S.P.O.N. - Fragen Sie Frau Sibylle: Liebe Welt, mir graut's vor dir

Missbrauchte Kinder, gnadenlose Despoten, arme Alte: Wie sollen wir umgehen mit all den Schreckensmeldungen, die pausenlos auf uns einprasseln? Wer jung ist, kann hoffen und demonstrieren. Aber wenn die Haare erst einmal grau werden, bleibt die Welt grauenvoll.

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...831015,00.html
  1. #90

    Flucht ins Private ist keine Lösung

    Zitat von Barricks Beitrag anzeigen
    ... Seltsam: Noch nie in der Geschichte ging es uns so gut wie heute, gerade in Deutschland. Und trotzdem sind wir nicht glücklich.

    Wir denken leider allzu selten an das Schöne und das, was wir haben, aber immer an das, was uns fehlt. Mein Vorschlag für alle, die schlechte Nachrichten depressiv und unglücklich machen: Einfach die negativen Berichte und Meldungen ausblenden, nicht mehr lesen (!) und sich an den schönen Dingen des Lebens erfreuen.
    Glück lässt sich mit materiellem Wohlstand kaum erreichen, allenfalls eine gewisse Zufriedenheit. Zudem leben nicht gerade wenige Menschen im eigentlich reichen Deutschland in prekären Verhältnissen.

    Ihr Vorschlag, Negatives einfach auszublenden, erinnert an die Biedermeierzeit in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, als die meisten Bürger sich aus politischer Resognation ins Private flüchteten (Restaurationszeit). Nur ein Teil der intellektuellen Elite, der sog. Vormärz, drängte auf politische Rechte und Veränderung (Heine, Büchner usw.).

    Auch heute haben wir die Situation, dass ein grosser Teil der Bevölkerung mit all den Krisen und Problemen überfordert ist und dazu neigt, sich ganz aufs Private, auf Urlaub, die Karriere und das Materielle zu konzentrieren. Das betrifft vor allem wohlhabende Leute.
    Diese Entwicklung der Entpolitisierung ist gefährlich, weil Demokratie Verantwortung sehr darunter leiden. Die herrschenden Eliten haben so leichtes Spiel bei der Umsetzung ihrer Interessen.
    Aber es gibt auch eine stärker werdende Gegenbewegung, die sich den Harausforderungen stellt, auch wenn man manchmal verzweifeln könnte an der Ignoranz und Dekadenz vieler Mitbürger.

    Es macht keinen Sinn, die Hände in den Schoss zu legen oder den Kopf in den Sand zu stecken, wollen wir nicht zulassen, dass alles an die Wand gefahren und unsere Zukunft gfährdet wird. An den schönen Dingen des Lebens kann man sich trotzdem erfreuen!
  2. #91

    mir auch

    danke Sibylle
  3. #92

    Sonnenschein im Mond

    Zitat von frederic_1618 Beitrag anzeigen
    dich nach Würden zu besingen.
    Zeitlos Versprechen bleiben leer,
    Sonnenschein im Mond wir fingen.
    Hoffnung bleibst du ewiglich, tröstest mit der Endlichkeit.
    Schweren Herzens treibe ich
    in den Hauch der keine Zeit.
    Wunderschönes Bild so schön wie das ganze Gedicht.
    DANKE !
  4. #93

    optional

    Liebe Sybille, nicht die Themen langweilen mich, sondern Ihre Artikel. Sie haben eine Kolumne auf Spiegel Online und nutzen sie nicht. Ich meine, wer will schon hören, dass Sie genug von allem haben?! Fangen Sie - um mit Albert Schweitzer zu sprechen - an, irgendwo etwas Leid von jemandem zu nehmen. Spenden Sie den Mutigen, die aktiv versuchen, Leid zu verringern. Adoptieren Sie ein Tier aus dem Tierheim. Go vegan. Tun Sie irgend etwas, um dem, was Sie so stört und das Sie so langweilt, entgegen zu wirken. Dann vergeht Ihnen das Lamentieren von selbst (ich spreche da aus Erfahrung :)
  5. #94

    Das Paradies . . . so fern

    Zitat von spon-facebook-695563620 Beitrag anzeigen
    Liebe Sybille, nicht die Themen langweilen mich, sondern Ihre Artikel. Sie haben eine Kolumne auf Spiegel Online und nutzen sie nicht. Ich meine, wer will schon hören, dass Sie genug von allem haben?! Fangen Sie - um mit Albert Schweitzer zu sprechen - an, irgendwo etwas Leid von jemandem zu nehmen. Spenden Sie den Mutigen, die aktiv versuchen, Leid zu verringern. Adoptieren Sie ein Tier aus dem Tierheim. Go vegan. Tun Sie irgend etwas, um dem, was Sie so stört und das Sie so langweilt, entgegen zu wirken. Dann vergeht Ihnen das Lamentieren von selbst (ich spreche da aus Erfahrung :)
    Go vegan !!!
    Wenn das sooo einfach wäre . . . wäre ich schon längst im Paradies !
  6. #95

