Wir stehen vor der Überkatastrohe, da kann mann nicht einfach andere Meinungen tolerieren.Schließlich geht es um die Existenz.
Hatten wir glaub ich vor 70 Jahren schon mal.
So und jetzt muss ich weiter die Welt retten.....
Das Universum ist von einem Grundrauschen der Rechthaberei erfüllt: Jeder ist davon überzeugt, dass seine Sichtweise die richtige ist. Am gefährlichsten aber sind die, die auch noch wissen, wie alles besser zu machen wäre.
http://www.spiegel.de/kultur/gesells...801398,00.html
Wir stehen vor der Überkatastrohe, da kann mann nicht einfach andere Meinungen tolerieren.Schließlich geht es um die Existenz.
Hatten wir glaub ich vor 70 Jahren schon mal.
So und jetzt muss ich weiter die Welt retten.....
Sie fabulieren hier von "Halbwissen".
Wie sieht denn Ihrer (unmassgeblichen) Meinung ein
"Voll- bzw. Ganz- bzw. Alleswissen" aus?
WIE real ist denn so etwas?
Entweder Sie sind tatsächlich ein "Voll- und Ganz-
bzw. Alleswisser", was völlig unmöglich ist,
oder aber ihr Beitrag strotzt aufgrund Ihrer eigenen
Unvollkommenheit vor absolut ungerechtfertigter
Arroganz, was voll und ganz der Fall zu sein scheint.
"Der Stammtisch hat sich..." ist der typischste Duktus
dafür. Wirklich schade, daß Sie die erkenntnismässigen
Mindestanforderungen unseres Stammtisches nicht im Ansatz
erfüllen, sonst hätte ich Sie hierzu sehr gerne mal eingeladen. So aber ist es, wie Sie sich eventuell
vorstellen können, völlig sinnlos.
Mit den schon völlig abgedroschenen, abgenutzten, verblasten und ausgelutschten Wortphrasen des argumentativ
nilpotenten ZeitgeistIntellektuellen machen Sie bei uns
schon im Ansatz keinen Stich. Dafür sind Sie der wahre
Musterdemokrat, welcher nur Alleswisser - und natürlich
sich selbst - akzeptiert.
Liebe Frau Sibylle, Sie schreiben: " ...setzt eine so ungeheure Überbewertung der eigenen Existenz voraus."
Stimmt! Ich freue mich über meine Existenz und kann das auch gar nicht hoch genug überbewerten.
Im übrigen gestehe ich das auch Ihnen zu, ganz klar! Damit haben wir dann alle gleich Recht ... hmmm aber was war dann nochmal Ihre Argumentation, Ihre Intention?
Ist ja auch tautologisch: wer hat schon eine Sicht, die er für falsch hält. Und natürlich folgt daraus auch oft zu wissen, wie man was am Besten macht.
Aber die Rechthaberei in den Foren ("Ich habe schon vor zwei hier erklärt, warum diese Politik nicht funktionieren kann" etc) geht gewaltig auf die Nerven. Ich benutze seit einiger Zeit daher Foren als Nur-Schreib-Speicher. Bis Menschen ein Mindestmass an Einsicht in ihre eigene Beschränktheit erlangt haben.
Lieber Herr Blankschein,
dass Sie hier eine köstliche Eigensatire über einen rechthaberischen Oberlehrer geschrieben haben, ist ja inzwischen schon von anderen Foristen angemerkt worden.
Merken Sie das wirklich nicht? Statt sich unvoreingenommen mit der Meinung von Frau Sibylle auseinanderzusetzen, sprechen Sie ihrem Text gleich zu Anfang erst einmal den Bildungsgrad ab, der einer Abiturientin geziemt. Man könnte glatt denken, Sie hielten Leute ohne Abitur für irgendwie minderwertig.
Frau Sibylle meint, dass manche Leute so von ihrer Meinung überzeugt sind, dass sie andere nicht mehr hören (und Texte anderer gar nicht mehr unvoreingenommen lesen können). Genau das demonstrieren Sie in Bezug auf ihren Text.
Es gibt eben einen Unterschied zwischen zwei Verhaltensweisen. Es ist das Eine, sich zu engagieren und eine eigene Meinung zu vertreten und es ist etwas völlig Anderes, sich selbst für unfehlbar und die eigene Meinung für die absolute Wahrheit zu halten.
Insofern verfehlt Ihr Text das Thema.
Korrekte Beobachtung. Und auch privat kochen die Gefühle bei politischen Diskussionen leicht hoch, wenn Demokraten auf Republikaner treffen. Bei Diversity-Themen an Universitäten, aber nicht ganz so stark außerhalb, kann es auch sehr intolerant zugehen.
Wo ich war (die USA sind groß und vielfältig, so dass man für allgemeine Aussagen fast immer auch eine Gegenbeispiele findet), wurden deshalb politische Themen aus der persönlichen Diskussion weitgehend ausgeklammert, vielleicht sollte man sagen vermieden. Vielleicht deshalb, weil man in weiten Kreisen in den USA dem Gelingen der Party Vortritt gibt vor einer in feindseligen Gefühlen endenden und letztlich vergeblichen Missionierung der Welt, während in Deutschland "die Wahrheit" oft für wichtiger gehalten wird als die uns alle nährende Qualität guten menschlichen Kontaktes?
Gutmenschen sind immer die Anderen. Wenn Sie erreichen wollen, dass sich jemand getroffen fühlt, müssen Sie "Idealist" schreiben.
Das ist nämlich positiv besetzt und Sie haben dann die Chance, dass sich einige Ihrer Leser wirklich für Idealisten halten, stolz darauf sind und aufschreien.
Noch schöner wäre es, wenn diese Leser nachdenken würden- aber die Chance darauf bleibt sehr klein, egal wie gut Ihr Deustch ist.