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S.P.O.N. - Die Mensch-Maschine: Beschwert euch!

Da geht noch was: Das digitale Leben in Deutschland 2012 könnte so viel schöner sein, findet unser Kolumnist Sascha Lobo, wären da nicht bräsige Politiker und ängstliche Unternehmen. Abhilfe könnte eine in Verruf geratene Kulturtechnik schaffen: das beharrlich Beschweren.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...799088,00.html
  1. #20

    Ja oder Nein?

    Zitat von ballymichael Beitrag anzeigen
    Und schon wieder dieses "too long, didn't read" vom Autor.
    In meinem Fall wäre es aber
    "too long, did read, wish that I hadn't wasted my time".

    Ich kapiere es nicht. Wie kann man über interessante Themen so langatmig reden? Sollte es etwa lustig sein?

    Glücklicherweise gibt es die Piraten-Partei auf 9%. Es bleibt nur zu hoffen, dass dieser Autor sich nicht bei Denen nicht engagiert.
    Nur mal zur Klarstellung: Soll der Autor sich bei der Piratenpartei engagieren oder nicht?
  2. #21

    Piraten..

    Zitat von Fackus Beitrag anzeigen
    ...Was der Artikel mit den Ergebnissen der Piratenpartei zu tun haben soll ....
    Erschliesst sich vielleicht noch nicht mal Herrn Lobo. Als dann : Leider beschränkt sich die Schlafkrankheit nicht nur auf tropische Gebiete, sie grassiert mitten im Bundestag. Für den durchschnittlichen Abgeordneten müssen z.B. erst Schüsse in Berlin fallen, bevor er seinen Legislaturschlaf lange genug unterbricht um realistische Zinsen auf Gerichtsforderungen festzulegen.
    Und ich weis offen gestanden nicht auf welche Leute wie oft geschossen werden muss um z.B. gaunerische Rechtsverdreher davon abzuhalten eine kleine, unbedarfte Hausfrau, die eine Jeans mit Bild bei E-Bay anbietet um tausendene von Euro zu erleichtern.
    Wenn man heutzutage den Fernseher einschaltet um in einer politischen Diskussion Antworten zu bekommen, erlebt man i.d.R. wahlkämpfende Betonköpfe deren Massnahmen alternativlos sind, oder die darauf verweisen das die anderen ja noch schlimmer seien. Die theoretisch kürzeste Zeitspanne ist inzwischen ein "PoTa" (Zeitpunkt vom Erkennen einer politischen Talkshow bis zum wechseln des Kanals.)
    Und bei diesem "Haufen" dem das Schicksal der Bürger so ziemlich offensichtlich am Hintern vorbei geht, sollen wir uns auch noch beschweren? So irgendwie hinter Banken- und Eurokrise auf- und abhüpfen, winken und rufen "Hallo, wir sind auch noch da.."? Wir haben keinen Bock! Wir wollen keine Grünen denen das Schicksal und das Nistgebiet des buntgrell gestreiften Wiesenwiedehopfes näher zu liegen scheint als das der Schulkinder die mangels Umgehungsstrasse platt gefahren werden. Wir wollen keine C- Partei die eigentlich nur weiter regieren möchte, wir wollen kein S -Partei die als erste Massnahme notorisch an der Schuldenschraube dreht und auch keine F- Partei die sich ihre Mehrwertsteuersätze abkaufen lässt. Wir beschweren uns nicht bei denen, wir sprechen nicht mit ihnen, wir gehen einfach an ihnen vorbei und ziehen irgendwo unser Ding auf. Wenns klappt, Ok, wenn nicht: "Wir leben halt in einer Demokratie, also auch ok." Aber denen die Ehre anzutun sie als Beschwerdestelle anzusehen, die haben sie sich m.E. bisher nicht verdient.
  3. #22

    Ich beschwere mich über den Titelzwang!

    Was ich jetzt nicht ganz kapiert habe ist, wo soll ich mich worüber beschweren? Im Allgemeinen über Gott und die Welt oder aber über die Unzulänglichkeiten des Internets? Ich kann mich an die Beschwerden zum Netzausbau erinnern, dem dann zögerlich zugestimmt und wieder einkassiert wurde.

