Die Regierung von Nordrhein-Westfalen streitet mit Alice Schwarzer um 210.000 Euro an Fördergeldern. Die grüne Emanzipationsministerin Steffens sagt, sie müsse sparen. In Wahrheit geht es*darum, Rache zu nehmen.
S.P.O.N. - Der Schwarze Kanal: Wer hat Angst vor Alice Schwarzer? - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
Was eine Korrelation ist sollte man in Mathe lernen, aber was ein Kausalzusammenhang ist und wie der sich von einer Korrelation unterscheidet, ist sicher nicht Inhalt eines Mathelehrplans. Wird man wohl eher in Philosophie durchnehmen, was aber leider viel zu wenig an Schulen gelehrt wird.
Die NRW Regierung hat doch Frau Schwarzer ausdrücklich darauf hingewiesen das sie grosse Verdienste in der Vergangenheit(!) erworben hatte, aber das die Fördermittel für ihre aktuellen(!) Frauenprojekte leider gekürzt werden müssen.
Also frei übersetzt :
"Liebe Frau Schwarzer, leider ist Ihre Unbeirrbarkeit mit der Sie früher grosses vollbracht hatten, zu einer selbstgerechten Unbelehrbarkeit geworden. Inzwischen gehen Sie mit Ihrer Penetranz nicht nur Herrn Jauch und der deutschen Gerichtsreportage auf den Keks, sondern auch unseren armen Beamten, die deswegen noch nicht mal kündigen können.
Wir haben absolut keine Lust ihre Frühsenilität weiterhin zu alimentieren. Aber versuchen Sie es doch mal bei der Denkmalpflege!
Die lange Zeit der Regierungen Kühn und Rau hat in der SPD NRW jeden innovativen Ansatz gekillt, gleichzeitig aber dort die Empfindung wachsen lassen, das Land sei so etwas wie ein Erbhof. Dazu kommt eine Neigung, Entscheidungen auf die Mittelebene der Kreise, RPs, Landschaftsverbände zu verlagern, die nur formal demokratisch Personal rekrutieren und legitimiert sind. Wenigstens zwei dieser Ebenen könnze man heute wegen der Strukturhilfen aus der IT problemlos nach unten verlagern, weniger zur Personalersparnis als zur Konfrontation des Verwaltungspersonals mit der Problematik der Strasse.
Eigentlich eher links gepolt halte ich die SPD NRW für einen Moloch, der die Verwaltung im Land vollstandig durchdrungen hat. Man kann den überharten Spruch des VerfGerNW zum Haushalt (2009?) nur verstehen, wenn man über Jahre einen Groll hier entwickelt hat.
Mit solchen Entscheidungen wie vs. Schwarzer - berechtigt oder nicht - zeigt die Partei, wer das Sagen hat. Auf Frau Schwarzer und ihren Anspruch auf öffentliche Gelder kommt es nicht an. Weder entsteht ein Gewohnheitsanspruch noch ein berechtigtes Vertrauen des Geförderten, das wird jährlich unterschrieben.
Richtig. Wobei interessierte Kreise, sprich, Quotenbefürworter etc. ,natürlich zT wohl bewusst eine klare Differenzierung vermeiden. Das haben wir ja auch bei anderen Themen...der Zweck heiligt die Mittel.
Entäuschender ist es, dass (seriöse) Medien entsprechende Aussagen oder "Studien" nicht kritischer hinterfragen und genau auf diese feinen Unterschiede hinweisen, wäre doch eigentlich deren Job? Zumal einem ja auch ohne BWL-Studium klar sein müsste, dass ein Unternehmenserfolg wohl nicht kausal von einer gewissen, geschlechterabhängigen (oder sonstigen AGG-Merkmalen), Besetzung von Führungspositionen abhängen kann. Andernfalls würden wir uns ja alle ganz zügig selbständig machen, nur MitarbeiterInnen einstellen und hätten ganz schnell ausgesorgt (-:
Ich weiß ja auch nicht, aber sollte man sich bei ca. 40Tausend verkauften Exemplaren von "Emma" nicht doch besser am "Gräfenbroicher Tageblatt" orientieren? Das spiegelt die wirklichen Frauen-Probleme vielleicht besser wider?
Die These ist in der Regel das ein divers Besetzer Vorstand ein Grund fuer den Erfolg ist.
Nein, siehe oben, wenn Sie dadurch auf wirtschaftlichen Erfolg hoffen, sollten Sie immerhin in der Lage sein die grundlegende Botschaft der Studien und Quotenbefuerworter zu verstehen.
Keine Sorge, "Botschaft" ist schon angekommen, so kompliziert ist das ja auch wieder nicht. Leider ist diese These eben nicht mehr als eine solche und wird vielfach angezweifelt, u.a. v. Renate Köcher, was aber dahinstehen kann, s.u.
Das mit dem wirtschaftlichen Erfolg war ironisch (einfach nochmal lesen...da ganz am Ende...ein (-:....machts klick?).
Das ist doch der Kern des Problems: Mit (fragwürdigen) Thesen lassen sich nun mal Quoten und andere diskriminierende Maßnahmen nicht rechtfertigen, es sollte dann schon wenigstens kausal nachweisbar sein. Wobei selbst dies eine Quote nicht rechtfertigt, denn es wäre mir neu, dass Unternehmen ihre Personalpolitik am Ergebnis (pseudo-)wissenschaftlicher Studien ausrichten müssten. Ein Blick in Art. 14 GG hilft da weiter...
Richtig, eine Studie zum moeglichen wirtschaftlichen Nutzen kann eine Quote nicht rechtfertigen. In der Regel wird die Forderung der Quote mit Artikel 3 Absatz 2 Grundgesetz begruendet. Darin wird gefordert das der Staat Massnahmen ergreift um die tatsaechliche (nicht nur rein juristische) Gleichberechtigung von Maennern und Frauen durchzusetzen.