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S.P.O.N. - Die Mensch-Maschine: Die Angst vor dem Volk im Netz

Die Piraten erobern die Landtage und FDP-Generalsekretär Patrick Döring hat Angst vor der "Tyrannei der Masse". Der verunglückte Kommentar zum Wahlerfolg der Konkurrenten ist entlarvend: Die Politik muss sich daran gewöhnen, dass das Volk mitreden will - und zwar nicht nur alle vier Jahre.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...823842,00.html
  1. #260

    Demo... was?

    Ich stimme damit überein, dass die etablierten "bürgerlichen" Parteien sich warm anziehen müssen, wenn sie mit wirklicher Demokratie konfrontiert werden, da sie diesbezüglich absolut keine Ahnung haben.

    Was mich stört in dem Artikel ist, dass behauptet wird, wir würden in einer Demokratie (Volksherrschaft) leben. Das ist natürlich Unsinn. Die DDR nannte sich auch demokratisch und war in Wirklichkeit eine Diktatur. Heute leben wir in einer Parteiendiktatur, die auf die Meinung des Volkes pfeift, es sei denn, es stehen Wahlen an. Dann verspricht man mal etwas, was man dann aber schnell wieder vergisst, wenn man an der Macht ist. Mit Demokratie hat das Kreuzchenmachen alle vier Jahre nichts zu tun.

    Mein Vorschlag für eine bessere Auslese der Volksvertreter:

    Alle Möchtegern-Mandatsträger müssen sich fünf Tests unterziehen:

    Test 1: Intelligenz
    Es muss mindestens ein IQ von 105 erreicht werden.

    Test 2: Auffassungsgabe, Lese- und Hörverständnis
    Es muss eine vorgegebene Punktzahl erreicht werden.

    Test 3: Demokratie- und Grundgesetzverständnis
    Es muss eine vorgegebene Punktzahl erreicht werden.

    Test 4: Ehrlichkeit und Integrität
    Es muss eine vorgegebene Punktzahl erreicht werden.

    Test 5: Psychische Gesundheit, Moral, Friedens- und Freiheitsverständnis
    Es muss eine vorgegebene Punktzahl erreicht werden.

    Am Ende muss eine bestimmte Gesamtpunktzahl erreicht werden, die sich durch die Addition der Punkte in den Einzeltests ergibt, aber über der Gesamtpunktzahl der Mindestwerte der Einzeltests liegt. Wer darunter liegt, kann sich nicht für ein Mandat bewerben oder aufstellen. Gleiches gilt für jeden, der bei einem der Einzeltests durchfällt.

    Beispiel: Kandidat X besteht alle Tests gerade so mit der Mindestpunktzahl, das ergibt am Ende 500 Punkte. Die benötigte Gesamtpunktzahl liegt aber darüber, z.B. 510. Somit wird sichergestellt, dass man wirklich nur hervorragende Kandidaten bekommt.

    Die über dieses Verfahren aufgestellten Kandidaten werden dann von den Medien ausführlich und unvoreingenommen vorgestellt und nach spezifischen weiteren Tests (z.B. Wirtschafts-, Sozial-, Militärkompetenz) vom Volk direkt in die Posten gewählt, also Minister, Bundeskanzler/in usw. Parteien spielen keine Rolle mehr, es zählt nur noch das Individuum. Jeder Volksvertreter ist wirklich frei und unabhängig in seinen Entscheidungen und wirklich seinem Gewissen verpflichtet.

    Die "Diät" der Volksvertreter wird nicht länger an Richtergehälter gekoppelt, sondern an den Verdienst im Öffentlichen Dienst. Arbeiten neben dem Mandat sind nur bis zu einer Stundenanzahl von 10 pro Woche erlaubt. Das sorgt dafür, dass sich nur Menschen, die wirklich Interesse an der Politik haben und mit Herzblut bei der Sache sind, für die Ämter bewerben und diese als Vollzeitjob betrachten, nicht so wie z.B. Herr Steinbrück, der das quasi nebenbei abgreift, während er das X-fache mit Vorträgen verdient. Der unsinnige Vorschlag, die Diäten der Abgeordneten zu erhöhen, damit sie nicht in Versuchung kommen, sich von Lobbyisten bestechen zu lassen, würde nur dazu führen, dass sich jede Menge geldgeile Menschen auf Posten bewerben würden. Wirkliche Demokraten und gute Volksvertreter legen nicht soviel Wert auf Geld und sind unbestechlich.

    Natürlich ist das nur eine grobe Vorstellung, die man im Detail ausarbeiten müsste, aber irgendwo muss man endlich einmal anfangen, sonst ändert sich nie etwas.
  2. #261

    wundersam

    Politik muss von engagierten, idealistischen, politisch gebildeten Menschen beeinflusst werden, nicht von Karrieristen, die im richtigen Job mit den richtigen Leuten Freundschaften geknüpft haben.
    Da war der überaus mittelmäßig gebildete und politisch desinteressierte Von Guttenberg nur ein sehr schönes Beispiel
    politisch engagierten ja, idealistischen? nein bitte mitdenkenden,
    und politisch gebildet? was ist das?

    aber nun zum Artikel: habe die letzten Tage verfolgt was in Emden war....schlimm....aber das der MOB!!!!! im Internet zu sowas aufrufen konnte?
    wenn das die "neue" Freiheit ist dann danke hat der FDPer wohl doch irgendwo recht...leider...ich denk die Piraten brauchen wir wie damals die grünen vor sehr langer Zeit aufrütteln auch die Politiker ich bin Sachse und das seit 58 Jahren....und weiß wie ....Politik muss von engagierten, idealistischen, politisch gebildeten Menschen beeinflusst werden aussehen kann ....hab es ja 36 Jahre erlebt


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