    Beschwerden im Netz landen unter "Ablage P" (für Papierkorb). Schriftlich kosten sie Geld und Bäume und landen im Schredder.

    Anders ist es, wenn sich die Netzöffentlichkeit plötzlich gegen das Image einer Firma oder Institution wendet und das Netz als Mulitplikator breiter Öffentlichkeit nutzt. Ein Mitforist sprach das Thema Origin-EULA des Spielepublisher EA an. Daher stellt sich die Frage:
    Braucht das Netz eher eine zentrale, koordinierende Beschwerdestelle?
  4. #23

    Raten ist keine Partei

    Zitat von Wolfgang J. Beitrag anzeigen
    Ach Lobo, sind wir schon soweit das wir uns bei irgendwem beschweren müssen? Haben wir das nötig? Müssen wir uns wirklich über DRM aufregen, wenn die Alternative, wie von Ihnen beschrieben, schlappe 12 Sekunden dauert? Wir regen uns zwar manchmal auf, aber wirklich irgendwo beschweren halte ich für unangebracht. Die Abstimmung im Net war immer die mit den Füssen. Wir haben uns nicht beschwert, wir sind einfach wo anders hin gegangen. Und das hat sogar M$ mehr als einmal erfahren dürfen.
    Herr Lobo, wir beschweren uns nicht, wir lassen die machtbesessenen Idioten samt ihrer Horde einfach irgendwo stehen und ziehen weiter. -- Alternativen gibt es immer, und wenn sie nautisch sind.
    Ahoi
    W.
    Was du hier als Usermacht darzustellen versuchst, ist imo in Wahrheit Machtlosigkeit. Sicher, Weglaufen ist immer eine Option... aber ändert sie irgendetwas an den bestehenden Kraftverhältnissen zwischen Anbieter und Konsument? Nein, sie fördert nur den Netztribalismus und die Illusion, ein Hipster zu sein.
    Ein Beispiel: Youtube hat das Potential, sich zu einem extrem nützlichen Weltmitmachfernsehen zu entwickeln. Nur müssen die user das Google erstmal beibringen. Zurzeit stehen dort spitzenmäßig programmierte Werbe- und Trackingscripts absolut elendiger usability entgegen. Was nützt dir hier das Abwandern zu Soundcloud oder Vimeo? Nein nein, manchmal muss man stehenbleiben und kämpfen was das Zeug hält.
  5. #24

    Zitat von hoppla_h Beitrag anzeigen
    Die Titelzeile macht Sinn! - Ich beschwere mich über alle Titel-Meckerer: "Shut up!"
    Nein, wozu einen Titel fuer kurze Antworten *zum Thema*. Titel sind notwendig fuer eigenstaendige Beitraege, aber nicht in einer Forums-Antwort. Orientieren Sie sich an dem Titel, den SPON vorgibt. Garkeinen. Aber dann zwingen Sie uns einen einzugeben. Weil Sie unwillens sind, die Forensoftware umzustellen.
  6. #25

    ...

    Zitat von kphilipp Beitrag anzeigen
    Jemand, der sich oft beschwert, gilt allgemein als unangenehmer Nörgler, der anderen das Leben schwer machen will. Man sieht nicht, dass die Beschwerde auch eine notwenige und konstruktive Kritik geben kann, und das nicht nur im Internet, sondern auch in der Politik. Beschweren kann mitunter effizienter sein als demonstrieren.
    Warum empfinden wir die Beschwerde als unangenehm, auch wenn sie uns nicht betrifft? Weil wir zur Anpassung erzogen wurden. Auch heute noch empfinden wir angepasste Jasager als angenehmer, als Leute, die ihre Meinung äussern (besonders, wenn diese unserer eigenen nicht völlig eintspricht). Selbst in der Kindererziehung sind möglichst unauffällige Kinder, die stets gehorchen das oberste Ziel ( http://karinkoller.wordpress.com/201...agt-erziehung/ ). Wer aus der Reihe tanzt und seinen eigenen Willen hat, gilt als Versager. So produziert man keine Beschwerdekultur, sondern Mitläufer, die zwar hart aber unkreativ arbeiten und die Gesellschaft nicht weiterbringen.
    Merkwürdigerweise haben sich die Deutschen bis heute den Ruf erhalten, sich über alles und jedes zu beschweren. Im Alltag macht man allerdings die gegenteilige Erfahrung.

