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S.P.O.N. - Die Mensch-Maschine: Ein Archiv des Grauens

Es wird ekelhaft: Durch das Web wird immer mehr Kommunikation öffentlich - Skandale in Regierungen und Unternehmen werden so schneller für alle sichtbar. Wir müssen lernen, mit dieser neuen Transparenz umzugehen.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...841056,00.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es wird ekelhaft: Durch das Web wird immer mehr Kommunikation öffentlich - Skandale in Regierungen und Unternehmen werden so schneller für alle sichtbar. Wir müssen lernen, mit dieser neuen Transparenz umzugehen.

    Internet: Das ewige Gedächtnis - SPIEGEL ONLINE
    Vielleicht müssen wir alle auch lernen, dass auch in den Spitzen von Wirtschaft und Politik nur Menschen sitzen, die eben Fehler machen.

    Der überlegene Glanz der Hierarchie, den die Elite umgibt, geht verloren, wenn man täglich sieht, dass das auch nur kleine Würstchen sind. Da verschwinden Barrieren, die früher undurchdringlich waren.

    Wobei man sich dann auch fragen kann: "Wenn die denn auch alle keine Ahnung haben, warum bekommen die dann so viel Geld dafür?"
  2. #2

    full ack!

    David Brin hat da so recht, mit seiner transparent society. Schade nur das Schneier meint, das sie nicht funktioniert. Angesichts seiner Meriten muss man ihn wohl ernst nehmen. Ich frage mich was wohl ein Kryptoexperte sagen würde der nicht ganz so kontrollaversiv und privacyfanatisch ist. Ich finde die Leichen im Keller des Individuums und von ganzen Gesellschaften viel schlimmer als die Bedrohung durch Kontrolle von oben...
  3. #3

    Aus der Geschichte lernen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es wird ekelhaft: Durch das Web wird immer mehr Kommunikation öffentlich - Skandale in Regierungen und Unternehmen werden so schneller für alle sichtbar. Wir müssen lernen, mit dieser neuen Transparenz umzugehen.

    Internet: Das ewige Gedächtnis - SPIEGEL ONLINE
    Ja, es klappt ganz gut. Wenn man die Foren hier durchliest, stellt man fest, dass viele historische Fakten des 19. und 20. Jahrhunderts den Foristen durchaus präsent sind. Trotzdem gibt es immer noch viele, die keine Ahnung haben und Wikipedia nicht wahrhaben wollen. Und deshalb machen sich andere Foristen die Mühe, selbst geläufigste Fakten noch einmal sorgfältig zu referieren. Das ungeheure Faktenmeer ist ein toller Tummelplatz, aber Wirkung entsteht erst, wenn gute Fischer die richtigen Fakten zum richtigen Zeitpunkt heranziehen.
  4. #4

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es wird ekelhaft: Durch das Web wird immer mehr Kommunikation öffentlich - Skandale in Regierungen und Unternehmen werden so schneller für alle sichtbar. Wir müssen lernen, mit dieser neuen Transparenz umzugehen.

    Internet: Das ewige Gedächtnis - SPIEGEL ONLINE

    wir gehen doch schon damit um - Assange wird mit einer hetzkampagne überflutet, durch gekaufte Cops in Schweden versucht dingfest zu machen um am Ende in die USA ausgeliefert zu werden, wo ihm per gesetzt die Todesstrafe droht, genauso wie Bradley Manning.

    nuffsaid.
  5. #5

    Audacter calumniare, semper aliquid haeret.

    Da dürfte wohl eher das Problem liegen.
  6. #6

    Eben

    Zitat von chhs Beitrag anzeigen
    Da dürfte wohl eher das Problem liegen.
    Nur keck verleumdet, etwas bleibt immer hängen.
  7. #7

    Das Grauen ist ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es wird ekelhaft: Durch das Web wird immer mehr Kommunikation öffentlich - Skandale in Regierungen und Unternehmen werden so schneller für alle sichtbar. Wir müssen lernen, mit dieser neuen Transparenz umzugehen.

