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S.P.O.N. - Fragen Sie Frau Sibylle: Liebe Welt, mir graut's vor dir

Missbrauchte Kinder, gnadenlose Despoten, arme Alte: Wie sollen wir umgehen mit all den Schreckensmeldungen, die pausenlos auf uns einprasseln? Wer jung ist, kann hoffen und demonstrieren. Aber wenn die Haare erst einmal grau werden, bleibt die Welt grauenvoll.

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...831015,00.html
  1. #100

    Zitat von Petra Raab Beitrag anzeigen
    Genauso ist es.
    Der Mensch ist ein Irrläufer.
    Er gehört in dieser Form überhaupt nicht auf diesen Planeten.
    Schon alleine daran erkennt man, dass hier jemand in die Natur
    eingegriffen hat mit dem Konstruieren des jetzigen Menschen.
    Er verhält sich absolut konträr zur Natur.
    Er lebt nicht mit ihr, sondern gegen sie.
    Das müsste eigentlich Beweis genug sein, dass mit der momentanen
    Evolutionstheorie und dem Menschen darin irgendetwas nicht stimmt.
    Es passt alles wunderbar mit der Evolutionstheorie und dem menschen- was wollen Sie mehr? Er passt sich an die Verhältnisse an, die
    inzwischen von der "2. Natur Kapitalismus" und neo-liberale Politik mit
    seinen Eigenschaften liiert hat und schon geht es gegen die Natur und gegen den Menschen selbst, indem der Mensch sich zum Wolf macht
    und andere ausnutzt.

    Was wollen Sie "beweisen"?
    Gott?
  2. #101

    Liebe Welt, mir graut's vor dir.

    .
    Deshalb?:
    http://www.mopo.de/panorama/in-suedafrika-mann-fotografiert-geparden-attacke-auf-seine-ehefrau,5066860,15178326.html
  3. #102

    FS hat Recht!

    Das von FS beschriebene Jammertal Erde war, ist und bleibt so. "Fressen oder gefressen werden", der ewige Kampf aller Lebewesen ums Überleben in der Nahrungskette, Vernichtung, Krankheit, Leid, Schmerzen, Vergänglichkeit, Tod und Verderben sind die beherrschenden Elemente jeder Existenz auf unserem Globus.

    Deshalb ist es verdammt schwer, (für mich unmöglich), an einen guten, lieben, allmächtigen Gott zu glauben, der nach solch gnadenlosen Prinzipien unsere Welt geschaffen hat, diese Grausamkeiten will und zulässt, dass seine "Ebenbilder" (Krone der Schöpfung??) gerade dabei sind, seiner (?) Schöpfung den Garaus zu machen.

    Nicht geboren zu werden, ist nach Auffassung namhafter Philosophen ein durchaus wünschenswerter Zustand, weil einem dann dieses ganze Elend erspart bleibt. Als alter, dem Ende immer näher kommender Mensch, kann ich diese Auffassung gut nachvollziehen.

    Übrigens kann ich in dem Ganzen keinen Sinn erkennen, leider.
    Auch kann mich keine Religion trösten und die Hoffnung auf ewiges Leben in einem Himmel/Paradies ist eine absurde, erfundene Vorstellung von armseligen Erdenwürmern, die sich nicht damit abfinden können, nur eine erbärmliche, zeitlich begrenzte, völlig unbedeutende Rolle auf einem winzigen Staubkorn-Planeten in einem unendlichen Universum zu spielen.
  4. #103

    mit gefällt die Beschreibung der Umstände, die fast alle Menschen dazu treibt, Angst vor der Zukunft zu bekommen, ihrer eigenen Zukunft, und wie diese Gefühle durch Nachrichtenmedien ständig gefüttert werden, als ob wir alle süchtig nach diesen Botschaften wären. Und wir sind süchtig, weil wir uns unser eigenes Ende nicht herbeidenken möchten. Deshalb betreiben wir Projektion, die wie bekannt, ein Abwehrmechanismus ist, also von etwas, das echt Angst macht. "Denen es nicht gegeben ist, unseren Geist einer eindimensionalen Lehre unterzuordnen, beobachten die Erde vor dem Aufprall auf einen imaginären Bremsbock." Welch schöner Satz, aber warum sollten wir uns vor diesem Untergang der Erde, der frühestens nach unserem eigenen Tod stattfinden wird, eigentlich fürchten?
    In Wien gibt es Menschen, die freiwillig auf Begräbnisse gehen, weil sie dann dort, am Anblick des Toten das Gefühl generieren, überlebt zu haben. Und genau so läuft das auch beim Konsumieren der Nachrichtenmedien.
  5. #104

