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S.P.O.N. - Die Spur des Geldes: So macht es Sinn

Die von Hans-Werner Sinn losgetretene Debatte über Target-2-Salden muss vom Kopf auf die Füße gestellt werden. Die Schlussfolgerung aus den gigantischen verdeckten Schulden der Währungsunion lautet: mehr Europa, nicht weniger Europa.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,819819,00.html
  1. #100

    danke

    Zitat von Liberalitärer Beitrag anzeigen
    Korrekt, braucht es dann in einem Binnenmarkt, Exportversicherungen? Brauchen wir im Binnenmarkt Coface oder Hermes? Muss der Exportweltmeister seine Exporte pampern und über die KfW Exportfinanzierungen ausreichen? Das sollte doch in einem Binnenmarkt nicht nötig sein, oder?

    Könnte man das Subventionen nennen? Könnte es sein, dass Subventionen gegen den Geist der Verträge verstoßen? Könnte es sein, dass es da wer mit dem Binnenmarkt und dem freien Warenverkehr nicht so genau nimmt? Könnte es sein, dass da jemand massiv pennt?
    Fuer die info :-) Vielen vielen Dank
  2. #101

    darin sieht H. Müchau kein Problem.

    Zitat von bashi49 Beitrag anzeigen
    Sie haben das mit den TARGET2-Salden nicht so richtig verstanden. Diese bilden ja sowohl den Transfer von Geld als auch von Waren ab. Daß ein so enormes Zahlungsbilanzdefizit entstanden ist und die Forderungen der BuBa gegenüber der EZB über eine halbe.....
    Warum sollte er auch? So kann er durchaus Beglückendes in vielen europäischen Sprachen über die Segnungen des Euro verfassen. Er dürfte eine Menge daran verdienen. Da sollte man doch nicht so kleinlich sein. Steuern müssen natürlich bezahlt werden, aber muß man denn in einem dieser Bundesländer wohnen und arbeiten? schreiben kann man doch auch auf Paros.
  3. #102

    Ah ha

    Also der Spanier hat einen Lkw bei uns von Mercedes gekauft,
    das Geld hat er sich bei seiner Bank geliehen. Hat Mercedes sein Geld bekommen? JA haben sie! aber die Spanische Bank hat Geld herausgegeben für das es keinen Gegenwert gibt, sozusagen gedruckt.
    Im letzten halben Jahr hat die EZB über eine Billion Euro an Banken herausgegeben für die es keinen Gegenwert gibt. Ist es da nicht egal wer druckt?
  4. #103

    Vielleicht liegt der Denkfehler ja bei Ihnen.

    Zitat von cemi Beitrag anzeigen
    Und genau das stimmt nicht. "Deutschland" (also deutsche Banken) hat echtes Zentralbankgeld bekommen. Die schrägen Target2-Salden resultieren vielmehr aus dem Umstand, dass deutsche (Privat-)banken das Geld nicht wieder im Ausland investieren.



    Leider muss ich Ihnen auch hier widersprechen. Ich weiß nicht, ob HWS es wirklich nicht besser weiß. Aber eins steht fest: Er wird nicht nachlassen, die neue Sau durch's Dorf zu treiben. Und zwar hat er sein eigenes Wohl damit im Sinn. Ich kenne niemanden aus der Zunft, dessen Prognosen und Analysen so tadsicher daneben lagen, wie bei ihm. Nur will er davon hinterher immer nichts wissen. Ein echter Polit-Darsteller eben.
    Schon mal darüber nachgedacht, wie diese exorbitant hohen Summen in so kurzer Zeit bei deutschen (und holländischen) Banken gelandet sind? Daß sie nicht wieder investiert wurden, ist doch schon der zweite Schritt. Wem sind Sie denn auf den Leim gegangen
  5. #104

    Widerspruch

    Zitat von peter234 Beitrag anzeigen
    1)Es steht Ihnen natürlich frei zu glauben was Sie wollen, aber ich möchte dann doch einwenden, das Zentralbankgeld (was übrigens dasselbe ist wie eine Forderung gegen die Zentralbank) erst einen realen Wert hat, wenn etwas mit realem Wert dafür geliefert wird, oder man sicher sein kann, dass eines Tages etwas mit Wert dafür geliefert wird.
    Es ist schon sehr optimistisch zu glauben, dass diese Forderungen jemals in realen Werten eingefordert werden können.

