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S.P.O.N. - Der Schwarze Kanal: Wer hat Angst vor Alice?

Die Regierung von Nordrhein-Westfalen streitet mit Alice Schwarzer um 210.000 Euro an Fördergeldern. Die grüne Emanzipationsministerin Steffens sagt, sie müsse sparen. In Wahrheit geht es*darum, Rache zu nehmen.

S.P.O.N. - Der Schwarze Kanal: Wer hat Angst vor Alice Schwarzer? - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
  1. #180

    Zitat von Criticz Beitrag anzeigen
    Merkel/Berlusconi (Gegenbeispiele spare ich mir jetzt mal) - sind, by the way, Politiker. Meine Ausführungen bezogen auf sich auf Unternehmenserfolg/Wirtschaft/Kausalzusammenhang mit Quote/Beitrag v. IsaDellabBavierea......andere Baustelle, ok?
    Traurig ist vor allem, wie wenige Leute den Unterschied zwischen "Kausalzusammenhang" und "Korrelation" kennen. Macht man das heutzutage nicht mehr in der Schule oder kann man Mathe mittlerweile vielleicht sogar abwählen?
  2. #181

    Zitat von Whitejack Beitrag anzeigen
    Traurig ist vor allem, wie wenige Leute den Unterschied zwischen "Kausalzusammenhang" und "Korrelation" kennen. Macht man das heutzutage nicht mehr in der Schule oder kann man Mathe mittlerweile vielleicht sogar abwählen?
    Was eine Korrelation ist sollte man in Mathe lernen, aber was ein Kausalzusammenhang ist und wie der sich von einer Korrelation unterscheidet, ist sicher nicht Inhalt eines Mathelehrplans. Wird man wohl eher in Philosophie durchnehmen, was aber leider viel zu wenig an Schulen gelehrt wird.
  3. #182

    Versteht denn niemand diesen diskreten Hinweis?

    Die NRW Regierung hat doch Frau Schwarzer ausdrücklich darauf hingewiesen das sie grosse Verdienste in der Vergangenheit(!) erworben hatte, aber das die Fördermittel für ihre aktuellen(!) Frauenprojekte leider gekürzt werden müssen.
    Also frei übersetzt :
    "Liebe Frau Schwarzer, leider ist Ihre Unbeirrbarkeit mit der Sie früher grosses vollbracht hatten, zu einer selbstgerechten Unbelehrbarkeit geworden. Inzwischen gehen Sie mit Ihrer Penetranz nicht nur Herrn Jauch und der deutschen Gerichtsreportage auf den Keks, sondern auch unseren armen Beamten, die deswegen noch nicht mal kündigen können.
    Wir haben absolut keine Lust ihre Frühsenilität weiterhin zu alimentieren. Aber versuchen Sie es doch mal bei der Denkmalpflege!
  4. #183

    Kühn und Rau

    Zitat von spydergyrl Beitrag anzeigen
    9 Millionen Euro also stellt der Landeshaushalt Nordrhein-Westfalen für solcherlei zur Verfügung. Ich glaube, ich will nicht wirklich wissen, welche Projektchen, Grüppchen, Initiativchen da noch an den Zitzen der großen Muttersau Staat saugen. Nimmt es mir jemand übel wenn ich solche Ausgabeposten als Luxus bezeichne? Sind wir nicht alle ein bisschen Griechenland, mit unterschiedlichen Begünstigten? Versorgt nicht jede, wirklich jede National-, Bezirks- oder Kommunalregierung ihre Günstlinge mit Stellen, Räumen, usw.
    Und das alles auf Pump oder auf Kosten derer, die durch Güterproduktion und Dienstleistung die Mittel für die ganzen Initiativchen etc. erwirtschaften? Occupy Athen? Wall Street? Frankfurt? Nö. Occupy Düsseldorf!!
    Die lange Zeit der Regierungen Kühn und Rau hat in der SPD NRW jeden innovativen Ansatz gekillt, gleichzeitig aber dort die Empfindung wachsen lassen, das Land sei so etwas wie ein Erbhof. Dazu kommt eine Neigung, Entscheidungen auf die Mittelebene der Kreise, RPs, Landschaftsverbände zu verlagern, die nur formal demokratisch Personal rekrutieren und legitimiert sind. Wenigstens zwei dieser Ebenen könnze man heute wegen der Strukturhilfen aus der IT problemlos nach unten verlagern, weniger zur Personalersparnis als zur Konfrontation des Verwaltungspersonals mit der Problematik der Strasse.

    Eigentlich eher links gepolt halte ich die SPD NRW für einen Moloch, der die Verwaltung im Land vollstandig durchdrungen hat. Man kann den überharten Spruch des VerfGerNW zum Haushalt (2009?) nur verstehen, wenn man über Jahre einen Groll hier entwickelt hat.

