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S.P.O.N. - Die Mensch-Maschine: Da ist kein Gott im Netz

Auf Süddeutsche.de und im SPIEGEL schreiben zwei Journalisten dem Internet quasi-religiöse Eigenschaften zu - dabei ist dem Netz das Spirituelle fremd. Es ist eine von Menschen gemachte Riesenmaschine der Aufklärung. Eine notwendige Widerrede.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...836904,00.html
  1. #1

    Das Internet wurde von Katzen erfunden

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Auf Süddeutsche.de und im SPIEGEL schreiben zwei Journalisten dem Internet quasi-religiöse Eigenschaften zu - dabei ist dem Netz das Spirituelle fremd. Es ist eine von Menschen gemachte Riesenmaschine der Aufklärung. Eine notwendige Widerrede.

    Sascha Lobo: Da ist kein Gott im Netz - SPIEGEL ONLINE
    Warum sollte Gott im Internet stecken? Um sich von Viren befallen zu lassen? Jedes Kind und jeder Facebook-Fanatiker weiss doch dass das Internet von Katzen erfunden wurde:

    The Internet Is Made Of Cats - rathergood.com
  2. #2

    Religiösität = vor Wunder erstaunen

    Ein Wirkmechnismus der Religionsentstehung ist das Staunen oder Nichtverstehen. Aus Vorgängen (Blitz, Lebewesen, Existens usw.) werden Erklärungshilfen erschaffen, die eine Eigendynamik als Wahrheit entwickeln. Hartnäckige Verfechter, in der Regel unter Vorteilsnahme, nennen sich dann Priester, Propheten oder neuartig auch selbsternannte Experten. Ohne ein wissensfundament ist die Digitaltechnik ein Wunder. Da hat man eine Kiste neben oder vor sich, die auf Knopfdruck sich als wahre Quelle von Informationen und Fertigkeiten präsentiert. Wie macht die das ? Für viele Menschen heute ist dies Selbstverständlich, nicht aus Verstehen sondern aus Gewohnheit. Denen, welches beides nicht eigen ist, bleibt nur erhabenes Staunen oder Ablehnung.
    Während die Ablehnung (das führte zu einem Jugedwahnumbruch in der Arbeitswelt, nach der Digitalisierung zählten alte Arbeitserfahrungen nichts mehr) sich biologisch allmählich aussitzt, ist ein "erleuchtendes" Verstehen nicht durch die Gewöhnung gesichert. Eine Religionsinterpretation ist aber nur peinlich. Wer versteht wirklich schon wie sein Auto funktioniert ? Wer betet es deshalb an ? Ok.. Idioten gibt es immer...
  3. #3

    Tja ja, der Matussek

    Wer nicht begreift, dass Gott Menschenwerk ist und nicht umgekehrt der Mensch Gotteswerk, der vermag natürlich übeall Gott zum Thema machen, wo sich Menschen ´verrannt´ haben. Leider aber zitiert man dann auch noch seinen Unsinn...
  4. #4

    optional

    In atheistischer Weltsicht sehe ich auch Gott "von Menschen absichtlich geschaffen ist und von Menschen gestaltbar". Anders ginge es nur mit Offenbarung. Dass menschengeschaffenes Eigenleben in der Gedankenfortpflanzung entwickelt ist nicht zu verhindern (und damit Macht losgelöst vom Erschaffer). Muss ich nicht Gott nennen. Ist aber nicht schlimm.
  5. #5

    Nicht ganz korrekt

    Zitat von doytom Beitrag anzeigen
    Warum sollte Gott im Internet stecken? Um sich von Viren befallen zu lassen? Jedes Kind und jeder Facebook-Fanatiker weiss doch dass das Internet von Katzen erfunden wurde:

    The Internet Is Made Of Cats - rathergood.com
    ... laut Song ist es nicht *von*, sondern *aus* Katzen gemacht - ein katzengemachtes Internet würde sich ja auch kaum von Mäusen steuern lassen.
  6. #6

    alles ganz richtig....

    wenn man einen altertümliches gottesbild hat, und sich nie tief mit den religionen befasst hat. sogar die achso enge glaubenslehre der katholiken stellt den freien willen des menschen über das direkte eingreifen gottes (war nur im alten testament anders) - mit all den konsequenzen. was, wenn auch die renaissance ganz in gottes sinne ist? und das internet auch? es ist einfach eine quatschige diskussion, sorry dass du, sascha, dich so von ein paar eiferern bedroht fühlst... du musst ja nun nicht auch noch von theologie ne ahnung haben, oder? schuster bleib bei deneM Leisten...
  7. #7

    Entmystifizierung

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Auf Süddeutsche.de und im SPIEGEL schreiben zwei Journalisten dem Internet quasi-religiöse Eigenschaften zu - dabei ist dem Netz das Spirituelle fremd. Es ist eine von Menschen gemachte Riesenmaschine der Aufklärung. Eine notwendige Widerrede.

    Sascha Lobo: Da ist kein Gott im Netz - SPIEGEL ONLINE
    Gegen die Mystifizierung des Netzes anzuschreiben ist eine gute Sache. Aber
    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    irgendjemand ist verantwortlich, es gibt keinen Gott im Netz und damit kein Schicksal, in das man sich klaglos fügen müsste. Es herrsche also der Zweifel, der Widerspruch: das Gegenteil des Glaubens.
    1. nicht klaglos, aber fügen muss man sich meist. Nicht jeder vermagt die Multiplikatoren zu aktivieren, um etwas im Netz zu bewirken.
    2. Zweifel und Widerspruch sind nicht nur Gegenteil des Glaubens, sondern auch Nährboden für die Sehnsucht nach demselben. Religiöses Verlangen, mystische Visionen und jeglicher esoterische Unsinn sind nicht unbedingt an einen Gott gebunden.
    3. In der Irrationalität der Masse, der der Einzelne hilflos gegenüber steht, das ist die Gefahr, auch im Netz.
  8. #8

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Auf Süddeutsche.de und im SPIEGEL schreiben zwei Journalisten dem Internet quasi-religiöse Eigenschaften zu - dabei ist dem Netz das Spirituelle fremd. Es ist eine von Menschen gemachte Riesenmaschine der Aufklärung. Eine notwendige Widerrede.

    Sascha Lobo: Da ist kein Gott im Netz - SPIEGEL ONLINE
    Je mehr ich von Sascha Lobo lese, desto symphatischer wird er mir. :P
  9. #9

    Natürlich gibt es Gott im Internet. Ich habe sogar seine eMail-Adresse, die ich aber leider nicht weiterverteilen darf. Er antwortet mir auch meistens. Gestern habe ich dem Allmächtigen geschrieben: "Bitte mach das Deutschland Europameister wird" und nur 15 Millisekunden später (ein bisschen Latenz ist ja immer) bekam ich die Antwort "Kümmer dich um deinen eigenen Sch***".
    So komme ich der Erleuchtung immer näher. Solche schnellen Lebenshilfen kann mir Googlepedia jedenfalls nicht bieten.


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