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S.P.O.N. - Der Schwarze Kanal: Ruf nach der Mama
Das Schicksal des Euro entscheidet sich in Italien. Leider reden sich viele Italiener ein, allein die Bundeskanzlerin könne ihr Land retten. Dabei müssten sie endlich die Macht der Gewerkschaften brechen, um ihre Wirtschaft in Schwung zu bringen.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...840136,00.html
- #140 21.06.2012 20:03 von
Ansonsten würde es noch teurer
- #141 21.06.2012 20:13 von
NOCH höhere Mathematik.
"die Macht der Gewerkschaften brechen," ist ein Rezept, "um ihre Wirtschaft in Schwung zu bringen."?
So wie nach '45 die Macht der deutschen Gewerkschaften erstmal gebrochen werden mußte, damit Erhard (und zwar Ludwig!) das Wirtschaftswunder erfinden durfte?
Ihre Geschichtsvergessenheit ist für einen Kolumnisten lächerlich.
Sie hätten auch mal darauf eingehen können, wieviel von was die von Ihnen inkriminierten Prozentzahlen bedeuten. Vielleicht brauchen Sie hier selbst auch ein Übersetzungsprogramm.
Wirklich kotzübel wird einem aber am Ende:
Deutschland geht es besser als wem? Wer ist 'Deutschland'? Auf wessen Nutzen[/B] werden Kanzler vereidigt? Etwa das Land? Sind Sie taub, Herr Fleischhauer? So taub wie Schröder?
Kausalität schwache Gewerkschaften>starke Wirtschaft (siehe oben)?
Genau. Gas-Gerd gebührt so einiges. Nach dessen -und offenbar Ihrer- Ansicht mehr, als der deutsche Steuerzahler zu leisten gewillt ist.
Denken übrigens noch mal genau darüber nach, wer der letzte war, der in Deutschland die Macht der Gewerkschafen gebrochen hat!
Mit Besitzstandswahrern haben Sie nicht mal Unrecht. Gewerkschaften vertreten die Interessen ihrer Mitglieder. Der Gegenpart ist die Unternehmerseite. Regierungen haben dabei nichts verloren. Tarifautonomie. Daß 'Senkung der Arbeitgeberbeiträge' in Wirklichkeit staatlich verordnete Lohnkürzung ist, lassen Sie mal am besten einen Finanzwissenschaftler erklären. Juristen -wie Schröder, die meisten Politiker sowie BVG-Richter-verstehen diesen Zusammenhang regelmäßig nicht.
Daß Gewerkschafter und SPD sich nicht mehr vertrugen, ist wohl eher letzterer anzulasten.
Schröders faule Früchte gehören auf den Müll. Vor neuem Auskeimen. Und Sie, Herr Fleischhauer, zur 60-jährigen BLÖD-Zeitung.
Grüße, tutmosis - #142 21.06.2012 20:17 von
- #143 21.06.2012 20:34 von
- #144 21.06.2012 20:34 von
Nö, nö!
Nein. Sie sprechen von der Abgeltungssteuer auf Kapitaleinkünfte (eine Vermögenssteuer = Substanzbesteuerung haben wir nämlich nicht), dieses Kapital ist vorherig aber erwirtschaftet worden. Ok? Das ist nämlich nicht vom Himmel gefallen. "Leistungsloses Einkommen" gibt es übrigens nicht - eine typische Lafontaine-Dummfloskel. Wenn Sie mir 1 Millionen Euro für 3 Jahre zur Verfügung stellen, ist sehr wohl eine Leistung, die als Gegenleistung mit dem Zins vergolten wird.
Grüße - #145 21.06.2012 20:37 von
erst mal nachdenken.....
... sicher geht es unserer Wirtschaft nun besser - aber den MENSCHEN geht es schlechter - Überstunden, weniger Urlaub, mehr Stress, später Rente, Billiglöhner - da verzichte ich doch auf die florierende Wirtschaft und mache mir solange es einigermaßen geht, einen guten Lenz!