    Die drei Affen im Märchenland

    Zitat von Spiegelkritikus Beitrag anzeigen
    (...) Auch heute haben wir die Situation, dass ein grosser Teil der Bevölkerung mit all den Krisen und Problemen überfordert ist und dazu neigt, sich ganz aufs Private, auf Urlaub, die Karriere und das Materielle zu konzentrieren. Das betrifft vor allem wohlhabende Leute.
    Diese Entwicklung der Entpolitisierung ist gefährlich, weil Demokratie Verantwortung sehr darunter leiden. Die herrschenden Eliten haben so leichtes Spiel bei der Umsetzung ihrer Interessen.
    Aber es gibt auch eine stärker werdende Gegenbewegung, die sich den Harausforderungen stellt, auch wenn man manchmal verzweifeln könnte an der Ignoranz und Dekadenz vieler Mitbürger.(...)
    KRITIKUS spiegelt sich online und zwar mit sehr guten Gedanken.
    Barricks' Kommentar erinnert an die DREI AFFEN im LilliFee-Land.
    Tatsache ist: Wir Affen machen aus diesem schönen blauen Planet ein Jammertal . . . im All.

    Frau Sibylle hat diesmal den Punkt getroffen, selbst wenn sie in ihre eigene "Luxus-Welt" -die der Kreativität- Zuflucht suchen kann im Vergleich zu normalen Mortalen.
    Den Luxus kann sich LEIDER nicht jeder leisten.
  6. #105

    Zitat von spejismo Beitrag anzeigen
    Den Luxus kann sich LEIDER nicht jeder leisten.
    Wär's ein Luxus, wenn ihn sich jeder leisten könnte?
  7. #106

    Ach, wissen Sie, Frau Sibylle – trotz allem finden sich immer wieder Menschen, die sich aufrichtig lieben und voll bewußt Kinder in diese Welt setzen. Wahnsinn, nicht wahr – müßte aber gerade deswegen gut für's Weltall sein! :-))
  8. #107

    Noch niemand in der Postmoderne angekommen?

    Ich hab mich mal durch einige der Kommentare gewühlt, da werden mit Konfuzius und Leibniz Zitatbazookas ausgepackt, ohne die Sache mit den Relativsätzen und das dass/das-Problem zu beherrschen. Gottesbeweise werden geführt, die auf dem naturalistischen Fehlschluss gründen. Alles ganz unterhaltsam.
    Verwundert bin ich jedoch darüber, dass keiner Frau Bergs implizite Frage wahrzunehmen scheint, ob denn das Grauen des Welterfahrenen heute eine andere Qualität habe als in früheren Zeiten - ja, hat es. Hier in den Kommentaren finden sich ziemlich viele Neins, entweder nach dem Schema (a) Biologismus, Mensch = Raubtier oder (b) das Grauen sei nur ein Wahrnehmungsproblem, Selektion negativer Nachrichten oder (c) imperfekte Natur des Menschen mit zwei Seelen in seiner Brust. Klar, die zeitlosen Schrecken eines Dreißigjährigen Krieges und eines Erdbebens von Lissabon werden von Mensch und Natur immer wieder heraufbeschworen. Aber eines ist wirklich neu: dass der Mensch durch sein Schwarmverhalten den Planeten aus seinem ökologisch-klimatischen quasistationären Gleichgewichtszustand herausschubsen kann. Deshalb gründeten sich die Grünen. Und die Müslileute unter den hiesigen Kommentaristen schreiben vom Weg als Ziel! Diese neue Qualität des In-die-Welt-geworfen-Seins, die seit den 60/70ern breitere Wahrnehmung erfuhr scheint irgendwo hinten vom Gehirnfließband wieder heruntergefallen zu sein. Das neue Grauen der Postmoderne ist kein Instrument der Medienmafia im Kampf um Marktanteile, sondern ein Ergebnis weniger logischer Gedankenschritte, die sich entspinnen konnten seit wir die Vogelperspektive der Satellitenobjektive kennen. Das jüngste Ende der Gedankenkette ist die Erkenntnis, dass wir es in 50 Jahren nicht geschafft haben, mit unseren Schwarmverhaltensfehlern umzugehen.
  9. #108

    Glauben und Wissen

    Zitat von leonaph Beitrag anzeigen
    Ich hab mich mal durch einige der Kommentare gewühlt, da werden mit Konfuzius und Leibniz Zitatbazookas ausgepackt, ohne die Sache mit den Relativsätzen und das dass/das-Problem zu beherrschen. Gottesbeweise werden geführt, die auf dem naturalistischen Fehlschluss gründen. Alles ganz unterhaltsam.
    Verwundert bin ich jedoch darüber,.....
    Tja, der Gottesbeweis wird sich daraus ergeben, dass am Ende doch alles gut wird, um Nina Ruge zu zitieren. ;-)
    Nur verstehen tut man das als Mensch sehr schwer, manche meinen gar die Wege des Herren wären völig unergründlich.
    "Time will tell." - Konfuzius oder sonst wer ;-)
  10. #109

    Der winzigkleine, feine Unterschied.

    Zitat von lehrlauf Beitrag anzeigen
    Wär's ein Luxus, wenn ihn sich jeder leisten könnte?
    Ich sagte LEISTEN . . . und nicht HABEN.








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