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S.P.O.N. - Die Spur des Geldes: So macht es Sinn

Die von Hans-Werner Sinn losgetretene Debatte über Target-2-Salden muss vom Kopf auf die Füße gestellt werden. Die Schlussfolgerung aus den gigantischen verdeckten Schulden der Währungsunion lautet: mehr Europa, nicht weniger Europa.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,819819,00.html
  1. #1

    Mathematisch haben Sie recht, aber...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die von Hans-Werner Sinn losgetretene Debatte über Target-2-Salden muss vom Kopf auf die Füße gestellt werden. Die Schlussfolgerung aus den gigantischen verdeckten Schulden der Währungsunion lautet: mehr Europa, nicht weniger Europa.

    S.P.O.N. - Die Spur des Geldes: So macht es Sinn - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Lieber Herr Münchau
    Wirtschaftlich, nüchtern, nach Zahlen haben Sie recht. Die Bilanz würde so ausgeglichen.

    Leider gibt es aber Menschen im Euro-Raum. Diese machen Ihnen einen Strich durch die Rechnung.

    Die Griechen, Spanier, Portugiesenusw wollen/können nicht nach den Vorbild von Deutschland, Luxenburg, Österreich usw. leben. Sie haben eine andere Mentalität, Klima, Lebenseinstellung.

    Ihr Plan würde nur funktionieren, wenn sich alle auf eine Lebensweise einigen. Wenn nicht, wird die Krise unendlich ausgedehnt und es Kracht am Schluss mit absoluter Sicherheit, aber nicht nur wirtschaftlich sondern physisch mit Krieg und allem was dazugehört.
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die von Hans-Werner Sinn losgetretene Debatte über Target-2-Salden muss vom Kopf auf die Füße gestellt werden. Die Schlussfolgerung aus den gigantischen verdeckten Schulden der Währungsunion lautet: mehr Europa, nicht weniger Europa.

    S.P.O.N. - Die Spur des Geldes: So macht es Sinn - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Das haben unsere Politiker ja fein hin bekommen: wir sind von den Schuldnern beliebig erpressbar.

    Mit richtigem Geld zahlen wohl nur noch Deppen wie ich und andere Steuerzahler...

    Dann sollten wir mal schleunigst anfangen, das Target-2 Spielgeld gegen richtiges Geld/Sachwerte einzutauschen.

    Warum Herr Sinn Unrecht haben sollte, erschließt sich mir nach der Lektüre dieses Artikels aber überhaupt nicht mehr, eher im Gegenteil!

    Sind eigentlich alle nur noch bescheuert?

    Wie kann man so ein System überhaupt in Gang setzen?

    Außer mit dem Ziel, D platt zu machen.

    Was dann ja bald geschafft ist.
  3. #3

    Guten morgen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die von Hans-Werner Sinn losgetretene Debatte über Target-2-Salden muss vom Kopf auf die Füße gestellt werden. Die Schlussfolgerung aus den gigantischen verdeckten Schulden der Währungsunion lautet: mehr Europa, nicht weniger Europa.

    S.P.O.N. - Die Spur des Geldes: So macht es Sinn - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Ist ja schön das die Target 2 salden nun auch, mit monatelanger verspätung, gegenüber freien blogs beim spon auch angekommen sind.
    Ihre schlussfolgerung, mehr europa, ist völlig absurd.
    Heben sie sich ein paar euromünzen auf, damit sie diese ihren enkelkindern zeigen können, wenn die fragen: Opa warum haben alle opas nichts zu essen. Warum sind alle menschen so arm.
  4. #4

    ....

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Was folgt aus dieser Erkenntnis? Die erste Aussage, die man mit Blick auf die Target-2-Debatte treffen kann, lautet: Deutschland kann sich einen Zusammenbruch des Euro überhaupt nicht leisten. [..]

    Zweitens liegen die tieferen Ursache für die Target-2-Misere in den strukturellen Leistungsbilanzüberschüssen Deutschlands sowie in den Defiziten im Süden und Westen der Währungsunion. Sollte man nicht vielleicht eher an den Ursachen arbeiten anstatt dem Süden einfach den Geldhahn zuzudrehen?
    Der Widerspruch liegt schon zwischen "Erstens" und "Zweitens". Gerade der Euro ist es doch, der den Leistungsüberschuss Deutschlands in die Höhe treibt, da der bisherige Ausgleichsmechanismus - Währungsdifferenzen - abgeschafft wurde. Von dem Euro profitiert die deutsche Wirtschaft tatsächlich, aber auf gefährliche Weise. Das Ergebnis dieser stark unausgeglichenen Leistungsbilanzen wird nun dem Steuerzahler aufgebürdet.