    Das unerfreulichste an dieser Duckmäuser-Kultur ist die damit einhergehende Entsolidarisierung. Wenn viele das gleiche Problem haben, aber keiner was sagt, wird am Ende derjenige, der den Mund aufmacht, allein dastehen. Das macht sich am Arbeitsplatz, im Umgang mit Unternehmen und Behörden täglich bemerkbar.

    Deshalb kann ich den Titel nur unterschreiben: Probiert mal wieder den aufrechten Gang und beschwert euch!
  7. #26

    knapp vorbei

    Kein Wort über Apples "lion"? Das wäre doch wirklich mal eine Prise Leidenschaft wert gewesen. Da wird mit einer bemerkenswerten Unverfrorenheit ein ganzes Kundenheer auf die Konsumidioten-Leimrute gezwungen und Herr Lobo verliert in einem Aufruf, der sich ausgerechnet an Stéphan Hessel anhängen will, kein Wort. Merkwürdig oder daneben?
  8. #27

    Das Internet der Gegenwart ist unerträglich arrogant

    Zitat: „Alle diese Punkte stellen nur einen winzigen Ausschnitt der unendlichen Weiten des Beschwerdepotentials über das gegenwärtige Internet dar. Denn die digitale Vernetzung, die immerhin das Leben in der westlichen Zivilisation strukturiert und immer stärker bestimmt, ist noch immer erbärmlich dysfunktional.“
    Das Beschwerdepotential ist noch viel größer, weil es weiter unten ansetzt, nämlich im Alltag der Netzkommunikation, deren Grundlagen von der Software vorgegeben werden – die Einseitigkeit dieses Informationsaustausches zwischen Anbieter und Benutzer macht viele fast verrückt, es entmündigt den User.

    Berühmt-berüchtigt war der „schwere Ausnahmefehler“, der Ratlosigkeit hinterließ. Aber entscheidende Verbesserungen bei den kryptischen Verlautbarungen des Systems und anderer Software sind bis heute nicht erreicht worden – meinem Eindruck nach, denn ich bin ein relativer Computer-Laie und repräsentiere damit wahrscheinlich 95 Prozent der User. Deshalb kann ich auch nur meine Eindrücke von der Benutzerunfreundlichkeit des Netzes wiedergeben, anhand von Beispielen:

    - Ticket im Internet kaufen: Daten eingegeben, dann kommt die notorische Mitteilung, dass mindesten noch eine Angabe fehlt und dass man auf die vorige Seite zurückgehen soll, man klickt zurück, die Angaben sind weg, oder es folgt die Meldung: „Die Webseite ist abgelaufen“ – toll, alles noch einmal eintippen.
    - Interessante Website entdeckt: etwa einen Versand oder ein Ratschläge-Forum zu einem bestimmten Themenbereich, man liest ein bisschen – ist doch nicht so interessant, und man will wieder aus der Website raus, geht aber nicht, man kann nicht zurückklicken, man muss offline gehen – Unverschämtheit.
    - Spybot meldet plötzlich, dass eine Datei installiert werden soll und fragt nach, ob man das erlauben will – nein, natürlich abgelehnt, nur... Spybot meldet häufiger etwas, bei unterschiedlichen Aktivitäten des Users, und der weiß schließlich überhaupt nicht mehr, was er anklicken soll – provoziertes Chaos.
    - Die Webseite verschattet von einer Sekunde auf die andere, Monitor kaputt? Nein, es hat sich wieder eine Werbung über die Seite gelegt, und nun muss man erst einmal genau gucken, wie man sie wegbekommt. Meistens gelingt das nicht, und man hat sich bei der Werbung eingeklickt – Reklame-Terror im Internet.
    - Man hat laufendes Speichern der aktuellen Arbeitsdatei voreingestellt, doch dann meldet Windows plötzlich, dass es wegen eines Fehlers abbrechen muss, die Datei ist unwiderbringlich weg – daraufhin blinkt eine unverständliche Fehlermeldung, und man wird gefragt, ob man sie abschicken soll – der User wird zum Narren gehalten.
    - Oder unleserlich entstellte Buchstaben- und Zahlenfolgen eingeben, angeblich zur Sicherheit – das bringt einen Menschen auf die Palme.

