Ein Desktop und darüber viele Fenster, so stellen Betriebssysteme die digitale Welt seit Jahrzehnten dar. Diese Welt geht unter, der Browser verdrängt die Fenster-Metapher. Eine Militärtechnik aus dem Zweiten Weltkrieg könnte als Ersatz dienen.
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...847342,00.html
"Browser-Fenster"? Hallo?
Die "Fenster" sind doch eher eine Art "Leinwand", die man thematisch oder sonstwie organisieren kann und zwischen denen man hin-und herwechseln kann. Für mich kein Unterschied zu Tabs/Leisten/Plugins, was auch immer Mr. Smartphone damit meint. Und was sich in Zukunft daran praktisch ändern soll, erschliesst sich mich ebenfalls garnicht, eine praktikable Vision ist das "Radar" jedenfalls nicht, es sei denn wir wollen alle zu völlig informationsüberlasteten Fluglotsen werden.
Auch MacOS und die meisten Linux-Distributionen basieren auf "Fenstern".
Tabs sind Fenster mit dem Nachteil, daß eins zwangsläufig den ganzen Bildschirm "frißt".
Ich hab schon von sovielen Dingen die Todesanzeige gelesen: Browser ersetzt Betriebssystem. Konsole verdrängt PC, Silverlight ersetzt JavaScript, nix war wirklich der Bringer.
Nee, mit solchen Prognosen wäre ich vorsichtig ... Sascha wohl auch, sonst hätte er nicht "ohne Gewähr" drunter geschrieben
Was will mir der Autor sagen? Verstehe nur Bahnhof. Also mein C64 hatte keine Fenster oder eben nur eines. Das war so eine Art Touchscreen ohne Touch. Besonders Clever war das man auf diesem Touchscreen ohne Touch, auch Fernsehen gucken konnte. Nun ja, genau genommen war der Touchscreen ohne Touch ein Fernseher. Mäuse tummelten sich zu dieser Zeit noch nicht auf Schreibtischen - das Ungeziefer war da wo es hingehört - auf dem Acker, im Garten oder in der Speisekammer. Telefone hatten auch keine Fenster, schon aus dem Grund weil sie kein Touchscreen ohne Touch hatten. Telefone besaßen eine Wählscheibe.
Eigentlich ist der Autor ja viel zu spät auf die Welt gekommen um die Hochzeit des C64, also eines Computers mit Touchscreen ohne Touch und Fenster, miterlebt zu haben. Möglicherweise hat er aber schon mal eine Wählscheibe bedient. Tja und dieser Herr, mit den drolligen Haarschnitt, referiert über Visionäre von anno 68 als ob er selbst dabei gewesen wäre. Und irgendwie verstehe ich immer noch nicht was er mir eigentlich mitteilen will.
Zitat: "Bis sich schließlich auch der Browser selbst auflöst, weil jeder Pixel auf jedem Bildschirm ohnehin nur noch darstellt, was im Netz passiert" - war das nun von Sergej oder xkcd wird nicht ganz klar. Blödsinn ist es auf jeden Fall. Nie werden Unternehmen oder Behörden ihre Daten in der Wolke speichern, und niemand wird für eine Produktivumgebung auf isolierte Rechnerleistung (individuelle Rechner welcher Form auch immer) verzichten. Schon allein, weil "the games must go on" wenn das "Netz" mal gestört ist. Das Internet ist großartig für Medienkonsum, aber zum Arbeiten in seiner heutigen Form ungeeignet. .
Naja, Microsoft geht mit Version 8 ja einen Weg in diese Richtung. In "Windows 8" wird es keine "Fenster" im eigentlichen Sinn mehr geben. Alle "Apps" laufen nun im Vollbild.
Das mag für Tablets oder Smartphones ja ganz wunderbar und richtig sein, eben aufgrund des beschränkten Platzangebotes, aber für einen Desktop-PC meiner Meinung nach einfach komplett falsch (wobei Microsoft ja auch das "Desktop" streicht).
Für die angesprochenen Head-Up-Displays oder direkt auf die Netzhaut projezierte Umgebung (eigentlich kann ich kaum erwarten, bis sowas praktikabel und erschwinglich ist!) sind Fenster im herkömmlichen Sinn wahrscheinlich tatsächlich nicht die beste Lösung. Allerdings werden auch dort zumindest höchstwahrscheinlich Bereiche benötigt, in denen Informationen dargestellt werden können, und die sich dann auch verschieben / entfernen lassen.
Also im Prinzip dann doch wieder Fenster-Funktionalität, auch wenn es optisch anders aussehen wird.
Genannt wird es dann auch nicht mehr Fenster oder Window, ein Marketingmännchen wird schon einen passenden knackigen Namen dafür finden. Wahrscheinlich sogar mehrere, bis sich eins dann durchsetzt.
Wie man das nennt, ist doch letztlich nicht entscheidend, sondern auf die Funktionalität kommt es an. Ob ich nun mehrere klassische Programme geöffnet habe und zwischen ihnen hin und her wechsle, oder zwischen einem Programm und dem Browser wechsle, oder im Browser mehrere Tabs geöffnet habe, oder mehrere Browserfenster, egal... und ob die nun wegen der besseren Übersichtlichkeit nebeneinander oder hintereinander angeordnet oder schön in einer Leiste sortiert sind, ist Geschmackssache (Alt+TAB ist dein Freund).
Man kann seine Aufmerksamkeit eh nur auf eine Sache zur Zeit richten, egal wie schnell der Wechsel der Aufmerksamkeit auf ein anderes Objekt auch erfolgt. Insofern habe ich auch nicht wirklich verstanden, was der Autor uns sagen will. Oder geht es hier um die Verlagerung von Daten in die Cloud? Aber was hat das mit den Fenstern zu tun? Verstehe ich nicht.
Thema des Artikels am 31.7.2022: Das Ende des Desktop PC
Programm XYZ wird den Desktop PC mit seinen Fenstern ersetzen. Oder Konsole X oder Smartphone Y oder Tablet Z ...
Das mag ja alles so kommen, aber dann wird nur ein 'mangelhaftes' System durch ein anderes ersetzt.
Mir geht das allerdings zu sehr Richtung Fun und Spiele. Zum Arbeiten ist so etwas doch nicht zu gebrauchen. Ich muss nicht wissen was im Netz, im Social Network oder sonst wo passiert (bestenfalls am Rande). Ich nutze den PC fürs Arbeiten und da brauche ich klare Strukturen und keine visionären Rundflüge.