Warum gibt es einen staatlich verordneten Zwang zum Leben? Warum dürfen freie Bürger sich nicht auch als freie Menschen dafür entscheiden, in den Tod zu gehen, wenn sie krank sind? Oder einfach nur müde?
http://www.spiegel.de/kultur/gesells...819805,00.html
Sterbekapseln, diskret in der Apotheke?
Und wer gibt mir die Garantie, dass das Zyankali dann nicht zufällig im Kaffeebecher des verhassten Ehepartners landet?
Frei auszugebende, für jedermann erhältliche tödliche Gifte sind vermutlich die hirnrissigste Idee seit langem.
Es ist wie mit fast allem in der "Gesellschft": "An sich" sollte ein dickes Plus an "Lebens(wertigkeit) unterm Strich des Eingangs von Zwangskooperationen mit den vielen Milliarden Menschen stehen. Früher hat es die "Einsiedler", "reif für die Insel", gegeben. Real werden werden solche Wahlen parktisch ausgeschlossen. Die extreme "Rücksichtslosigkeit" auf ein efftives Plus im Gefühls- und Affektmangment bzw. ungekehrt sogar das Ausnutzen von stark unglücklich machenden Existenzängsten, Konkurrenzsituationen und extrem vielen Trennungen aller Art läßt das Verbot dieses "Ausweges" als das erscheinen, was es ist: Ein strategischer Übergriff auf die Selbsbestimmung der Mesnchen, die der "Grundanker" von Entmündigungen, selbst wenbn sie am Leben bleiben, bilden. Die Namen wechseln da, wie bei der "Notwehr", aber die "ex officio" Ausnutzung von "Hilfe" zu "Erpressung" bleibt.
könnte ich ihre gedanken aufnehmen und mich fragen, weshalb wir eine mutter bestrafen, die (aus welchem grund auch immer) ihr neugeborenes tötet?
hat sie nicht dieses wesen geboren? sie hat gewissermaßen in gott funktion ein lebewesen in sich erschaffen. wer masst sich an ihr vorzuschreiben, wie sie mit dem von ihr erschaffen ding, wesen, was auch immer zu verfahren hat? ist das neugeborene nicht irgendwie ihr eigentum, ihr fortgeführter leib? wiefern können wir uns oder der staat dort einmischen?
Einerseits heißt es:
Andererseits:
Das Konzept des "freien Willens" ist ohnehin nur mühsam haltbar. Einem jungen Menschen im Rausch der Hormone wird also - zu Recht! - ein freier Wille abgesprochen, einem depressiven Menschen aber nicht. Diese Unterscheidung ist nicht zu rechtfertigen.
Fazit: Sowohl dem Hormonberauschten als auch dem Depressiven sollte der Freitod nicht ermöglicht werden, und zwar *nicht* weil irgendjemand meint, dass sie leben müssten, sondern weil ihr Zustand möglicherweise nur vorübergehend ist und die Betroffenen es einem später sogar danken könnten, dass man sie nicht ließ, wie sie wollten.
Abzugrenzen ist davon jedoch der Fall eines unheilbar Kranken, insbesondere dann, wenn er/sie nur noch eine Perspektive auf Leiden und Schmerzen hat. Diesen Menschen sollte man in der Tat das Recht auf Freitod zugestehen. Also: mehr differenzieren!
ist die Fertigkeit gegeben, das niederzuschreiben, was ich denke.
Sie ist mir schon mehrmals aufgefallen und ich danke dafür von Herzen.
Bitte weitermachen, Frau S., sie geben vielen Menschen eine Stimme!