    2) Auf die ad hominem Attacke gegen Herrn Prof. Dr. Sinn möchte ich nicht näher eingehen.
    Nein, es ist ein Gegenwert geliefert worden, denn der Exporteur ist ja mit griechischen Euros bezahlt worden. Das Problem ist nicht, dass eine griechische Partei direkt einer deutschen Partei noch etwas schulden würde. Das Problem ist, dass der Export mit Schrottgeld bezahlt wurde, Geld, dass aufgrund unzureichenden Sicherheiten geschöpft wurde.

    Platzen diese Sicherheiten, dann sinkt der Wert des Euros noch mehr als es ohnehin durch diese Zentralbankkreditvergaben verursacht wird.

    Und die Griechen besitzen dadurch einen höheren Anteil an Euros als ihnen eigentlich aufgrund von echten Sachwerten zustehen würde - und können sich dafür dann schöne Sachen in Deutschland kaufen.

    Alex
  6. #105

    .

    Die GIPS-Staaten sind extrem verschuldet bei Deutschland, das Geld müssen wir wohl zum großen Teil abschreiben.

    Da kommt dann die übliche Botschaft von Münchau: Vergemeinschaftung der Schulden der GIPS-Staaten, für die GIPS Staaten, vor allem natürlich für die Finanzindustrie (!!), eine tolle Lösung, für Deutschland, seine Kinder und Enkel eine absolute finanzielle Katastrophe. Dann haften die Steuerzahler in Deutschland ohne Wenn und Aber. Das Geld ist natürlich ebenfalls verloren, nur in sehr viel höherem Umfang

    Logisch, dass dann Deutschland auch einheitliche Renten in Europa finanziert. Was das für die Rentner in D bedeutet, kann man nur erahnen.

    Sollten Politiker dies fordern, würde ich sie schon als kriminell einstufen.
    Für Münchau geht es letztlich nur um die Sanierung und Absicherung der Finanzindustrie, ausschließlich zulasten der Bürger dieses Landes.
  7. #106

    .

    Zitat von eumel2 Beitrag anzeigen
    Hier ist viel zu viel Bild-Niveau unterwegs...
    Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen

    Zitat von eumel2 Beitrag anzeigen
    Tatsächlich sind zwei gleichzeitig laufende Effekte wünschenswert: Stärkung des deutschen Binnenmarktes und Ausweitung ausländischer Exporte. Nur so kann eine Gesundung auf europäischer Ebene langfristig erfolgen.
    Durchaus richtig, massive Lohnerhöhungen und deutliche Erhöhung der
    Staatsverschuldung sind wohl vernünftige Lösungen, besser als für den Rest Europas zu Dumpinglöhnen zu malochen und Europa mit billigen deutschen Waren zu versorgen, die wir dann auch noch selbst bezahlen. Die GIPS-Länder müssen für ihren Wohlstand selbst arbeiten und ihn nicht importieren.

    Dass damit aber eine Gesundung auf europäischer Ebene gelingt, ist doch eine ziemlich einfältige Annahme. Europa ist kein geschlossener Wirtschaftsraum. Griechenland wird keine Olive mehr exportieren und keinen einzigen Arbeitsplatz mehr schaffen, wenn die internationale Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands sinkt. Davon profitiert nicht Europa, im Gegenteil, es wird Europa weiter runterziehen. Davon profitiert neben den Bürgern dieses Landes, die dann nicht mehr für das Ausland malochen müssen, vor allem Asien und Amerika

    Die richtige Lösung wäre allerdings, die Missgeburt Euro endlich in der jetzigen Form zu beerdigen. Der Euro ist die Ursache der Krise. Mit allen Maßnahmen kann man die systemischen Grundfehler des Euro nicht beseitigen, Euro bedeutet Krise ohne Aussicht auf Ende.
  8. #107

    Wer rettet die Retter?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die von Hans-Werner Sinn losgetretene Debatte über Target-2-Salden muss vom Kopf auf die Füße gestellt werden. Die Schlussfolgerung aus den gigantischen verdeckten Schulden der Währungsunion lautet: mehr Europa, nicht weniger Europa.

