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S.P.O.N. - Fragen Sie Frau Sibylle: Religion ist, wenn Männer unterdrücken

Warum verklären wir schreckliches Leid als hübsche Tradition? Im Namen der Religionen werden weltweit Frauen, Intellektuelle und Homosexuelle terrorisiert - und die Gewaltbereitschaft wächst sogar. Höchste Zeit, wieder für die Aufklärung zu kämpfen.

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  1. #100

    Genau

    Religion ist wenn Männer unterdrücken...
    Es ist immer wieder nett Meinungen zu lesen die ein einfaches Weltbild vermitteln. Rassismus, Weiss ist gut, Schwarz ist schlecht. Nationalsozialismus, Arier (deutsch) ist gut, der Rest schlecht. Feminismus, Frau ist gut, jedoch unterdrückt, Mann unterdrückt. Doch leider ist die Welt vielfältiger, es gibt Religionen und Gesellschaftsformen in denen die Frauen das sagen haben und Männer als Zuarbeiter gehalten werden, wie z.B. die Mosuo, diese werden von Feministinnen jedoch idealisiert. Für einen aufgeklärten europäischen Mann undenkbar seine Kinder nicht zu sehen, bei den Mosuo normal. Auch dies ist eine Form der Unterdrückung! Gleichberechtigung sollte in unserer Gesellschaft anders aussehen. Ebenso ist das Erbrecht dieser Kultur einzig auf Frauen ausgerichtet...

    Weiterhin ist anzumerken dass z.B. das Christentum mehr Männer getötet hat wie Frauen, Frau braucht nur mal die Kriege im Namen des Christentums zu sehen, auch die, welche von Frauen angezettelt wurden, wie z.B. Elisabeth I von England, Isabella von Spanien etc. Es ist immer einfach ein simples Weltbild zu vertreten, doch wie Frau es schafft mit einem solchen in den Spiegel zu kommen ist nur noch peinlich...

    Es gibt auf der Welt viele Menschen die verschiedene Tradtionen und Religionen entwickelt haben um zusammen zu leben. Egal in welche Ecke der Welt ich fahre, ich sollte bereit sein die dortigen Sitten zu verstehen und zu akzeptieren. Erwarte ich überall in dieser Welt meine beschränkte westeuropäische Sicht, so ist es normal dass dieses zu Konflikten führt. Veränderung kann nur langsam und von innen erfolgen, sonst kommt es zu Situationen wie heute bei obigen Mosuo, wo eine hohe HIV Rate ist, weil die dortigen Frauen die Sexualpartner wechseln. Es muss eine Aufklärung von innen erfolgen die den Männern dieser Gruppe sagt, dass sie auch ein Recht auf Vateerschaft haben... Doch leider gibt es immer noch Menschen die in Weltbildern von 33 bis 45 denken und in gut und böse unterscheiden. Zumindest solange sie auf der Seite der vermeindlich guten sind...
  2. #101

    Zitat von stanislaus2 Beitrag anzeigen
    wenn Frauen in die Kirchen kriechen.

    80 % der Gottesdienstbesucher sind Frauen.
    Aber alle jenseits der 60 Jahre - also eine andere Generation.
  3. #102

    Glaube und Verantwortung

    Zitat von csteel Beitrag anzeigen
    Religion an sich ist nichts schlimmes, nur machen die Institutionen eine Frage der Macht daraus, so dass eher die Amtskirchen zu kritisieren sind und die Gesellschaft, die sich eben nicht an die ursprüngliche Lehre Jesu oder sonst wem orientiert, sondern ihr eigenes Süppchen kocht. ...
    Ein Gläubiger, der zu seinem Gott betet, hat ein ganz anderes Welt- und Menschenverständnis als ein nicht Religiöser. Warum? Ganz einfach, weil für den Gläubigen hinter allem eine höhere (subjektiv gedachte) Macht steht, die diese Welt geschaffen hat und die Natur einschliesslich der Menschen nach seinem Willen lenkt. Wer zu seinem Gott betet, der möchte diesen preisen, ihm danken oder etwas erbitten um mit seiner Bitte dessen Willen zu seinen Gunsten zu beeinflussen.

