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S.P.O.N. - Die Spur des Geldes: Wann ist ein Land pleite?

Japan lebt mit 200 Prozent Staatsschulden ziemlich gut, Argentinien war bei 65 Prozent pleite. Das sollte uns eine Lehre sein: Wer nur auf Schuldenstände starrt, wird keinen Ausweg aus der Euro-Krise finden. Viel wichtiger sind Zinssätze und Wachstumsraten.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...846566,00.html
  1. #1

    Wichtig ist vor allem, die ständige Umverteilung

    von unten nach oben: gehalten werden die Papiere von einer kleinen Minderheit, die große Mehrheit bezahlt aber die Zinsen. Wäre mal ein Thema für die Sozis, aber die gibt es ja nicht mehr.
  2. #2

    Mist

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Japan lebt mit 200 Prozent Staatsschulden ziemlich gut, Argentinien war bei 65 Prozent pleite. Das sollte uns eine Lehre sein: Wer nur auf Schuldenstände starrt, wird keinen Ausweg aus der Euro-Krise finden. Viel wichtiger sind Zinssätze und Wachstumsraten.

    Euro-Krise: Wie viel Schulden ein Land machen darf - SPIEGEL ONLINE
    Die simple Konmsequenz aus dem Artikel ist: Der Bauer muss mehr produzieren, als er verfrisst. Oder wenigstens gleich viel. Hat er größeren Hunger, muss er zusehen, wo sein Essen herkommt - und zu wieviel Zinsen er es bekommt. Und nun erklärt ihm mal, warum die Zinsen schwanken...
  3. #3

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wann ist ein Land pleite?
    Ganz einfach......

    Wenn die Rating Agenturen es sagen !!
  4. #4

    Fiskalunion wäre Selbstmord

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Japan lebt mit 200 Prozent Staatsschulden ziemlich gut, Argentinien war bei 65 Prozent pleite. Das sollte uns eine Lehre sein: Wer nur auf Schuldenstände starrt, wird keinen Ausweg aus der Euro-Krise finden. Viel wichtiger sind Zinssätze und Wachstumsraten.

    Euro-Krise: Wie viel Schulden ein Land machen darf - SPIEGEL ONLINE
    Der Analyse möchte ich nicht mal grundsätzlich widersprechen. Nur wäre eine Fiskalunion aus Deutscher Sicht Wahnsinn. Sobald sie unterzeichnet ist, verschwindet der Druck auf die Krisenländer zu sparen bzw.schmerzhafte Strukturreformen durchzuführen. Eventuell vorher unterschriebene Sparverpflichtungen können nicht durchgesetzt werden, da wir nicht mit der Bundeswehr einmarschieren wollen.
    Deshalb muss Deutschland den Euro verlassen.
  5. #5

    "Wer nur auf Schuldenstände starrt, wird keinen Ausweg aus der Euro-Krise finden. Viel wichtiger sind Zinssätze und Wachstumsraten."


    Viel wichtiger sind ausgeglichen Staatshaushalte, wer keine Schulden hat/aufnimmt muss sich keine Sorgen um seine Währung machen.
  6. #6

    Wenn man

    sich ansieht, welche Blüten der Ländernfinanzausgleich in D treibt, wo sich viele Transferempfänger sehr viel mehr leisten, als die Transfergeber, dann bekommt man eine ungefähre Vorstellung davon, wie so etwas auf europäischer Ebene nicht(!) funktionieren wird.

    Das wäre schätzungsweise 10 mal schlimmer, und die südeuropäischen Schlitzohren würden das ganz sicher als Aufforderung zum entspannten Nichtstun verstehen.
  7. #7

    Die Schlussfolgerung des Artikels

    ist falsch (der Rest ist sehr interessant)!

    Damit zum Beispiel Italien seine Wettbewerbsfähigkeit wieder herstellen kann, braucht Italien flexible Wechselkurse.

    Mit Euro wird es ein ewiges Gezerre, Beschuldigen, Beleidigtsein, Beschimpfen, Abzocken, Anklagen, Zusammenraufen und Betrügen und

    vor allem Abbau des Sozialstaates und

    der Demokratie geben.

    Das Grundgesetz verbietet das!
  8. #8

    Entscheidenden Faktor vergessen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wer nur auf Schuldenstände starrt, wird keinen Ausweg aus der Euro-Krise finden. Viel wichtiger sind Zinssätze und Wachstumsraten.
    Der Autor hat drei wichtige Dinge vergessen:

    a) Handelt es sich um Binnen- oder Auslandsverschuldung? (Auslandsverschuldung: schlecht)
    b) Kann das Land sich zur Not das Geld zum Bezahlen selbst drucken? (gut)
    c) Hat das Land Zahlungsbilanzdefizite? (Ganz schlecht)
    Für den Euro ist nun der dritte Punkt entscheidend. Weil Autor Münchau dies vergessen hat, ist seine Analyse jedenfalls in ihrer Schlussfolgerung fehlerhaft.

    Ich kann hier nun keinen Gegenartikel schreiben. Nur soviel: Ein Land mit Auslandsverschuldung ist nur dann zu retten, wenn langfristig ein entsprechender Zahlungsbilanzüberschuss zu erwarten ist. Solange dies nicht der Fall ist, ist jede "Rettungs"maßnahme" hinausgeworfenes Geld. Das gilt nun für Griechenland sowieso. Und Italien und Spanien müssen ihre Lohnstückkosten massiv senken, andernfalls braucht man sich mit technischen Einzelheiten wir den Primärüberschüssen gar nicht abzugeben.

    Die Euro-Krise ist eben eine Zahlungsbilanzkrise mit einer Staatsschuldenkrise als Symptom. Wer hier nur an den Schulden rumdoktert (wie im Moment die ganze politische Klasse Europas und unser Autor hier), wird den Euro nicht retten. Ganz im Gegenteil.
  9. #9

    Inkompetenter Artikel

    Hier wird aber ganz schön was durcheinander gehauen.
    Länder mit eigenständiger Geldpolitik (Japan, USA) können die Leitzinsen selbst festlegen.
    Das geht bei Spanien, Griechenland usw. nicht mehr - soweit korrekt. Aber die Leitzinsen der EZB tendieren auch gegen null. Insofern müsste der von Ihnen beschriebene positive Effekt auch für Italien usw. gelten.
    Mit „der Höhe der ihnen abverlangten Zinssätze“ meinen Sie wohl Zinssätze (bzw. Renditen) für Staatsanleihen! Die sind in der Tat zum Teil sehr hoch. Das hat aber bonitätsbedingte Ursachen!
    Gibt es für solche Themen beim Spiegel keine kompetenten Leute?


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