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S.P.O.N. - Die Mensch-Maschine: Jammern hilft nicht gegen Netz-Sheriffs
Wie gefährlich ist die wachsende Macht von Google, Apple, Facebook und Amazon? Mit schöner Regelmäßigkeit erscheinen Besorgnis-Artikel über die großen vier des Netzes - in der Regel ohne Alternativvorschläge. Hier ist einer: Wir brauchen eine nichtkommerzielle digitale Öffentlichkeit.
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...848635,00.html
- #1 07.08.2012 11:30 von
Verdammt, jetzt ist es doch passiert ...
und ich finde einen Beitrag von Sascha Lobo lesenswert. Was hat in dieser Welt eigentlich noch Bestand?
- #2 07.08.2012 11:44 von
Jammern hilft nicht
Und was ist mit dme Usenet? WIMRE ist es nicht kommerziell und von den GAFA völlig unabhängig.
- #3 07.08.2012 12:02 von
Dumm und frei
Es gibt sie ja, diese völlig freien und anonymen Dienste und auch Seiten. Das Problem ist, dass die alle binnen Kürze zu Hass- und Pornoecken verkümmern.
Wir leben in einer Zeit, wo die technische Entwicklung der des Menschen weit voraus ist.
Für die völlige Freiheit, ich sag´s nicht gerne, sind die meisten Menschen einfach zu blöde. - #4 07.08.2012 12:07 von
Jetzt ist es wirklich passiert. Was fordert Sacha Lobo denn da,
soll das so eine Art realsozialistisches Tefonnetz werden ?
Da könnte man sich ja mal informieren, wie es da so mit echten "Netz-Scheriffs" aussah, die ihren "Kunden" die gelungene Quadratur des Kreises nahe brachten, oder wie auch immer man das nennen soll.
So ähnlich sieht's doch aus. Nur, was haben die genannten Firmen damit zu tun ?
Da wird doch nur wiedermal, und mir scheint sogar völlig absichtlich, Web mit Net, also "Netz" fälschlich gleich gesetzt.
Aber mit den "nichtkkommerziellen" Eigenschaften hat's ja facebook von sich aus auch schon, leicht gehässig beschrieben, oder anders gesagt, die Sache mit dem Kommerz ist dabei nicht jedem nachvollziehbar. ;)
Aktien , Kurse, Kursdaten - MSN Money - #5 07.08.2012 12:08 von
Das Herr Lobo Recht hat beweisen aktuell die beiden
Unter Zuhilfenahme der gespeicherten Daten bei Apple und Amazon haben Hacker die kompletten Daten eines amerikanischen Wired Journalisten löschen sowie sich seines digitalen Lebens bevollmächtigen können:
Auf Heise (mit Update von heute):
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Bericht-Apple-Support-ermoeglichte-iCloud-Account-Uebernahme-1660767.html?view=print
Auf Wired (vom Betroffenen selbst)
http://www.wired.com/gadgetlab/2012/08/apple-amazon-mat-honan-hacking/all/
Nun könnte man dem Journalisten vorwerfen, was er selbst bemängelt: er hätte seine Schutzmaßnahmen zu niedrig gehalten. Aber: da beißt sich die GAFA selbst in den Schwanz, denn die GAFA Konzerne wenden sich an Otto Normalverbraucher (die 99prozentige abhängige digitale Öffentlichkeit) und nicht an den 1 Prozent Techniknerds. Und aus Erfahrung (15 Jahre Apple-Administrator) weiß ich, daß sich meisten User sich auf die Werbung (und nicht die AGBs, die selbst durch Profis schwer zu erfüllen sind) und die dadurch suggerierte Sicherheit der GAFAs verlassen. - #6 07.08.2012 12:14 von
Mal wieder ...
Ich kann mich entsinnen, daß man schon vor Ewigkeiten die Forderung nach einer Alternative zu Windows aufgestellt hatte. Mit den gleichen - richtigen - Begründungen. Immerhin, und das ist ein kleines Wunder, hat Linux es sehr weit gebracht, aber iOS und Android kommen nun noch näher an den Nutzer heran, ketten ihn in vorher ungekannter Weise an App-Shop und Großkonzern. Im Fall von Android ist der schlechte Scherz ja auch noch, daß ausgerechnet Linux zugrunde gelegt wurde und dennoch ein unfreies System entstand.