    Die Aufzählung ließe sich locker, ich betone locker, fortsetzen. Wo bleibt der Service-Gedanke im Internet bei solchen frustrierenden Routinen? Das Netz soll doch keine tägliche Herausforderung sein, kein Hürdenlauf und kein Minenfeld – es soll dem User dienen, ob jung oder alt. Die Software-Entwickler müssen umlernen, sie müssen wieder den Durchschnittsmenschen in den Mittelpunkt stellen, sie müssen ihre Fachchinesisch-Idiotie endlich abstellen und dem, in diesem Falle deutschen Bürger absolut verständlich mitteilen, mit was er es zu tun hat, weshalb etwas Neues kommt und wie das funktioniert. Der Bürger wird nicht mitgenommen, das Internet der Gegenwart ist unerträglich arrogant.
  9. #28

    .

    Zitat von Ylex Beitrag anzeigen
    Die Aufzählung ließe sich locker, ich betone locker, fortsetzen. Wo bleibt der Service-Gedanke im Internet bei solchen frustrierenden Routinen? Das Netz soll doch keine tägliche Herausforderung sein, kein Hürdenlauf und kein Minenfeld – es soll dem User dienen, ob jung oder alt. Die Software-Entwickler müssen umlernen, sie müssen wieder den Durchschnittsmenschen in den Mittelpunkt stellen, sie müssen ihre Fachchinesisch-Idiotie endlich abstellen und dem, in diesem Falle deutschen Bürger absolut verständlich mitteilen, mit was er es zu tun hat, weshalb etwas Neues kommt und wie das funktioniert. Der Bürger wird nicht mitgenommen, das Internet der Gegenwart ist unerträglich arrogant.
    Dem kann ich völlig beipflichten. Von der meisten Software habe ich den Eindruck, dass sie wenig bis überhaupt nicht für Anwender, also für den gemeinen User gemacht wird. Viele Software wirkt wie ein möglichst kompliziertes, kryptisches Privatvergnügen ihrer Entwickler - fast als wollten sie damit die User nerven oder gar quälen und vor ihnen damit angeben, was für tolle, komplizierte Sachen sie doch machen und beherrschen. Nun habe ich ja große Achtung vor Software-Entwicklern, weil das schon alles ziemlich kompliziert und mathematisch abstrakt ist, was sie da so fabrizieren und weil sie natürlich quasi die "Rohre" der Informationsgesellschaft mit ihren Software-Entwicklungen legen. Mit der Kompliziertheit und geringen intuitiven Praxistauglichkeit vieler ihrer Produkte stellen sie sich aber m.M. nichtsdestotrotz ein Armutszeugnis aus. Software-Entwicklung müßte in der Tat aus der Nerd-Ecke gezogen und in ihren Fokus die Anwender gestellt werden. Sie könnte ein neues Berufsbild des Praxis-Ingenieurs gebrauchen, der weniger aus der Entwickler-, sondern der Anwenderecke kommt - der also selbst ausgiebig Software nutzt und über sämtlche Software-Neuentwicklungen "drüber geht" und Schwachstellen aufdeckt, die reinen Entwicklern aus Betriebsblindheit womöglich nicht so auffallen.
    Ich glaube, dass dieser geringe Praxis-Fokus von Entwicklern auch mit der Grund dafür ist, dass sich Software relativ langsam entwickelt. Dass es z.B. immer noch kaum brauchbare Mediaplayer mit einfachen Fernseh-Zapp-Funktionalitäten u.ä. gibt. Die Kunst guter Softwarentwicklung lautet, komplizierte Abläufe für User einfach anwendbar zu machen. Die unsinnige Denke vieler Software-Entwickler scheint hingegen zu lauten, dass Software kompliziert sein müßte, weil ihre Entwicklung kompliziert ist.
  10. #29

