S.P.O.N. - Der Schwarze Kanal: Warum Steuersenkungen jetzt richtig sind

Wenn es um Steuersenkungen geht, sind sich alle schnell einig, dass dafür das Geld fehlt. Doch Jan Fleischhauer sagt: Unsinn! Die Steuereinnahmen werden 2012 so hoch sein wie noch nie. Was dem Staat fehlt, ist der Wille, mit dem ihm anvertrauten Geld auszukommen.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...773617,00.html
  1. #160

    !

    Zitat von Das Kombinat Beitrag anzeigen
    Bei den Amis fragt sich der Arme:
    "Warum kann ich nicht so viel Geld haben wie der Reiche? Was macht der richtig? Kann ich das nicht auch?"
    Die sind halt entsprechend konditioniert. Wenn die einigermaßen durchblicken würden, dann wüssten sie natürlich, dass sie arm sind weil der Reiche soviel Geld hat.
  2. #161

    Kein Geld da?

    Zitat von hman2 Beitrag anzeigen
    Ganz einfach: Es ist kein Geld dafür da! Sie wollen in eine leere Kasse greifen... Das ist keine gute Idee: Die Steuererhöhung ist also ein Darlehen, und dafür müssen wir später Zins und Zinseszins zahlen.
    Kein Geld dafür da? Was für ein Unfug.

    Zahlen wir doch alle Jahr um Jahr neues, frisches Steuergeld an das Finanzamt. Das Geld ist also da. Die Idee einer Steuersenkung ist lediglich, etwas weniger frisches Geld an das Finanzamt zu zahlen.

    Es ist nicht, wie es manipulierend of genannt wird, ein "Steuergeschenk". Niemand bekommt vom Finanzamt etwas geschenkt, das er sich nicht selbst vorher erwirtschaftet hat. Nein, wenn dann ist es ein "Steuer - etwas-weniger-wegnehmen".

    Dann kommen Sie mit den Schulden - das Geld sei also schon ausgegeben. Aha. Welches Geld eigentlich? Das Geld, das ich mir in Zukunft erwirtschaften werde gehört also schon dem Staat? Das ist doch noch gar nicht da. Was, wenn ich mich heute entschließe bescheiden zu leben und kein oder wesentlich weniger Geld zu verdienen? Das ist ja mein gutes Recht. Das Geld ist also noch gar nicht vorhanden, sondern muss erst noch erwirtschaftet werden.

    So gesehen setzt die aktuelle Politik ganz falsche Anreize. Anreize, die auf Leistungsfähige und Leistungswillige immer abschreckender wirken. Und die Leistungsfähigen und Leistungswilligen - ja - es gibt sie noch in unserem Land - die sind auch nicht dumm. Die sagen sich: Warum ackern für ein Fass ohne Boden? Da bröckelt die Solidarität - berechtigkterweise - sehr schnell. Wenn die Solidarität überstrapaziert wird, dann kann sie nicht mehr motiviert werden.

    Und das ist schlecht.

    Die Mangelverwalter, die bringen Deutschland nicht voran.

    Was Deutschland fehlt, ist eine positive Vision für die Zukunft, die auf Bildung und Leistung beruht. Das würde unser Land voranbringen. Und der Anreiz dazu ist es, wenn Bildung und Leistung sich auch lohnt.

    Das ist eigentlich ganz logisch.
  3. #162

    Zitat von hman2 Beitrag anzeigen
    Ganz einfach: Es ist kein Geld dafür da! Sie wollen in eine leere Kasse greifen... Das ist keine gute Idee: Die Steuererhöhung ist also ein Darlehen, und dafür müssen wir später Zins und Zinseszins zahlen.
    Eine Kasse mit 279.000.000.000 Euro nennen Sie leer? Wer eine solch volle Kasse hat und trotzdem noch 27 Milliarden neue Kredite benötigt, dem ist nicht mehr zu helfen. Deutschland einig Transfer-Land...
  4. #163

    Zitat von hman2 Beitrag anzeigen
    Ganz einfach: Es ist kein Geld dafür da! Sie wollen in eine leere Kasse greifen... Das ist keine gute Idee: Die Steuererhöhung ist also ein Darlehen, und dafür müssen wir später Zins und Zinseszins zahlen.
    ... so kann man natürlich immer dann argumentieren, wenn man nur die Einnahmen betrachtet, denken Sie doch mal an die Ausgaben, da liegt das Problem!
  5. #164

    Zitat von Agent K Beitrag anzeigen
    doch alle, es sei denn

    ...es würden Steuern erhöht, aber genau das wird hier ja nicht diskutiert

    Es gibt viele Gerechtigkeitslücken und das ist eher eine kleine...
    Wenn man 42% Spitzensteuersatz zahlt und eine Lohnerhöhung bekommt zahlt man darauf immer noch 42%.
    Wenn man im linear steigenden Bereich der Steuerkurve liegt wird man zunehmen - prozentual - höher belastet.
    Zur problematischen "Kalten Progression" können Sie sich hier noch etwas schlau machen:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Kalte_Progression

    Sie würden offenbar gerne noch weiter die Steuern erhöhen. Offenbar glauben Sie, dass das Geld Ihrer Mitbürger besser beim Staat - also bei unseren Politikern - aufgehoben ist.
    Ich glaube das nicht.
  6. #165

    xxx

    Zitat von Das Kombinat Beitrag anzeigen
    Exakt!