    Go vegan - wie es geht

    Schnellste Methode:
    - Webseiten wie z.B. peta.org oder vierpfoten.de besuchen.
    - Dokus auf Youtube schauen wie z.B. "Earthlings"; oder nach Begriffen wie "Tierversuche" oder "Schlachthof" suchen.
    Dann ist es nur noch eine Frage der Organisation: Nicht-Veganes durch Veganes zu ersetzen (es gibt für alles einen veganen Ersatz!) und herauszufinden, welche veganen Produkte zu einem passen. Darüber hinaus gilt: So wenig Schaden anrichten und soviel Positives bewirken wie möglich.
  7. #96

    Therapie

    Zitat von mtsnoop Beitrag anzeigen
    Hallo? Dinge werden nicht immer einfach gut! Wenn etwas schief läuft, dann handeln sie - angemessen und bedacht! Was nutzt die Erkenntnis, wenn sie zu keinerlei Veränderung führt? Und Veränderung bedarf Handlung und sei es nur, dass ich andere anrege kritisch über ein Thema nachzudenken.

    Und mal allgemein hier: Natürlich kann man nicht auf jedes Unrecht und jede Grauen Einfluss beziehungsweise Verantwortung übernehmen, aber daraus resultierend den Kopf in den Sand zu stecken kann doch kein ernsthafter Ansatz sein. Versuchen sie es von ihrem engsten Einflussbereich nach außen hin mit abnehmender Verantwortung zu sehen. Das klingt vielleicht im ersten Moment hart, aber nur so lassen sich Bereiche abstecken in denen man auch Verantwortung übernehmen kann.
    Nee, also mein "tun" beschränkt sich darauf meine Meinung kund zu tun, wenn ich danach gefragt werde - direkt oder indirekt (z.B. in Foren ;-)). Und dann ist das "tun" und die Verantwortung wieder jedermanns eigene Sache. Mehr kann und will ich gar nicht "tun".
    Es heisst ja "Der Mensch denkt und Gott lenkt", bzw. "Vor Gericht und auf hoher See sind wir in Gottes Hand".
    Es ist halt die Frage wer ein Problem damit hat - das höchste der Gefühle ist doch die Erkenntnis, dass es tatsächlich so ist und dass nicht schief gehen kann, wenn es denn so ist.
  8. #97

    Genauso ist es.
    Der Mensch ist ein Irrläufer.
    Er gehört in dieser Form überhaupt nicht auf diesen Planeten.
    Schon alleine daran erkennt man, dass hier jemand in die Natur
    eingegriffen hat mit dem Konstruieren des jetzigen Menschen.
    Er verhält sich absolut konträr zur Natur.
    Er lebt nicht mit ihr, sondern gegen sie.
    Das müsste eigentlich Beweis genug sein, dass mit der momentanen
    Evolutionstheorie und dem Menschen darin irgendetwas nicht stimmt.
  9. #98

    Es lebe die Werbung !

    Zitat von spon-facebook-695563620 Beitrag anzeigen
    Schnellste Methode:
    - Webseiten wie z.B. peta.org oder vierpfoten.de besuchen.
    - Dokus auf Youtube schauen wie z.B. "Earthlings"; oder nach Begriffen wie "Tierversuche" oder "Schlachthof" suchen.
    Dann ist es nur noch eine Frage der Organisation: Nicht-Veganes durch Veganes zu ersetzen (es gibt für alles einen veganen Ersatz!) und herauszufinden, welche veganen Produkte zu einem passen. Darüber hinaus gilt: So wenig Schaden anrichten und soviel Positives bewirken wie möglich.
    Es klingt wie einen Werbung-Spot oder den Slogan einer Sekte.
    Vermarktung um jeden Preis -sei es auch gratis- ist die Religion dieses neuen Millenniums.
  10. #99

    Wieder einmal: Differenzierung - Fehlanzeige

    "Mädchenbeschneidungen, Prostitution, Menschenhandel, Gauck, Busunglück"
    Bei einer derartigen Assoziationskette, die - zumindest - mangelndes Differenzierungsvermögen offenbart, hätte ich eigentlich schon aufhören sollen zu lesen.

    "was macht man mit der Auflösung der Welt, wie wir sie kannten?"
    Wenn man sich die Geschichte anschaut, ist eigentlich alles immer besser geworden (z.B. Erhöhung der Lebenerwartung, Abnahme von Hunger und Armut in der Welt). Den Menschen auf der Welt in ihrer Gesamtheit ging es nie(!) besser wie heute. Wenn jemand mit dieser Welt nicht klarkommt, soll er es nicht auf äussere, aktuelle Entwicklungen schieben, sondern vielleicht erst einmal seine eigene Sicht- und Herangehensweise an diese Problematiken hinterfragen.