    Sehr guter Beitrag

    Zitat von Eiermann Beitrag anzeigen
    Dem kann ich völlig beipflichten. Von der meisten Software habe ich den Eindruck, dass sie wenig bis überhaupt nicht für Anwender, also für den gemeinen User gemacht wird. Viele Software wirkt wie ein möglichst kompliziertes, kryptisches Privatvergnügen ihrer Entwickler - fast als wollten sie damit die User nerven oder gar quälen und vor ihnen damit angeben, was für tolle, komplizierte Sachen sie doch machen und beherrschen. Nun habe ich ja große Achtung vor Software-Entwicklern, weil das schon alles ziemlich kompliziert und mathematisch abstrakt ist, was sie da so fabrizieren und weil sie natürlich quasi die "Rohre" der Informationsgesellschaft mit ihren Software-Entwicklungen legen. Mit der Kompliziertheit und geringen intuitiven Praxistauglichkeit vieler ihrer Produkte stellen sie sich aber m.M. nichtsdestotrotz ein Armutszeugnis aus. Software-Entwicklung müßte in der Tat aus der Nerd-Ecke gezogen und in ihren Fokus die Anwender gestellt werden. Sie könnte ein neues Berufsbild des Praxis-Ingenieurs gebrauchen, der weniger aus der Entwickler-, sondern der Anwenderecke kommt - der also selbst ausgiebig Software nutzt und über sämtlche Software-Neuentwicklungen "drüber geht" und Schwachstellen aufdeckt, die reinen Entwicklern aus Betriebsblindheit womöglich nicht so auffallen.
    Ich glaube, dass dieser geringe Praxis-Fokus von Entwicklern auch mit der Grund dafür ist, dass sich Software relativ langsam entwickelt. Dass es z.B. immer noch kaum brauchbare Mediaplayer mit einfachen Fernseh-Zapp-Funktionalitäten u.ä. gibt. Die Kunst guter Softwarentwicklung lautet, komplizierte Abläufe für User einfach anwendbar zu machen. Die unsinnige Denke vieler Software-Entwickler scheint hingegen zu lauten, dass Software kompliziert sein müßte, weil ihre Entwicklung kompliziert ist.
    Sehr guter Beitrag, spricht mir aus der Seele – wobei ich mir bewusst bin, dass Software-Entwicklung und Internet zwei Paar Schuhe sind. Viele Probleme überschneiden sich, ohne gute Software kein gutes Internet. Mit den Mediaplayern haben Sie auch Recht, typische Erscheinungsformen von Software, die dem User die Haare zu Berge stehen lassen, überfrachtet, verwirrend, fast in jedem Fall ohne den roten Faden, der für jede umfangreichere Software selbstverständlich sein müsste.

    Wenn ich „Software-Entwickler-Berater“ wäre, dann würde ich zu jeder neuen Software einen Katalog von „natürlichen Grundfragen“ eines Users zusammenstellen, die unbedingt befriedigend beantwortet sein müssten, alle – und zwar nicht erst in einer abstoßend umfangreichen „Hilfe“, die man meist auch noch erst im Netz aufrufen muss, sondern integriert in die Anwendung – der rote Faden müsste Bestandteil der Software sein. Vorstellbar wäre, dass neue Firmen entstehen, die ihr Geld ausschließlich damit verdienen, die Anwendertauglichkeit von Software zu testen und zu optimieren. Denn häufig wird nicht einmal erklärt, wie man die Hauptfunktion, die eine Software erfüllen soll, überhaupt in Gang setzen kann. Nach dem Laden erscheint ein neues „Bild“ mit vielen bunten Icons, und das war’s. Überspitzt formuliert könnte man sagen, dass vernünftige Software niemals allein von Spezialisten entwickelt werden kann – dazu gehören immer auch „Doofe“, also Laien, die "nur" ihren gesunden Menschenverstand haben, aber der sollte auch ausgeprägt sein.








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