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S.P.O.N. - Die Mensch-Maschine: Dreh um, Google

Wird aus dem Konzern der immer Guten ein Mobilfunk-Microsoft? Die Übernahme von Motorola durch Google deutet ganz darauf hin, findet Sascha Lobo, der sich wundert, wie unisono die Partner des Internetkonzerns jubilieren.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...780578,00.html
  1. #60

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    Zitat von softeis7
    OMG. Was wollen Sie denn bitte mit dem iPad ausdrucken? Das Internet?
    Mmmh, mal überlegen... iWork-Dokumente (man kann doch mit dem Ding schreiben)? PDFs? Fotos? Und tatsächlich: das Internet (zumindest Teile von Websites)?
    Die Rede war von absichtlicher Funktionsbeschränkung, und das ist angesichts der Verbreitung von USB ja wohl kaum von der Hand zu weisen. Ob man's im iPad wirklich braucht oder zumindest haben will, ist natürlich eine andere Frage.
  2. #61

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    "Na ja, Apple hat ja nun das Smartphone nicht erfunden."

    Google hat weder die Suchmaschine, noch kontextbasierte Werbung erfunden, den dicken Reibach machen sie damit aber dennoch, wie schon viele andere, die Ideen abgekupfert und zusammengeführt haben. Ein Rockefeller hat auch das Ölbohren und -raffinieren nicht erfunden, aber um reichster Mensch der bislang gelebt hat zu werden, hat es dennoch gelangt.
  3. #62

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    Zitat von hman2 Beitrag anzeigen
    Das iPhone ist nichts weiter als eine Verbesserung von einigen bereits viele Jahre zuvor entwickelten Konzepten.
    Das ist eine sinnlose Aussage, weil man das aus bestimmten Blickwinkeln über praktisch alle Neuerungen sagen kann, die zu umwälzenden Einschnitten geführt haben.

    Und daß das mit dem iPhone der Fall war, ist völlig offensichtlich. Schlagartig mit dem Erscheinen des iPhone wurde industrieweit der Kurs radikal geändert: Bei allen Herstellern sind die alten stiftbedienten, resistiven Touch-Displays praktisch verschwunden und durchweg durch direkt fingerbedienbare kapazitive ersetzt worden. Auch die rein tastaturbedienten Systeme wurden zum Auslaufmodell, von dem nur noch letzte Reste im Einfachst-Bereich und bei RIM vorhanden sind.

    Anstatt stark durch die Provider gefiltertem Krüppel-Internet (erinnert sich noch jemand an WAP und Konsorten?) und ausschließlich SMS ist der geforderte Standard exakt seit dem iPhone das volle, ungefilterte Web und voller eMail-Zugriff nicht mehr in horrend teuren Kilobyte(!)-Häppchen, sondern ordentlichen Internet-Flatrates. Und dazu leicht nutzbare und preisgünstige Zusatz-Apps.

    Und das ganze flüssig bedienbar und in allen Funktionen auch von Laien ohne Frickel-Orgien bedienbar, was zuvor bei den damals wirklich nur so genannten "Smartphones" ein einziger Horror war.

    Was Ihnen offensichtlich genausowenig klar ist wie es vor 2007 bei den anderen Geräteherstellern der Fall war, ist, daß es notwendig und vor allem auch sinnvoll ist, hohen Aufwand in die Entwicklung einer leicht bedienbaren Oberfläche zu stecken, die vielleicht im Prospekt weniger Spiegelstriche ergibt als stumpfes Aufhäufen von immer mehr effektiv unbrauchbaren theoretischen Möglichkeiten, dafür aber für den tatsächlichen Benutzer einen wesentlich größeren Nutzen.

    Beispiel: Apple hat in Mac OS X jahrelang die GPU-Beschleunigung für die dortige grafische Oberfläche weiterentwickelt und diese Erfahrung dann auch sofort beim iPhone umgesetzt. Das butterweiche, physikalisch intuitive Scrollen und die interaktiven Animationen der Oberfläche, die dem Benutzer Hinweise über die Funktionalität geben, waren nur so möglich. Es ist kein Wunder, daß das viel primitivere Android, dem die native OpenGL-Einbettung der Oberflächen-Mechanismen von iOS fehlt, bis heute nur unter großen Schwierigkeiten versucht, dem auch nur halbwegs nahezukommen (und dabei immer noch ruckelig bleibt und dabei enorme Mengen an kostbarem Akku-Strom verschwendet, weshalb die Animationen dort auch abschaltbar gemacht werden mußten).