    Mit solchen Entscheidungen wie vs. Schwarzer - berechtigt oder nicht - zeigt die Partei, wer das Sagen hat. Auf Frau Schwarzer und ihren Anspruch auf öffentliche Gelder kommt es nicht an. Weder entsteht ein Gewohnheitsanspruch noch ein berechtigtes Vertrauen des Geförderten, das wird jährlich unterschrieben.
  5. #184

    Korrelation u. Kausalität

    Zitat von Whitejack Beitrag anzeigen
    Traurig ist vor allem, wie wenige Leute den Unterschied zwischen "Kausalzusammenhang" und "Korrelation" kennen. Macht man das heutzutage nicht mehr in der Schule oder kann man Mathe mittlerweile vielleicht sogar abwählen?
    Richtig. Wobei interessierte Kreise, sprich, Quotenbefürworter etc. ,natürlich zT wohl bewusst eine klare Differenzierung vermeiden. Das haben wir ja auch bei anderen Themen...der Zweck heiligt die Mittel.

    Entäuschender ist es, dass (seriöse) Medien entsprechende Aussagen oder "Studien" nicht kritischer hinterfragen und genau auf diese feinen Unterschiede hinweisen, wäre doch eigentlich deren Job? Zumal einem ja auch ohne BWL-Studium klar sein müsste, dass ein Unternehmenserfolg wohl nicht kausal von einer gewissen, geschlechterabhängigen (oder sonstigen AGG-Merkmalen), Besetzung von Führungspositionen abhängen kann. Andernfalls würden wir uns ja alle ganz zügig selbständig machen, nur MitarbeiterInnen einstellen und hätten ganz schnell ausgesorgt (-:
  6. #185

    Zitat von testthewest Beitrag anzeigen
    Ich kenne die Unis. Mehr Geld führt nicht zu besserer Bildung...
    Wissen Sie, was zu besserer Bildung führt?

    Wenn das Studium von a bis z selbst bezahlt werden muss, so wie in USA. Wenn die Studenten nicht genug für ihr Geld erhalten, gehen die einfach woanders hin. Das sorgt für Niveau. Da wird sich um jeden Studenten gekümmert.
  7. #186

    Ich weiß ja auch nicht, aber sollte man sich bei ca. 40Tausend verkauften Exemplaren von "Emma" nicht doch besser am "Gräfenbroicher Tageblatt" orientieren? Das spiegelt die wirklichen Frauen-Probleme vielleicht besser wider?
  8. #187

    Zitat von Criticz Beitrag anzeigen
    Zumal einem ja auch ohne BWL-Studium klar sein müsste, dass ein Unternehmenserfolg wohl nicht kausal von einer gewissen, geschlechterabhängigen (oder sonstigen AGG-Merkmalen), Besetzung von Führungspositionen abhängen kann.
    Die These ist in der Regel das ein divers Besetzer Vorstand ein Grund fuer den Erfolg ist.

    Zitat von Criticz Beitrag anzeigen
    Andernfalls würden wir uns ja alle ganz zügig selbständig machen, nur MitarbeiterInnen einstellen und hätten ganz schnell ausgesorgt (-:
    Nein, siehe oben, wenn Sie dadurch auf wirtschaftlichen Erfolg hoffen, sollten Sie immerhin in der Lage sein die grundlegende Botschaft der Studien und Quotenbefuerworter zu verstehen.
  9. #188

    bitte nicht 9malklug sein wollen

    Zitat von ajf00 Beitrag anzeigen
    Die These ist in der Regel das ein divers Besetzer Vorstand ein Grund fuer den Erfolg ist.


    Nein, siehe oben, wenn Sie dadurch auf wirtschaftlichen Erfolg hoffen, sollten Sie immerhin in der Lage sein die grundlegende Botschaft der Studien und Quotenbefuerworter zu verstehen.
    Keine Sorge, "Botschaft" ist schon angekommen, so kompliziert ist das ja auch wieder nicht. Leider ist diese These eben nicht mehr als eine solche und wird vielfach angezweifelt, u.a. v. Renate Köcher, was aber dahinstehen kann, s.u.

    Das mit dem wirtschaftlichen Erfolg war ironisch (einfach nochmal lesen...da ganz am Ende...ein (-:....machts klick?).
    Das ist doch der Kern des Problems: Mit (fragwürdigen) Thesen lassen sich nun mal Quoten und andere diskriminierende Maßnahmen nicht rechtfertigen, es sollte dann schon wenigstens kausal nachweisbar sein. Wobei selbst dies eine Quote nicht rechtfertigt, denn es wäre mir neu, dass Unternehmen ihre Personalpolitik am Ergebnis (pseudo-)wissenschaftlicher Studien ausrichten müssten. Ein Blick in Art. 14 GG hilft da weiter...
  10. #189

    Zitat von Criticz Beitrag anzeigen
    Das ist doch der Kern des Problems: Mit (fragwürdigen) Thesen lassen sich nun mal Quoten und andere diskriminierende Maßnahmen nicht rechtfertigen, es sollte dann schon wenigstens kausal nachweisbar sein. Wobei selbst dies eine Quote nicht rechtfertigt, denn es wäre mir neu, dass Unternehmen ihre Personalpolitik am Ergebnis (pseudo-)wissenschaftlicher Studien ausrichten müssten. Ein Blick in Art. 14 GG hilft da weiter...
    Richtig, eine Studie zum moeglichen wirtschaftlichen Nutzen kann eine Quote nicht rechtfertigen. In der Regel wird die Forderung der Quote mit Artikel 3 Absatz 2 Grundgesetz begruendet. Darin wird gefordert das der Staat Massnahmen ergreift um die tatsaechliche (nicht nur rein juristische) Gleichberechtigung von Maennern und Frauen durchzusetzen.


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