Ein simples Stichwort kann verändern, wie Themen in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden. Solche Hashtags machen sichtbar, welche Themen der digitalen Öffentlichkeit wichtig sind. Sie sind die Straßendemos des Internets. Ein aktuelles Beispiel zeigt ihr besondere Macht.
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/s...-a-880227.html
Nichts gegen Haschtage, aber was spricht dagegen, auch mal einen Tag nüchtern zu bleiben?
Redakteure lesen es. Relevanz entsteht durch den second hand Markt. Dagegen kann man sich nicht wehren. Ausser durch klassische Medien.
@neuronensalat: Witzig, das hab ich auch grad über uns Kommentatoren hier gedacht... Bzw. über jeden, der im Internet irgendwie seine Meinung kundtut. Was fällt uns nur ein, unsere Meinung nicht nur auf das zu beschränken, was in den Zeitungen steht.
Der Hashtag #aufschrei passt natürlich auf viele verschiedene Problemfelder, wo eine breite öffentliche Diskussion vonnöten wäre. man könnte ähnlich wie beim DNS-System eine Erweiterung zur Konkretisierung hinzufügen: #aufschrei.eu-wasserverordnung, #aufschrei.Armutsrenten, #aufschrei.beamtenpensionen, #aufschrei.polit-korruption, #aufschrei.sexismus, #aufschrei.euro-desaster usw. Man kann das jeweilige Thema natürlich weiter untergliedern.
Wenn das Schule macht, möchte ich natürlich als der Erfinder in die digitalen Annalen eingehen.
lach, dieser Kommentar hatte eine befreiende Wirkung auf mich. Der Artikel ist so stringend geschrieben, so ohne Ausweg und zweite Möglichkeit, dass ich schon ernsthaft glaubte, mich mit Hashtags und viel schlimmer noch mit Twitter auseinander setzen zu müssen. Letzteres kenne ich nur vom Hören-Sagen.
Aber wenn nicht Twitter an sich nur ein Hype ist, sind nicht die Hashtags auf jeden Fall Hypes, die nach ein paar Wochen wieder sang und klanglos verschwinden? Und bei denen man sich eines Tages schämt, mitgemacht zu haben?
Ich warte lieber noch 5 Jahre, mal sehen ob dann von Twitter und Facebook noch geredet wird. Don't Believe the Hype!
Das "Gezwitscher" wird völlig überbewertet. Ob ein Fußballergebnis, ein Fernsehspot oder eben ein Satz an der Hotelbar. Heute zigtausend klicks, morgen wieder vergessen. Das Twitter-Gezwitscher verdient jedenfalls den Vergleich mit der Strasse auf keinen Fall.
Anonym, spontan aus irgendwelchen Lebenssituationen, dahingezwitscherte 140 Zeichen Texte sind jedenfalls kein Indikator für irgendwelche gesellschaftlichen Veränderungen. Heute zwitschern Zigtausend, in drei wochen sind soviele neue Haschischtage vorbeigeschwommen, daß man sich an einen Einzelnen garnicht mehr erinnert.