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S.P.O.N. - Die Mensch-Maschine: Plädoyer für die Beschleunigung

... und für eine Kultur des Verpassens: Hektik, meint S.P.O.N.-Kolumnist Sascha Lobo, ist keine schlechte Sache. Man muss nur wissen, wie man sie genießen kann. Und sich dem Overload richtig entzieht.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...741682,00.html
  1. #1

    Guter Hinweis!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    ... und für eine Kultur des Verpassens:
    Das ist ein ausgezeichneter Hinweis, daher habe ich mich entschlossen, Lobos Plädoyer als Erstes zu verpassen. So entzieht man sich dem Blabla-Overload.
  2. #2

    Interessant und wichtig

    Ein wirklich interessanter und wichtiger Artikel, ich werde ihn weiterempfehlen!

    Interessant wird der individuelle Umgang mit der sich stetig erhöhenden (Galeeren-) Schlagzahl. Der Lernvorgang des Verpassen-Könnens. Den unbequemen Weg wählen, statt Totalverweigerung und Buzzword-Nachplappern (Burnout, Mobbing). Das wird schmerzhaft.
  3. #3

    Titel

    Deshalb ist Entschleunigung keine Lösung, sie kann sogar gefährlich sein, weil sie wie das lauwarme Nichtschwimmerbecken ist. Man hält es ewig darin aus, aber lernt niemals schwimmen.
    Mein Vater ist 73 und kann immer noch nicht schwimmen; wozu auch, wir sind Landsäugetiere.
  4. #4

    tja

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    ... und für eine Kultur des Verpassens: Hektik, meint S.P.O.N.-Kolumnist Sascha Lobo, ist keine schlechte Sache. Man muss nur wissen, wie man sie genießen kann. Und sich dem Overload richtig entzieht.

    http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...741682,00.html
    das funktioniert nur wenn man eine position im arbeitsleben hat, wo daher sabbeln als "arbeit" ausreicht. die leute die wirklich die arbeit machen müssen bleiben auf der strecke. und sabbel heinis gibts in unternehmen an den schlüsselpositionen immer schon viele...
  5. #5

    Akademisches Geschwafel....

    Das eigentliche Problem liegt doch nicht darin, ob man es geil findet oder nicht, zu jedem Zeitpunkt mehrere digitale Kanäle gleichzeitig zu nutzen. Das Problem ist die Verdichtung der Arbeit durch Formen der Rationalisierung und Personaleinsparung, die in vielen Unternehmen die Axt an die Wurzeln legt. Das ist keine Frage der richtigen modischen Gesinnung, für die gewisse Blogger es halten.
  6. #6

    Sprintermentalität

    Nichts gegen den einen oder anderen Sprint. Aber immer vollgas bis zur nächsten roten Ampel zu fahren, wo man dann wieder 2 Minuten warten muss, kostet nur Energie und bringt mich auch nicht schneller voran als ein entspannter pace.
  7. #7

    ... mit Verlaub,

    was für ein verschwurbelter Blödsinn, Herr Lobo.
    Kultur des Verpassens / Versäumen lernen – ahh ja.
    Die digital vernetzten, gespeicherten (vermeintlichen) Informationen setzen den Menschen einer immerwährenden, latenten Holschuld aus,
    und dies wird auch in den Unternehmen auch schön kultiviert. Ich habe keine Lust mich durch 5 Seiten RE:RE:RE:AW:AW E-Mails zu quälen, nur um meine für mich persönlich relevanten Informationen zu bekommen. Das Medium E-Mail wird durch seine Rasenprenger-Funktion auch schön zum Politik-Machen oder neudeutsch "eskalieren" missbraucht.
    Von der Newsletter und Spam-Pest gar nicht zu reden.

    Diese ständige Wir-müssen-ständig-neuen-Content generieren führt mittlerweile zu einem signifikanten Verlust an sauberer, journalitischer Rechereche.
    Viele Artikel in SPON/FAZ.net oder sueddeutsche.de wirken, als wären Sie mit der linken Hand auf 2 Eiphones nebenbei zusammengewischt.
    Grausam. Mein EIpad habe ich auch wieder verkauft. Zeitfressdaddelmaschine.

    Interessanterweise tauchen in Ihrem Artikel Vokabeln wie Qualität, Vertiefung, Prüfung nicht auf.
    Und ich glaube auch, dass Sie der Begriff Qualität gar nicht interessiert. Sie sind viel mehr ständig damit beschäftigt, sich selbst zu inszenieren.