    Bei den Amis fragt sich der Arme:
    "Warum kann ich nicht so viel Geld haben wie der Reiche? Was macht der richtig? Kann ich das nicht auch?"

    Bei uns:
    "Warum kann ich nicht so viel Geld haben wie der Reiche? Das ist unfair! Staat, nimm' ihm sein Geld weg und verteile es unter den Armen!"
    Ihr letztes Beispiel stammt nicht von uns sondern aus der DDR.
    Dort haben alle das gleiche bekommen - unabhängig von Ihrer Leistung.
    Wirtschaftlichen Niedergang, Enteignung und Gängelung durch den Staat wollen die meisten bei uns zum Glück eher weniger.
  7. #166

    xxx

    Zitat von Agent K Beitrag anzeigen
    ...ist in dem Fall das Zauberwort.
    Ja, Mindeslohn ist so ein kontroverses Thema. Dafür kann man sich mit gutem Grund einsetzen. Allerdings gibt es auch Argumente die gegen den gesetzlichen Mindestlohn sprechen.
    Vermutlich wird der Mindestlohn auch Arbeitsplätze kosten.

    Faktisch haben wir schon einen Mindestlohn - er wird durch die Sozialgesetzgebung - bzw. die daraus abzuleitenden Ansprüche - vorgegeben.
  8. #167

    Anstrengen

    Zitat von Wer ich wirklich bin Beitrag anzeigen
    Die sind halt entsprechend konditioniert. Wenn die einigermaßen durchblicken würden, dann wüssten sie natürlich, dass sie arm sind weil der Reiche soviel Geld hat.
    Na und? Strengen Sie sich an und werden Sie ebenfalls reich! Aber das könnte ja mit Arbeit verbunden sein, was?
  9. #168

    Mindestlohn - Zauberwort

    Zitat von Agent K Beitrag anzeigen
    ...ist in dem Fall das Zauberwort.
    ... und Sie finden nur noch denjenigen der wirklich zaubern kann und dann sind wir an Ziel.

    Also wer kann zaubern?
  10. #169

    Ja, aber...

    Zitat von RioTokio Beitrag anzeigen
    Fleischhauer hat mal wieder wahre Worte gesprochen.
    In Anbetracht Ihrer folgenden Ausführungen kann man das doch nur als Satire auffassen...

    Zitat von RioTokio Beitrag anzeigen
    Hier werden die Deutschen mit mittleren Einkommen ausgeplündert.
    Abgeordnete und die höhere Ministerialbürokratie rangieren über diesen Steuersätzen. Man ist also nicht betroffen und kann prima mit dem Missstand leben.
    Die Abgabenlast ist inzwischen so hoch, dass es für viele Arbeitsnehmer lohnender wäre die Arbeit einzustellen und HartzIV zu beantragen.
    Und die Lösung für diese Problematik wären Steuererhöungen ?

    JA, niedere und mittlere Einkommen haben eine enorme Abgabenlast.

    Jenseits des Spitzensteuersatzes lebt es sich aber hervorragend. Schließlich wurden hier fleißig Steuern gesenkt und Schlupflöcher geschaffen.

    Alleine der Austritt aus dem solidarischen Sozialsystem der Spitzenverdiener ist der Hauptgrund dafür, daß die Lohnnebenkosten so hoch sind und trotzdem alle Sozialkassen nahezu permanent zu wenig Geld haben.

    Von den niedrigen Kapitalertragssteuern uva Steuererleichterungen für Reiche ganz zu schweigen.

    Wie wäre es denn mal mit Steuererhöhungen für Spitzenverdiener damit der Staat mehr Geld hat seine Aufgaben zu erfüllen ?

    Und ganz nebenbei:
    Würde eine Regierung wirklich die niedrigen Einkommen entlasten wollen dann würde sie den gesetzlichen Mindestlohn einführen. Der kostet uns Steuerzahler gar nichts und würde ganz nebenbei die Ausgaben der Bundesagentur für Arbeit massiv senken. Was man als niedrigere Beiträge dann auch wieder den Bürgern (und Unternehmen) zu Gute lassen kommen könnte.