Natürlich wären ein soziales Netzwerk und eine Internetsuche in den Händen der Verbraucher eine tolle Sache. Am besten auf Basis eines Peer-to-Peer-Netzwerks, aber Leitartikel werden nicht dazu führen, daß sowas kommt. Dazu braucht es einen Ansatz wie bei Linux.
Ach ja - Mozilla hängt ja am Tropf von Google ... - #7 07.08.2012 12:16 von
Man könnte dem Journalisten und den meisten anderen auch vorwerfen das sie für ein bisschen Bequemlichkeit auf Alternativen verzichten. Weder muss ich bei Amazon bestellen noch muss ich ein iphone haben oder google benutzen.
Ja - die Bestellung dauert vlt. 2 Tage länger und ich blättere etwas länger in den Suchergebnissen aber die Zeit spare ich beim nicht meckern halt ein :) Es ist doch so das viele die meckern diese und andere Dienste trotzdem benutzen.
Ist halt bequem, im Forum meckern ist auch bequem. Ergänzt sich also bestens.
Daran scheitert es. Der Markt kann nur regeln wenn der Marktteilnehmer die Alternativen auch benutzt. Tut er dies nicht hilft auch keine wie auch immer geartete Zwangsbeglückung. - #8 07.08.2012 12:18 von
Ich gehoere einer Generation an,die noch nicht mit dem Computer gross wurde.Somit ist viel des Vokabulars ,das sich mit dieser Technik verbindet fuer mich Chinesisch.Dennoch lese ich Sacha Lobos Artikel.Diesen heute,habe ich wohl verstanden.Denke aber,da es im Interesse ist,den Buerger glaesern zu machen,wird alles so bleiben wie es ist.Ich nutze meine mail Adresse seit Beginn des Jahres nicht mehr.Zum einen,weil offensichtlich nach dem Erhalt oder nach dem Senden,ich mit Werbung bedacht werde,die mit dem Inhalt meiner mail korrespondiert.Zum anderen,weil in Portugal seit Beginn des Jahres alle mail Adressen verpflichtend dem Finanzamt angegeben werden mussten. Nun noch eine Frage:Im Artikel wird "Orwells""1984 erwaehnt.Im Forum geschieht dies auch.Nach meinen Informationen ist dieses Buch keine Fiktion.Der Inhalt des Buches bezieht sich auf das Jahr 1948,um die Publikation zu ermoeglichen wurden die Zahlen vertauscht in 1984?
- #9 07.08.2012 12:26 von
alles richtig aber..
Schöner Artikel. Was fehlt sind die Gründe für die Entwicklung: Die Benutzer selbst mit ihrer Faulheit und ihrem Drang nach Neu-Hippem - egal ob nützlich oder nicht.
All das haben sich die Konzerne einfach zu Nutze gemacht. Und genau deshalb werden alle Aufrufe zu schöner neuer Netzkultur ins Leere laufen: Die Leute raffens nicht und wollen das auch gar nicht.
Oder glaubt jemand, dass sich die Leutchen freiwillig wieder von Amazon lösen und in die Stadt gehen um ihren Kram zu besorgen? Oder dass die 950Mio Fbucher so schnell damit aufhören? Bei näherem Nachdenken könnte ja sogar rauskommen, welchem Schabernack man da seit Jahren seine Zeit geopfert hat.
Eine "nichtkommerzielle digitale Öffentlichkeit" würde in der Breite viel mehr Denken erfordern - und das hat bei noch keiner Thematik funktioniert. Und bei der Twittergeneration wird es das erst recht nicht.
Im Übrigen basteln ja inzwischen fast alle an der Voll-Kommerzialisierung des Netzes. Das geht so wenig zurückzuschrauben, wie die Milch wieder aus dem Kaffee rauszuholen. Der Zug ist ab.
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