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S.P.O.N. - Der Schwarze Kanal: Warum Steuersenkungen jetzt richtig sind

Wenn es um Steuersenkungen geht, sind sich alle schnell einig, dass dafür das Geld fehlt. Doch Jan Fleischhauer sagt: Unsinn! Die Steuereinnahmen werden 2012 so hoch sein wie noch nie. Was dem Staat fehlt, ist der Wille, mit dem ihm anvertrauten Geld auszukommen.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...773617,00.html
  1. #150

    Keine Steuern mehr?

    Zitat von hman2 Beitrag anzeigen
    Ganz einfach: Es ist kein Geld dafür da! Sie wollen in eine leere Kasse greifen...
    Es ist kein Geld da? Ach nee! Steuern zahle ich neuerdings keine mehr, oder wie? Es ist Geld genug da, es wird nur zuviel rausgepulvert! Der Staat soll gefälligst sparen!
  2. #151

    Zitat von FTAASO Beitrag anzeigen
    Bin gegen Steuersenkungen, dachte mir: "Gibste Dir mal den rechten Spinner" (sorry). Aber, Herr Fleischauer, Sie haben mich da mit einem bemerkenswert sachlichen Beitrag doch noch zum Nachdenken gebracht.
    Ein inflationsbereinigtes Einfrieren der Steuereinnahmen... das hätte was.

    So oder so lautet die Frage aber doch nicht "mehr oder weniger Steuern", sondern: Wie bekommt man die Politik dazu endlich Geld in die Zukunft zu investieren, statt nur davon zu reden. Wie verhindert man denn, dass sinnlos Geld in Stadtschlösser, Elbhäfen und andere Prestigebauten investiert wird - tausendfach im ganzen Land. Wie etabliert man ein Portfoliomanagement bei dem es für neue Projektideen nicht heißt "Bekommen wir das Geld irgendwie zusammen?" sondern "Welches sind die gesellschaftlich sinnvollsten Projekte, die wir mit dem vorhandenen Budget umsetzen können?".

    Freilich - über "am sinnvollsten" ließe sich streiten. Aber heute wird ja nicht mal das getan.
    ... merken Sie was?

    Man kann ja zu dem Thema stehen wie man will, aber als erstes sollte man doch erwarten, dass der Umgang mit den Einnahmen effektiv erfolgen muss. Es macht doch absolut keinen Unterschied ob Steuereinnahmen unsachgemäss ausgegeben werden, oder ob Steuern hinterzogen werden.

    Jeder zeigt - zu Recht - auf den Steuerhinterzieher, wer zeigt denn aber mit gleicher Vehemenz auf die Steuerverschwender?

    Diejenigen welche als erstes der Unmöglichkeit von Steuersenkungen das Wort reden verkennen ganz offensichtlich, dass sie der unsachgemässen Vergeudung von Steuereinnahmen das Wort reden.

    Natürlich kann man sagen, erst muss ein ausgeglichener Haushalt her, dann das Schuldenmass reduziert werden und als letztes wird dann vielleicht noch die Steuer gesenkt. So wird das nie etwas werden, die öffentliche Hand wird auf allen Ebenen stets eine Erklärung dafür finden dass das budgetierte Geld nicht ausreicht, genau dieses Verhalten hat uns die Schulen eingebracht welche den Staat nun massiv bedrängt.
  3. #152

    Selber nachdenken...

    Zitat von hman2 Beitrag anzeigen
    Ganz einfach: Es ist kein Geld dafür da!
    Ja das wollen uns alle möglichen Leute weiß machen. Aber ich zitiere mal: "Veranschlagt sind Ausgaben in Höhe von 306 Milliarden Euro." Nur alleine 2012.

    Wissen Sie wieviel Geld das ist? Von diesem Haushalt sind "nur" 27 Milliarden neu geborgt, d.h. die Bürger dieses Landes stellen Ihrem Staat nächstes Jahr 279.000.000.000 € zur Wahrnehmnung der staatlichen Aufgaben zur Verfügung. Und das soll nicht reichen, das soll nicht genügend Geld sein?
  4. #153

    Zitat von richie Beitrag anzeigen
    D...
    Das war schon immer so und das wäre selbst dann auch weiterhin der Fall, wenn Kirchhofs Steuerpläne eins zu eins umgesetzt würden.
    ... nur dann, wenn man mit festen Beträgen für bestimmte Grenzen arbietet, das wäre aber leicht zu bereinigen.
  5. #154

    Warum vergleichen sie sich mit anderen !?

    Zitat von Das Kombinat Beitrag anzeigen
    Exakt!

    Bei den Amis fragt sich der Arme:
    "Warum kann ich nicht so viel Geld haben wie der Reiche? Was macht der richtig? Kann ich das nicht auch?"