    S.P.O.N. - Die Spur des Geldes: So macht es Sinn - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Die Gedanken über Marx und Target 2 zur europäischen Fiskalunion, habe ich gerne gelesen.

    Nun, Target 2 ist zur Zeit eine halbe Billionen Euro virtuelles Kapital. Warum eine Abschreibung katastrophale Folgen haben sollte, erschließt sich mir nach wie vor nicht. Gibt es Inflationsgefahren? Wohl kaum, denn da spielen andere Faktoren anscheinend eine größere Rolle (z.B. die Geldmenge), was ja bei der britischen Geldpolitik zu sehen ist.

    Was mich viel eher beschäöftigt, ist die Frage, ob die Finanzspritzen der Notenbank an die Geschäftsbanken aktuell nicht 2007ff die Staaten von einer Rettungpficht befreit hätten und so die Hauptverantwortung der Lösung der Finanzkrise bei Noten- und Geschäftsbanken, den Verursachern, belassen hätte. Warum war das eigentlich damals keine Alternative, dass die Notenbank die faulen Papiere der Banken irgendwie noch als Sicherheit akzeptierten, anstatt das 3 Jahre später bei den Staaten zu praktizieren? Hat die Finanz- und Geldpolitik nicht auch bei der Bewältigung der Krise versagt?
  9. #108

    Wo ist Beh.... Target 1 ?

    Zitat von Spiegelkritikus Beitrag anzeigen
    Es ist nachgerade grotesk, dass es eingehender Forschungen eines Prof. Sinn und seines Instituts bedarf, um die Auswirkungen eines Mechanismus - Target2 - zu entdecken und zu verstehen, den vor Jahren sog. Wirtschaftsexprten installiert haben! Dass unsere Politiker dabei erst recht keinen Durchblick haben, dürfte klar sein und verheisst nichts Gutes.
    ...
    Prof. Sinn hat völlig recht, wenn er weitgehend wertlose Anleihen etc. als Sicherheit für Forderungen verwirft (bisheriger Usus) und stattdessen auf reale, einlösbare Sicherheiten pocht. Die bisher aufgelaufenen Forderungen muss Deutschland zum grossen Teil abschreiben, da führt kein Weg dran vorbei. Nie und nimmer können die Schuldenstaaten sie begleichen.
    Ist das in die Hose gegangen und hat das ZIEL nicht erreicht??
    Vielleicht kommt bald TARGET 3, 4, 5, usw.
    Ich versteh ueberhaupt nichts mehr.
    Ich SOLL HABEN, HABE aber SOLL. Hab ich mal in der Schule gelernt.
    Damals spielten die Politiker noch nicht MONOPOLY!!
  10. #109

    ...

    Zitat von ak-73 Beitrag anzeigen
    War das Ganze ein gutes oder schlechtes Geschäft für die Banken? Ich meine: nicht so dolle. Den Banken wäre es lieber gewesen, wenn europäische Staatsanleihen unantastbar geblieben wären.

    Warum ist denn da unten jetzt so eine Rezession? Weill Merkel die Griechen zwingtr nicht mehr über ihre Verhältnisse zu leben, dh. was wir sehen ist eine griechische Anpassung an die Verhältnisse, die sie schon seit *Jahren* ihrer Leistungsfähigkeit hätten haben müssen.

    Von Sparen kann in GR *keine Rede* sein. Wenn Renten gekürzt werden, dann ist das *im besten Falle* nicht Sparen des griechischen Staates, sondern das Ende von Rentenzahlungen auf Kosten anderer. Realistischer: die Reguktion der Kosten für die anderen, denn Griechenland wird ja immer noch unterstützt.

    Es ist für Griechenland so schwer, weil man von oben herabstürzt. Wenn man immer so arm gewesen wären, dann wäre der Aufschrei viel kleiner.

    Alex

    Was meinen Sie mit "wenn die Staatsanleihen" unantastbar geblieben wären? Die Banken sind Gläubiger eines insolventen Schuldners. Sie haben schlecht gewirtschaftet und profitieren von den Rettungsmassnahmen der Staaten.








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