    Nun könnte man sagen: na und, jeder soll nach seiner Facon glücklich werden. Damit aber macht man es sich zu einfach. Entscheidend ist das Verhältnis eines Gläubigen zu menschlicher Verantwortlichkeit, insbesondere zu seiner eigenen. Wenn ein religiöser Mensch gleich den Buddhisten volle Verantwortung für sein Tun und Handeln übernimmt, so ist nichts gegen ihn einzuwenden. Weist ein Gläubiger aber bewusst oder auch unterbewusst diese Verantwortlichkeit von sich und nimmt stattdessen seinen Gott in die Pflicht, kann es schnell gefährlich werden - voe allem, wenn die betreffende Person viel Macht hat. Erinnern wir uns zum Beispiel an Bush, der seine Kriege nach eigener Aussage auch im Auftrag Gottes geführt hat.
    Religös motivierte oder zumindest legitimierte Kriege sind in der Menschheitsgeschichte Legion.

    Jeder Mensch, ob religiös oder nicht, muss im allgemeinen Interesse die ganze Verantwortung für sein Handeln übernehmen. Allein schon die Tatsache, dass die menschliche Geschichte alles andere als eine göttliche Heilsgeschichte war und ist, sondern zu grossen Teilen ein blutgetränktes, teuflisches Monstrum, zwingt die Menschheit als Akteur seiner Geschichte in die volle Verantwortung!
    Im Atomzeitalter ist das für alle überlebenswichtig.
  4. #103

    Und überhaupt, ich behaupte ganz einfach mal, daß Naturwissenschaftler in ihrer Gesamtheit viel toleranter gegenüber den Religionen sind (auch wenn es letztlich bei einem Denkverbot endet, z.B.“Das Weltall 'wußte' von Anfang an, daß wir kommen werden!“- und Schluß). Probleme machen da eher die atheistischen Ideologen und Geisteswissenschaftler ...
  5. #104

    Juhu!

    Wow, da ist sie wieder die wütende Berg! Herrlich gebrüllt Löwin, ich werden mir genüsslich noch einmal Wort für Wort auf der Zunge zergehen lassen.
  6. #105

    Ja

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Warum verklären wir schreckliches Leid als hübsche Tradition? Im Namen der Religionen werden weltweit Frauen, Intellektuelle und Homosexuelle terrorisiert - und die Gewaltbereitschaft wächst sogar. Höchste Zeit, wieder für die Aufklärung zu kämpfen.

    S.P.O.N. - Fragen Sie Frau Sibylle: Religion ist, wenn Männer unterdrücken - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Kultur
    Wie Recht sie hat:
    Das, was wir beschwichtigend als Tradition bezeichnen, ist nichts weiter als Diskriminierung, Sexismus und Rassismus.
    Interessant wieviele Männer sich hier im Forum angegriffen fühlen und meinen sich wehren zu müssen.

    Ich muss das nicht, ich gehöre nicht zu den Unterdrückern und kein Gott der Welt wird mir das gebieten :-)

    Danke Frau Sybille, sie sprechen mir aus der Seele.

    Gruss
    der gestiefelte Kater
  7. #106

    Religion ist keine Männererfindung

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Warum verklären wir schreckliches Leid als hübsche Tradition? Im Namen der Religionen werden weltweit Frauen, Intellektuelle und Homosexuelle terrorisiert - und die Gewaltbereitschaft wächst sogar. Höchste Zeit, wieder für die Aufklärung zu kämpfen.

    S.P.O.N. - Fragen Sie Frau Sibylle: Religion ist, wenn Männer unterdrücken - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Kultur
    Soweit mir bekannt, wurden die ersten Religionen von Frauen erfunden:
    Semiramis in Babylon.
  8. #107

    „Früher, als ich aufgrund meiner hervorragenden körperlichen Verfassung meine Vorstellungen von der Welt noch ...“
    Aber falls es bei einer so jungen Frau, wie Frau Sibylle gesundheitliche Probleme geben sollte, wünsche ich hiermit von Herzen Genesung und Gesundheit – ich werde auch eine Kerze spenden!
    Naja, indische Slums bei 50Grad Hitze traue ich mir ja auch nicht mehr zu – habe aber auch nicht vor, daraus sofort mir mein Bild des Kapitalismus zu basteln ...
  9. #108

    Sybille stösst an

    Frau Berg hat mit diesem wichtigen Thema eine interessanre Diskussion im Forum ausgelöst und das ist letztlich entscheidend. Die Qualität der heutigen Kolumne spielt da keine grosse Rolle mehr.
  10. #109

    Mal 'ne Frage

    Zitat von drehrumbum Beitrag anzeigen
    Jeder Mensch braucht die Religion – ... ...
    Scheinbar alle Foristen setzen stillschweigend voraus, dass Götter und Religionen menschliche Erfindungen sind. Wenn es aber doch einen wirklichen Gott gibt - außerhalb unserer Synapsen und auch dann noch, wenn wir mit unseren Meinungen längst gestorben sind?








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