    Internet: Das ewige Gedächtnis - SPIEGEL ONLINE
    ... die Belanglosigkeit der Skandale. Mit dem Skandal-Shitstorm der taeglich ueber das Internet hereinbricht ist doch das unmoralische Handeln zum alltaeglichen Verkommen. Jeder ist Experte und kann zwischen Dichtung und absoluter Wahrheit anhand des Urban-Knowledge Tools Wikipedia unterscheiden.

    Sorry aber wir sind eine Generation der sesselpupsenden, noergelnden, zynischen hedonistischen Nichtstuern und Besserwissern, deren Weltverbesserung im Posten von geistigen Erguessen kulminiert die kaum einer ausser den ueblichen Forenverdaechtigen zur Kenntnis nimmt.
    Ausnahmen bestaetigen die Regel.
    Der Like Button wird zum Protest Fanal. Follower werden zu Unterstuetzern verklaert.

    Einzig...
    ...
    ...

    an Taten in der anlogen Welt mangelt es.
    Vor lauter klein-klein und Micromanagement verlieren wir oft den Blick fiuers Grosse und Ganze. Wo soll denn unsere Reise hingehen? Fahren auf Sicht und Extreme-Fingerpointing sind Sportarten die nicht zielfuehrend sind.

    Fuer mich ist klar das mit der Zunahme an Informationen wird deren Deutung und Einordnung in relevante und nicht relevante Faktoren besser lernen muessen.

    Das Grauen ist Mangel an Relevanz. Und Relevanz entsteht immer aus dem Zusammenhang.
  8. #8

    öhm

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es wird ekelhaft: Durch das Web wird immer mehr Kommunikation öffentlich - Skandale in Regierungen und Unternehmen werden so schneller für alle sichtbar. Wir müssen lernen, mit dieser neuen Transparenz umzugehen.

    Internet: Das ewige Gedächtnis - SPIEGEL ONLINE
    Fast wie in jeder menschlichen Beziehung. Je mehr Ehrlichkeit, desto besser können alle Beteiligten etwas machen. Die Entzauberung der "Oberen" führt doch dazu, das die "Unteren" mal nachdenken müssen was passiert. Wie wunderbar.
  9. #9

    Wir brauchen keine Meinungsmonopole

    Wenn wir die Vergangenheit betrachten, dann finden wir da immer Unmoralisches, Böses und Dummes und weil wir in der Gegenwart leben, glauben wir, dass diese Dummheiten Vergangenheit seien. Aber die Gegenwart wird auch einmal zu Vergangenheit werden.
    Ein Elend ist das sich ewig wiederholende Spiel der Boshaftigkeiten und der Dummheit, in der Vergangenheit auch durch das Vergessen ermöglicht.
    Da wählt man 10 Jahre lang die gleiche Partei, bis man die Politik durchschaut und ihrer sogleich überdrüssig geworden ist. Die nächste Generation ist noch nicht soweit und wählt auch wieder diese Partei, bis sie auch erkennt.
    Das Nicht-Wissen hält die immer gleiche Maschinerie am laufen.
    Entweder das Nicht-Wissen des Vergessens oder das des noch nicht Erkannten.

    Wir bräuchten eine andere Politik und andere Politiker.
    Die gibt es aber nicht, weil die Politiker, weil die Medien etc. die Meinung kontrollieren und kein Interesse an einer Änderung haben.

    Das Internet destabilisiert, weil es das Elend so offensichtlich macht und nicht vergisst.

    Man kann dem Spiegel nicht zum Vorwurf machen, dass er einem die Realität zeigt.

    Wir brauchen keine Meinungsmonopole mit Deutungshoheit, sondern die Fähigkeit uns selbst eine Meinung bilden zu können, auch wenn man sich mit einer Menge an Informationen beschäftigen muss.








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