    Bei uns:
    "Warum kann ich nicht so viel Geld haben wie der Reiche? Das ist unfair! Staat, nimm' ihm sein Geld weg und verteile es unter den Armen!"
    Eigentlich sollten sich die Deutschen mal fragen, WARUM sie sich andauernd mit anderen Vergleichen und immer die Ersten sein wollen. Und Untereinander sollten manche einfach mal zufrieden sein mit dem das sie haben, statt immer noch mehr haben zu wollen. Ja, Ich rede von unseren Wirtschaftsbossen, Bankern und Hedgefond-Managern. Ehrlich gesagt, wenn sie Tod sind, ist ihr Geld auch nichts mehr wert ! Es gibt wichtigere Dinge im Leben als der grüne Geldschein !
  6. #155

    Die Parteien, die gegen eine Entlastung der Bürger durch Steuersenkungen sind (Rot-Grün), haben sich noch vor kurzem im Bundestag für eine Erhöhung ihrer Diäten ausgesprochen!

    Wer hier so naiv ist, zu glauben, dass mit dem zusätzlichen Geld, Schulden abgebaut werden, dem ist nicht mehr zu helfen! Der Staat findet dafür Verwendung und sei es nur, um seine eigenen Diäten und Beamtenpensionen zu päppeln.

    Wenn kein Geld für die Bürger da ist, dann sollen die Politiker mit gutem Beispiel vorangehen und selbst sparen!!!
  7. #156

    Zitat von Olaf Beitrag anzeigen
    ...

    Aber dann hat man natürlich einen Buhmann, dem man die Schuld geben kann und das scheint ja wohl immer noch attraktiver zu sein, als jetzt selber Verantwortung zu übernehmen und zu sagen: So geht es nicht weiter!
    ... nun konnte man ja am Beispiel von Gerhard Schröder sehen wie mit Menschen umgegangen wird die den Finger in die Wunde legen.
  8. #157

    Zitat von richie Beitrag anzeigen
    Das ist tatsächlich ein Skandal und ganz offensichtlich wollen Union und FDP daran nicht das geringste ändern. Im Gegenteil. Alle elementaren Vorschläge aus Westerwelles Steuersparbuch wurden nicht umgesetzt: Versprochen - gebrochen:
    http://daserste.ndr.de/panorama/arch...amafdp106.html

    Das war schon immer so und das wäre selbst dann auch weiterhin der Fall, wenn Kirchhofs Steuerpläne eins zu eins umgesetzt würden.
    Richtig, CDU und FDP versagen bei der Absenkung der Staatsverschuldung. Übrigens ebenso wie SPD und Grüne denen ausser Steuererhöhung und Abgabenerhöhung auch nichts einfällt. Von den Linken Staatsträumern ganz zu schweigen.

    Ob Kirchhof sich zum Mittelstandsbauch Gedanken gemacht hat - keine Ahnung. Es ging ja um die Vereinfachung des Steuerrechts, also vor allem auch um die Beseitigung von Steuerschlupflöchern und die Verringerung der Bürokratie.
    Kirchhof wurde ja u.a. von SPD Schröder diskreditiert und abgesägt und dann von der CDU fallen gelassen.
    Der Tenor von Fleischhauers Kritik ist also ok - keine Besserung in Sicht.
  9. #158

    hmmm...

    Zitat von uioikap Beitrag anzeigen
    Der "Schwarze" geht wenigestens hier und da mit seinen Überzeugungen ins Gericht.
    Nix für ungut, aber nach Jahren im SPON-Forum und als amtlich beglaubigter Gutmensch halte ich das für ein Gerücht. Die radikale Erkenntnisresistenz in Sachen Guttenberg, Sarrazin & Co hat mich jedenfalls so einige Lektionen gelehrt.
  10. #159

    Zitat von Andreas Heil Beitrag anzeigen
    Fleischhauer-Artikel zu lesen ist ja bekanntlich reine Zeitverschwendung, höchstens nützlich, wenn man sich mal ein bißchen ärgern möchte.

    Keine Sorge, hab' ihn auch diesmal nicht gelesen, aber der Teaser auf der Titelseite reicht ohnehin zum Urteil:

    Vielleicht einfach mal über etwas schreiben, wo man wenigstens im Ansatz Ahnung von hat.

    Danke.
    ... absolute Spitzenklasse diese Replik, hab' ihn auch diesmal nicht gelesen, aber der Teaser auf der Titelseite reicht ohnehin zum Urteil ist ja die beste Voraussetzung für eine Beurteilung des Sachverhaltes.

    Das gleiche Problem scheinen nicht wenige unserer Politiker auch zu haben, die Unfähigkeit andere Meinungen zu Kenntnis zu nehmen und zu sehen ob sich dadurch womöglich ein Erkenntnisgewinn ergibt.


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