob der Artikel jetzt was mit Männerbashing zu tun hat..
Man kann auch einfach mal Helmut Schmidts Tübinger Rede lesen.
Da findet man, etwas weniger lustig formuliert, letztendlich die selben Schlussfolgerungen wieder. Dass Frau Berg die Frauen und Homosexuellen als besonders benachteiligt durch die Religionen sieht, ist nicht gerade abwegig. Nur den Männern die Schuld zu geben, das ist jedoch Quatsch. Unter den religiösen Fanatikern finden sich ebenso viele Frauen wie Männer. - #6 18.02.2012 12:14 von
- #7 18.02.2012 12:17 von
Schieben wir aber nicht immer alles ausschließlich auf die Religion. Religion ist in der Tat eine der sozialen Strukturen, die die Diskriminierung von Frauen rechtfertigt - in jeder Weltreligion. Religion war aber auch schon immer eine der Strukturen, die soziale Ungleichheit und Herrschafstverhältnisse legitimierte (vgl. Georges Duby, Die drei Ordungen für den europäischen Raum).
Aber Religion ist nicht die einzige "Terrororganisation". Die Erfinder des Mutterkreuzes hatten nichts mit Religion am Hut. Die angesprochene NPD ist auch nicht für Religionsnähe bekannt. Religion und Diskriminierung von Frauen korrelliert nicht immer. Die Ursachen liegen wo anders. Religion ist da auch nur ein Katalysator, ein Verstärker für gesellschaftliche Grundannahmen. - #8 18.02.2012 12:23 von
- #9 18.02.2012 12:24 von
Gott, ändere Dich!
Zur mangelnden Berücksichtigung von Frauen kommt, dass Gott den Menschen sich immer wieder in wenig wohlklingenden Sprachen offenbart (hebräisch, aramäisch, arabisch). Vielleicht könnte er es in Zukunft mal im melodischen Norwegisch oder Estnisch versuchen?
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