    "bereichernde Teilnahme an der digitalen Hochgeschwindigkeitsgesellschaft " – habe ich hier was verpasst?
    Mir eröffnen sich zwar viele neue Möglichkeiten, in der Regel bringen diese neuen Möglichkeiten auch immer Nachteile und Neuinvestitionen mit sich.
    Ja Sie brauchen 16.000 kbit, ja Sie brauchen HD oder besser HD+, ach nein, am Besten gleich 3D Blu-ray, ja, das neuen Ipad hat mehr Pixel, und das neue Handy ist sowieso besser,
    ach, Sie synchronisieren Ihre Daten gar nicht auf Ihren 5 Rechnern? Haben Sie kein NAS oder wie sind Ihre Daten präsent?
    Wissen Sie, wofür man das alles braucht? Nur, um uns mit noch mehr Flash-geblinke und Live-gestramte Werbung für Produkte zu belästigen, die niemand braucht.
    Wir werden nach und nach von Besitzern zu Nutzern umgeschult (online nutzbare Software, Daten-Clouds) damit wir leichter zu steuern sind.
    Ich kann meine APPS nicht abspeichern, das macht alles Itunes für mich.
    So. :-)

    mit besten Grüßen
    (ein beruflich bedingter Eiphone-, Ex-Eipad-, AirBook-, IMac-, Itunes-. MobileMe-User, der bald nicht mehr mitmacht.)
  8. #8

    ich beziehe das jetzt mal auf die berufswelt, obwohl der artikel sicherlich nicht darauf begrenzt ist:
    warum soll fortschritt beschleunigung brauchen? fortschritt gibt es und wird es geben. wenn es ihn etwas
    langsamer gibt...wo ist das problem? oder müssen wir unbedingt in den nächsten 50 jahren ALLES
    erreichen weil danach die welt untergeht?

    ich finde wir brauchen entschleunigung!
    es gibt millionen von arbeitslosen,
    unter denen die arbeit haben sind auch nur etwa 60% vollzeitbeschäftigt (in deutschland).
    und die die vollzeit arbeiten haben teilweise sogar 50 oder 60 wochenstunden.
    ...
    absurd, oder?
    u.a. durch den im artikel gepriesenen fortschritt brauchen wir doch eigentlich garnicht so viel zu arbeiten
    um den wohlstand aller zu sichern. 4 stunden täglich und dazu eine beträchtliche entschleunigung reichen
    vollkommen aus und würden meiner meinung nach die lebensqualität erheblich steigern...und ich denke das ist
    es worauf es ankommt.

    ich bin mir aber sicher, dass die welt eher in die von herrn lobo gepriesene richtung geht und ich bin mir
    auch sicher, dass der mensch sich entsprechend anpassen wird.aber die anpassung wird millionenfach einhergehen
    mit krankheiten und im leben abgestürzten menschen (wie z.z. schon zu beobachten), gerade auch weil weil der fortschritt viel
    zu schnell voran schreitet für evolutionäre entwicklungen. viele menschen sind schon jetzt nicht mehr in der lage informationen aufzunehmen und zu verarbeiten.
    bei vielen bleibt einfach nur die tumbe fähigkeit zum konsum...was sicher zur weiteren beschleunigung beiträgt,
    denn die konsumgüter müssen ja produziert werden.

    ...gedanken von einem, der beruflich bedingt täglich hunderte seiten lesen (bzw überfliegen)muss und auch privat gerne stundenlang wikipedia artikel liest (überfliegt) und daher o.g. symptome auch bei sich feststellen kann.
    man möge mich daher entschuldigen, wenn mein kommentar etwas wirr und unzusammenhängend wirkt...das denken fällt mir sehr schwer.
    und gerade muss ich spontan an die zensurleser von spon denken...die armen...ob es ihnen wohl auch so geht wie mir?
  9. #9

    .

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    ... und für eine Kultur des Verpassens: Hektik, meint S.P.O.N.-Kolumnist Sascha Lobo, ist keine schlechte Sache. Man muss nur wissen, wie man sie genießen kann. Und sich dem Overload richtig entzieht.

    http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...741682,00.html
    Und so jemand bekommt Sendezeit und öffentliche Aufmerksamkeit. Soll Herr Lobo die Hektik ruhig genießen. Aber dann bitte nicht jammern wenn einem mit 45 die Pumpe wegfliegt und mit 52 der Schlag trifft.
    Natürlich ist etwas zu verpassen kein Makel. Dennoch dreht sich die Welt heute wesentlich schneller als noch vor ein paar Jahren und wer sich mal 2 Wochen davon verabschiedet wird merken, dass er kaum etwas vermisst hat.








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