    Ich weiß, daß viele Bastler über solche ergonomischen Details die Nase rümpfen, aber deshalb kommen ebenselbige Bastler unter den Herstellern inzwischen auch kaum noch auf einen grünen Zweig: Es lohnt sich, den Aufwand für wirklich benutzerfreundliche Bedienung zu betreiben, und das tut außer Apple eigentlich keiner der Hersteller auch nur mit annähernder Intensität.
  4. #63

    3

    es bis heute der Konkurrenz meilenweit hinterher. Man kann den Akku nicht wechseln, man kann nicht jede gewünschte Software verwenden ohne einen "Gefängnisausbruch", man darf bestimmte Dinge nicht anfassen etc.[/QUOTE]
    Sie verwechseln "Basteln" mit "Benutzen". Übrigens ist der Akku bei allen Apple-Geräten sehr wohl wechselbar. Nach meiner Erfahrung ist der in etwa nach 4 Jahren intensiver Benutzung fällig. Wenn man das Gerät dann immer noch weiter benutzen will, tauscht man den Akku halt oder läßt es machen – und hat dafür in der gesamten restlichen Zeit Ruhe vor abspringenden Akku-Deckeln, abbrechenden Haltenasen, knarzenden und knirschenden Gehäusen, Wackelkontakten und anderem "Spaß".

    Ich finde es wirklich witzig, daß manche Leute sich derart in solche Punkte verbeißen, ohne sich wirklich mal ganz praktisch damit auseinanderzusetzen.
    Zitat von hman2 Beitrag anzeigen
    Obwohl gerade auf Geschäftsführungsebene beliebt gibt es bis heute keine konkurrenzfähige Enterprise-Einbindung, das Securitymodell ist -sagen wir- verbesserungsfähig.
    Dann haben Sie nicht viel Ahnung davon.

    So ziemlich die einzige Alternative in diesem Bereich wären die Blackberries, und denen fehlen inzwischen eine ganze Reihe von Sicherheitsmechanismen, die bei Apple inzwischen aufgerüstet wurden (neben der Hardware-Geräteverschlüsselung, verschlüsselten Kommunikation noch etliche zusätzliche Betriebssystem-Absicherungen, die in RIMs viel altmodischerem und einfacherem System nicht vorhanden sind).

    Was Sie vielleicht meinen, sind die bekanntgewordenen Bugs in Apples Implementierung, die unter bestimmten Umständen zum Umgehen von Teilen des tatsächlich sehr wohl hochwertigen Sicherheitskonzepts ausgenutzt werden können. Nur gibt es Hinweise, daß das bei Blackberries ebenfalls möglich ist; Hier gibt es aber vor allem weniger allgemeines Interesse an solchen Hacks, aber das Konzept hat seine eigenen Schwächen (siehe unterdessen bekanntgewordene RIM-Server-Exploits).

    Offenbar seit dem iPad2 hat Apple den aktuell noch bekannten Bug aber auch wieder gefixt, womit ein Angriff auf das iPad2 und voraussichtlich alle neueren Geräte auf dem früher noch möglichen Weg blockiert sein dürfte.

    Android entfällt in diesem Bereich komplett. Da fehlt alleine schon das grundlegende Sicherheitskonzept, während das von Apple ziemlich ausgefeilt und solide ist.

    Zitat von hman2 Beitrag anzeigen
    Das iPhone hätte - so wie es ist - niemals Erfolg gehabt ohne die Tatsache, dass es von Apple kommt. _Das_ war der wichtigste Erfolgsfaktor.
    Unsinn. Wenn das so wäre, wäre auch der Mac Cube ein Renner gewesen.

    Auf diese alte Leier fallen manche Leute immer wieder zurück, wenn sie einfach nicht verstehen, daß Apple tatsächlich hohen Aufwand treibt, um den ganz konkreten Alltagsnutzen ihrer Produkte zu steigern, während die meisten Konkurrenten sich darum einfach nicht scheren und stattdessen der Illusion anhängen, es würde schon reichen, wenn die theoretische(!) Feature-Liste im Prospekt immer länger und länger wird.

    Die Kundschaft hat aber inzwischen immer weniger Lust dazu, sich von schlecht konstruierten und undurchdachten Produkten malträtieren zu lassen und läuft immer stärker zu Apple über (mangels brauchbarer Konkurrenten mit ähnlichem Fokus auf Usability).
  5. #64

    4

    Zitat von hman2 Beitrag anzeigen
    Ich finde das GUI des iPhone wirklich sehr überzeugend und gelungen, aber für mich persönlich macht das die massiven Einschränkungen nicht mal ansatzweise wett... Ich halte das iPhone _nicht_ für ein gutes, sondern für ein insgesamt nur durchschnittliches Gerät.
    Diese Meinung ist Ihnen unbenommen. Aber die meisten Leute wollen halt nicht basteln, sondern benutzen. Und das gilt sogar für mich, obwohl ich selber IT-Entwickler mit durchaus recht umfänglichen technischen Fähigkeiten bin. Ich habe einfach keinen Bock darauf, mich auch noch außerhalb meiner Kerntätigkeit mit unzureichend funktionierenden Produkten herumzuschlagen, die ich erst noch selber debuggen muß. Da will ich einfach, daß das Zeug einfach von sich aus schon ordentlich funktioniert.

