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S.P.O.N. - Die Mensch-Maschine: "Wer nicht meiner Meinung ist, muss dumm sein"

Die deutsche Internet-Szene überschüttet die "ahnungslosen Offliner" regelmäßig mit Spott, Häme und Verachtung. Das darf nicht sein, findet Sascha Lobo - und beginnt mit der Kritik*bei sich selbst.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...769717,00.html
  1. #1

    Meinungsmonopol

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die deutsche Internet-Szene überschüttet die "ahnungslosen Offliner" regelmäßig mit Spott, Häme und Verachtung. Das darf nicht sein, findet Sascha Lobo - und beginnt mit der Kritik*bei sich selbst.

    http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...769717,00.html
    Das trifft nicht nur für die Internet-Szene zu, sondern für alle Mainstream-Medien. Auch den Spiegel.
    Wer nicht politisch korrekt ist, z. B. nicht an den menschgemachten Klimawandel und das Gute in der EU glaubt, oder daran, dass Deutschland sowieso Schuld an allem ist, wird ja auch als dumpf abgestempelt.
  2. #2

    Schöner Text...

    ...finde ich.
  3. #3

    Danke...

    ... Herr Lobo. Ein wahres Wort zur rechten Zeit. Nirgends so viele Klugscheißer wie in Internetforen. Und nirgends so viel ungedecktes Selbstbewusstsein.
  4. #4

    Höchst Menschlich

    Das Bedürfnis nach Abgrenzung ist ein höchst menschlicher Mechanismus und hat mit der "Internet-Szene" rein gar nichts zu tun.

    In dem man sich bzw. seine Gruppe von den "Anderen" abgrenzt, definiert man sich überhaupt erst selbst. So funktioniert nun einmal das soziale Wesen Mensch, egal ob im Fussballverein, einer Clique oder als Mensch einer bestimmten Nation oder Kultur.

    Auffällig ist dabei auch, dass diese Abgrenzung immer am lautesten von denen vorgenommen wird, die es am meisten nötig haben. Die grösste Aggressivität gegen "Einwanderer" hat zb die Schicht direkt darüber, weil dort die Angst am Grössten ist sozial abzustürzen.

    Wer selbstbewusst und optimistisch in sich ruht, hat diese Abgrenzung weniger nötig. Das herabwürdigen von Menschen die nicht Online sind, ist daher auch im Internet eher das Zeichen von Menschen die angestrengt hopsen müssen um überhaupt Beachtung zu finden. Auch bei den Hunden kläffen ja vor allem die kleinen Köter, die haben es eben nötig ;-)

    Auch mir ist das schon öfter negativ aufgestossen, gerade auch im Zusammenhang mit der Diskussion um Google Streetview war das sehr auffällig. Da spielen sich 19 Jährige auf, als ob sie die Weisheit der Welt gefressen hätten und stellen die Generation unser Eltern als Idioten dar, nur weil diese nicht mehr Online ist - dabei hat diese Generation Weltkriege und Währungskrisen mitgemacht und besitzt weit mehr Lebenserfahrung als jeder dieser "Kläffer".
  5. #5

    Und dies ausgerechnet vom Spiegel!

    Dem Mainstreammedium mit dem Über-Gutmenschengewissen, dass zufällig immer das richtige ist und wehe einer ist anderrer Meinung oder beruft sich gar auf die einfache Wahrheit!
    Primitive Propaganda, wie meist, leider!
  6. #6

    Der Ton macht die Musik...

    ... das gilt heute mehr als je zuvor.

    Diskussionen werden leider oft manipuliert, indem man sie auf die persönliche Ebene zieht, oder auf Argumente nicht eingeht, weil man meint es sowieso besser zu wissen, weil das Gegenüber ja als nicht-am-linken-Rand-Klebender per se ein Nazi ist etc.

    Das zieht sich mittlerweile durch alle Medien, physikalisch oder aus Bits und Bytes bestehend.

    Zufall? Nein.
  7. #7

    .

    "Warum ist das so? Ich weiß es nicht, aber ich habe eine Vermutung. Hochmut und Häme sind oft Anzeichen von mangelndem Selbstwertgefühl. Denn wir sind schwach."

    Korrekt, weil wir Menschen sind. Der kognitiven Dissonanz entgeht Niemand.
  8. #8

    Titel

    Zitat von Quagmyre Beitrag anzeigen
    Das trifft nicht nur für die Internet-Szene zu, sondern für alle Mainstream-Medien. Auch den Spiegel.
    Wer nicht politisch korrekt ist, z. B. nicht an den menschgemachten Klimawandel und das Gute in der EU glaubt, oder daran, dass Deutschland sowieso Schuld an allem ist, wird ja auch als dumpf abgestempelt.
    Der kleine aber feine Unterschied ist meiner Meinung nach, dass in der Internetszene sehr viel mehr Partizipation herrscht. Die Mainstream-Medien (also Fernsheen/Printmedien) werden von wenigen gemacht, welche auch noch existenzielle finanzielle Interessen haben.
    Im Grunde ist es natürlich, dass sie schreiben, was wir lesen wollen, und senden, was wir sehen wollen.
    Unbequemes ist von dort eigentlich nicht zu erwarten.

    Und gerade hier sollte sich das Internet unterscheiden, dass auch eine unpopuläre Meinung seinen Platz haben kann.
    Doch es ist eben häufig so, dass eine Meinung mit Attacken ad hominem beantwortet werden, und ein "Offliner" scheinbar ein Mensch 2ter Klasse ist.
  9. #9

    Exxon, Koch & Co.: Der organisierte Klima-Zweifel

    Zitat von Quagmyre Beitrag anzeigen
    nicht an den menschgemachten Klimawandel und das Gute in der EU glaubt
    Das mag damit zutun haben, weil man dies in Jahrhundertelanger Forscherarbeit ziemlich akkurat beurteilen kann.

    Hier eine Animation, welche darüber Auskunft gibt(Publikationen).
    http://www.skepticalscience.com/clim...ce_history.php


    Seit etwa 3 Jahrzehnten gibt es eine kleien Schar von sog. Klimaskeptikern, die gezielt dazu Falschinformationen verbreitet.

    Exxon, Koch & Co.: Der organisierte Klima-Zweifel
    Die Öl- und Kohle-Lobby unterstützt seit 20 Jahren gezielt den Zweifel am Klimawandel. Nicht nur Öl-Giganten wie ExxonMobil haben ihre Finger mit Millionen US-Dollar im Spiel. König der Förderer von Zweifler-Kampagnen, so Greenpeace, sei das eher unbekannte US-Unternehmen Koch Industries
    http://www.klimaretter.info/forschun...sierte-zweifel


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