    Ja, man sollte tatsächlich die Ursachen bekämpfen, aber nicht, indem der Steuerzahler jetzt auch noch ganz Südeuropa mit Sozialleistungen beschenkt, wie der Autor fordert, sondern indem man die Mark wieder einführt und damit übertriebene Leistungsbilanzüberschüsse von D reduziert. Das bekämpft nämlich wirklich die eigentlichen Ursachen.
  5. #5

    Irgendwie schon witzig

    Ich fass mal zusammen:
    Es gibt arme und reiche Länder. Diese stehen in Wechselwirkung, wenn ein Land reich wird, wird ein anderes Land arm.
    Wie damals als man bei den Indianern Glasperlen gegen Pelzegetauscht hat.

    Dann haben die armen und reichen Länder eine Währungsunion gemacht. Was bewirkt, dass die armen Länder bei den reichen Ländern anschreiben lassen können (Der Anschreibezettel heisst Target 2).
    Heisst also, man tauscht jetzt Glasperlen gegen Schuldscheine über Pelze. Was bewirkt, dass man die Indianer zu nichts mehr zwingen kann, weil die Schuldscheine über Pelze sonst nichts mehr wert sind (verhungernde Indianer fangen keine Pelztiere).

    Sorry, aber für mich klingt das, als wenn die reichen Staaten sich mit der Währungsunion selbst verarscht haben:
    Entweder man arbeitet gegeneinander, dann ist es okay Glasperlen gegen Pelze zu tauschen.
    Oder man arbeitet miteinander, dann dreht man dem Partner aber keine Glasperlen für Pelze (oder Pelzschuldscheine) an und beschwert sich hinterher, dass die Partner nichts mehr von Wert haben (ausser Glasperlen vielleicht)
  6. #6

    Quatsch

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die von Hans-Werner Sinn losgetretene Debatte über Target-2-Salden muss vom Kopf auf die Füße gestellt werden. Die Schlussfolgerung aus den gigantischen verdeckten Schulden der Währungsunion lautet: mehr Europa, nicht weniger Europa.

    S.P.O.N. - Die Spur des Geldes: So macht es Sinn - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Wenn dies so einfach wäre, fangen wir doch "nur" mal in Deutschland an.
    Alle Leistungsbilanzüberschüsse und Defizite von Privatpersonen werden auf allen Konten verrechnet.
    Danach machen wir dies mit Städten und Ländern.

    Hahaha
  7. #7

    Europa ohne Waffengewalt erobern...

    Zitat von SPON
    Mal angenommen, Spanien würde [für] seine Schulden Immobilien als Sicherheit hinterlegen. D[a]nn käme Deutschland für den Fall, dass die Währungsunion auseinanderbricht, plötzlich in den Genuss eines großen Teils des gesamten spanischen Immobilienmarktes - und müsste diese Immobilien dann weiterverkaufen, um die Target-Schulden einzutreiben.
    So könnte man fast ganz Europa erobern, ohne einen Schuss abzufeuern. Wie Zocker beim Pokern im Wilden Westen würden die Schuldner am Ende sich selbst setzen und in den Besitz des Gläubigers übergehen. Nur das im Gegensatz zum Pokerspiel Gewinner und Verlierer schon jetzt feststehen...
  8. #8

    Statistiken oder Bilanz

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die von Hans-Werner Sinn losgetretene Debatte über Target-2-Salden muss vom Kopf auf die Füße gestellt werden. Die Schlussfolgerung aus den gigantischen verdeckten Schulden der Währungsunion lautet: mehr Europa, nicht weniger Europa.

    S.P.O.N. - Die Spur des Geldes: So macht es Sinn - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    das ist hier die Frage, denn Münchaus

    ."..und endet in den ewigen Jagdgründen der Bundesbank-Statistiken - in der Zeitreihe EU8148 als eine Forderung des Target-2-Systems."

    ist verniedlichendes Geschwätz, denn wegen Sinn haben jetzt fast alle anderen kapiert, dass es sich hier um klare Forderungen der Bundesbank an die EZB handelt- und die pflegen nicht in den ewigen Jagdgründen, sondern in der Bilanz zu stehen. Falls was passiert sind wir deshalb mit den üblichen 27% dabei. Prost Mahlzeit.
  9. #9

    Wenn schon, dann hat es Sinn...

    Jemand wie Münchau würde wahrscheinlich auch in der Bundesligatabelle Argumente finden, die seinen dringenden Wunsch nach einer Transferunion zu Lasten Deutschlands unterstützen.

    Seine Schlußfolgerung ist aber falsch: Es geht nicht darum, daß die nordeuropäischen Länder den Süden bis zum Sankt Nimmerleins-Tag alimentieren. Es muß vor allem darum gehen, daß die Südländer wettbewerbsfähiger werden und sich ihre Wirtschaftspolitik vornehmen: Korruptionsbekämpfung, Bürokratieabbau, Orientierung der Gehälter an der Produktivität, funktionierende Staatsstrukturen, Steuersysteme...








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