Dass die hiesigen Fleischhauerschen Zeilen zum Besten gehören, was seit langem in deutschen Leitmedien veröffentlicht wurde, ist für diejenigen, die sich ihres eigenen Verstandes bedienen und insbesondere zur ökosozialistischen Einheitsdenke Abstand wahren, jedem Zweifel enthoben. Hingegen ist zweifelhaft, ob man bei SPON Herrn Fleischhhauer auch dann noch ein Forum böte, wenn seine Thesen in wahrnehmbarem Maße realpolitische Entsprechung fänden. Dann hieße es gewiss, man dürfe diesem oder jenem Rechtspopulisten oder einer rechtspopulistischen Partei keinen Vorschub leisten. Denn dass der Großteil der Medien sich diesem Vorwurf nicht aussetzen möchte, ist hinlänglich bekannt. Nicht ohne Grund lesen und hören wir (übrigens regelmäßig in den so unabhängigen öffentlich-rechtlichen Medien) stets davon, dass in unseren Nachbarländern „Rechtspopulisten“ Erfolge erzielt hätten. Man kann, so die dortige Lesart, nicht rechts sein, ohne Populist zu sein – und schon gar nicht, ohne irgendwelchen „Ewiggestrigen“ den Nährboten zu bereiten („geistiges Brandstiften“). Sich inhaltlich mit dem auseinander zu setzen, was bspw in Europa alles schief gelaufen ist, und diejenigen, die dafür Verantwortung tragen, scharf zu kritisieren, kommt vielen Journalisten nicht in den Sinn. Eher schriebe man ein Loblied auf Herrn Ackermann!
Etwas verwundert war ich darüber, dass Herr Steinhauer meint, es wäre „wünschenswert, noch mehr Menschen würden sich für den Zuzug von Außen begeistern oder den Islam für eine kulturelle Bereicherung halten.“ Wieso soll das wünschenswert sein? Nach meinem Dafürhalten darf man gern auch jede Religion ablehnen. Und dass ein Zuzug von Außen durchaus auch den Interessen der Menschen entgegenstehen kann, sollten wir unterdessen gelernt haben. Und sogar jenseits aller Integrationsprobleme muss niemand sagen, er fühle sich kulturell um eine Dönerbude oder einen Gemüseladen oder um sonstwas bereichert. Ob sie sich bereichert fühlen, dürfen die Menschen gern selbst entscheiden. Dazu sind sie sicher in der Lage, und sie gewinnen ihr Urteil auch aus Erfahrung. Ihnen vorzuschreiben, was sie zu denken haben, heißt das zu tabuisieren, was sie nicht denken sollen. Als Freiheitlicher habe ich mit derartigen Beschränkungen große Probleme.