    Zitat von hman2 Beitrag anzeigen
    Mit dem iPad wird's noch schlimmer: Ein Gerät zum surfen. Aber drucken kann es nicht, ausgerechnet... Kein USB-Anschluss. Drucken nur über Funk, blöderweise gibt es fast keine Drucker mit Airprint.
    Wozu brauche ich denn noch Ausdrucke, wenn ich eh schon einfach das iPad in die Hand nehmen kann, das im Format eines Schreibblocks Tonnen an herumfliegendem und einstaubendem Papier ersetzen kann?

    Zitat von hman2 Beitrag anzeigen
    Welcher Teufel hat Apple geritten ausgerechnet USB wegzulassen? An den Kosten kann's nicht gelegen haben, das ist im einstelligen Centbereich. Am Chipsatz auch nicht, jeder moderne Chipsatz hat USB. Es ist also eine absichtliche Funktionsbeschränkung...
    Welche ganz konkret in der Praxis nützliche Funktion vermissen Sie denn da, die andere Tabletts per USB haben?

    Im Übrigen kann man auch USB am iPad haben, wenn man will. Ich hatte bisher nur keinerlei Verlangen danach, also habe ich mir die Anschaffung des Zwischensteckers gespart. Guter Deal für mich.

    Zitat von hman2 Beitrag anzeigen
    Das Interessante ist, deshalb auch meine Aussage, dass das Apple-Logo hier unverzichtbar ist: Es finden sich bei jeder noch so behämmerten Einschränkung des Produkts, die sich kein anderer Hersteller erlauben könnte,
    Da machen Sie sich Illusionen.

    Als Entwickler kann ich die meisten Kompromisse ganz gut nachvollziehen und finde sie in der Regel gut gewählt. Kompromisse gibt es immer, und fast jeder Vorteil wird auf der anderen Seite mit einem Nachteil bezahlt. Es kommt darauf an, geschickt die richtigen Prioritäten zu setzen.

    Und bislang kriegt Apple das einfach besser hin als die Konkurrenz, also sind die Produkte für mich und offenbar viele Millionen anderer Kunden attraktiv und ihren Preis wert.

    Wenn Sie andere Präferenzen haben, kann ich Ihnen nur wünschen, daß sie mit den Geräten der Konkurrenz insgesamt genauso zufrieden und genauso produktiv sind.

    Aber das Hersteller-Logo hat damit so gut wie nichts zu tun, außer, daß man sich im Laufe der Zeit aus eigener Erfahrung in der Tat daran gewöhnen kann, von Apple gute Qualität und sauber funktionierende Lösungen zu erwarten.
  6. #65

    1

    Zitat von hman2 Beitrag anzeigen
    Das ist so nicht richtig. Nur weil wir heute mehr Komfort gewöhnt sind können Sie das nicht so umklassifizieren, zumal mit Motif auch eine "richtige" Oberfläche im heutigen Sinn existierte.
    Da gibt's gar nichts "umzuklassifizieren", denn X/Window ist schlicht keine GUI, sondern nur eine Grafik-Toolbox, mit der man unter anderem auch GUIs bauen kann (in vielen Fällen wurde und wird es eben auch tatsächlich gar nicht für eine richtige GUI benutzt, sondern nur als Grafiktreiber für GUI-lose Applikationen.

    Zitat von hman2 Beitrag anzeigen
    Na, dann nennen Sie mal ein paar Beispiele, die nicht schon im PARC zu finden waren.
    Das Star-System beim PARC war komplett auf Funktionstasten-Bedienung fokussiert. Die Maus war nur ein zusätzliches Bedienelement. Es gab kein wirkliches Dateisystem. Kein richtiges Fensterhandling im heutigen Sinn (Beispiel: Nach dem Verschieben eines Fensters wurde der aufgedeckte Hintergrund nicht aktualisiert).

    Das Lisa- und Macintosh-Team bei Apple hat effektiv die ganze Oberfläche selbst entwickelt, inklusive Neuigkeiten wie vollem Fensterhandling, einem grafischen File-Manager ("Finder") mit Drag&Drop, erstmalig der kompletten Desktop-Metapher, dem Doppelklick, Pull-Down-Menüs, lokalisierbaren Ressourcen und vielem mehr.

    Der Besuch beim PARC war sicher eine Inspiration, die insbesondere auch Jobs dazu brachte, sein ganzes Gewicht für diese Neuentwicklung in die Waagschale zu werfen und die eben das erste grafische, mausgesteuerte User-Interface demonstrierte. Aber Xerox war damals weit davon entfernt, eine wirklich allgemein brauchbare grafische Oberfläche zu haben. Es war eher ein bald darauf absterbender Seitenast in der Entwicklung.

    Zitat von hman2 Beitrag anzeigen
    Das kann ich nicht bestätigen.
    Nicht "bestätigen". Aha. B-)

    Und aus welcher konkreten, eigenen Erfahrung damit kommt diese sicherlich schwerwiegende Einschätzung?


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