- #146 21.06.2012 20:38 von
Die Restaurant Geschichte mit Banken, Markt & CDO‘s
Als sich die 10 Freunde eines Abends wieder trafen hatte Nr.10 eine schlechte Nachricht. Jungs, meine Bank hat Liquiditätsprobleme weil ich Geld am Finanzmarkt in schlechte US Immobilien investiert habe. Wenn ihr mir beisteht, kann ich euch auch weiterhin helfen die Rechnung zu bezahlen sonst…
Ach ja Nr. 9 du hast ja noch ein Darlehen für deine Firma bei mir, die bräuchte ich dann und ähm Nr. 8 deine Hypothek für dein Häuschen wäre dann auch fällig achja und Nr. 7 ich könnte mich dann nicht an deinem Startup beteiligen dass du am planen bist.
Na was denken Sie, wie sollen sich die 9 Freunde verhalten? - #147 21.06.2012 20:45 von
Vernünftige deutsche Gewerkchaften
Ein guter Kommentar. Allerdings denke ich nicht, dass es an der angeblichen "Schwäche" der deutschen Gewerkschaften liegt, dass es in Deutschland so gut läuft. Vielmehr sind die Betriebsräte in den meisten Fällen sehr vernünftige Menschen, und das Verständnis für die Unternehmen ist auch in den Gewerkschaftszentralen - abseits aller rhetorischen Spielchen - sehr groß. Man sieht das sehr gut an der Zeitarbeitsdiskussion: Nicht einmal die Gewerkschaften wollen sie abschaffen, sie wollen sie nur eindämmen und nicht ausufern lassen. Weiter so! Wenn die radikalen Gewerkschaften in den Mittelmeerländern begreiffen würden, dass Einstellen von Mitarbeitern für das Unternehme kein existenzbedrohendes Abenteuer sein darf, ginge es diesen Ländern bedeutend besser.
- #148 21.06.2012 20:51 von
@Stefan Wenzel
Bitte das Posting ansehen, auf dass Sie sich da bezogen hatten. Dieser Forist sprach explizit von Einkünften aus(!) Vermögen. Und das ist vorher nicht besteuert worden. Würden Sie sich ihr tatsächlich vorher versteuertes Vermögen (z.B. durch Lohnsteuer) unters Kopfkissen legen, würde keine Steuer anfallen. Legen Sie's an, entfallen Steuern nur auf das, was Sie da an Gewinn mitnehmen (Zinsen, Dividenden, etc.)
Ich hab auch absolut nichts dagegen, dass man dafür Geld bekommt, wenn man anderen sein Geld zur Verfügung stellt. Allerdings ist es schon ein sehr großer Unterschied, ob ich dafür Geld bekomme, dass ich jeden Tag zur Arbeit gehe oder einfach dafür, dass ich lediglich mein Kapital zur Verfügung stelle. Dieser Unterschied sollte sich auch in der Besteuerung zeigen. Vor allem deshalb, weil die Einkünfte aus Vermögen zunehmen während die durch echte Arbeit abnehmen.
Ist mir übrigens auch völlig egal, wer(!) eine Meinung vertritt. Ich orientier mich an der Aussage und nicht daran, wer sie vielleicht zufällig noch vertreten könnte. - #149 21.06.2012 21:08 von
Ja die Italiener könnten ihre Probleme selbst lösen
zunächst kann ich Fleischhauers Argumentation bzgl. Gewerkschaften nicht nachvollziehen. Mag sein dass diese Macht in I zu gross ist (ein Beispiel wird genannt), deutsche Verhältnisse sind in I aber mit Sicherheit nicht durchzusetzen, so brav wie der deutsche Michel sind die Italiener nicht.
Italien ist ein Land mit einer gut strukturierten Volkswirtschaft, einem hohen Pro-Kopf Privatvermögen und einem total überschuldeten Staat.
Der Hauptgrund für den total überschuldeten Staat ist die immense Schattenwirtschaft - wo Geld am Staat vorbei "verdient" wird wachsen halt die Konten der Bürger und dem Staat fehlen die entsprechenden Steuergelder.
Zahlen einer US Studie basierend auf Daten der Weltbank bezeichnen den Umfang der Schattenwirtschaft in D auf 16%, in I auf 27% und in GR auf 27,5%.
http://www.tackletaxhavens.com/Cost_...d_Nov_2011.pdf
11% Punkte Differenz bedeuten (bei einem BSP in I von ca. 1600 Mrd. EURO) ca 175 Mrd. EURO die relativ weniger versteuert werden. Pro Jahr. Bei nur 33% Steuer (die Studie beziffert die Taxrate in Italien noch weit höher) sind das ca. 60 Mrd EURO pro Jahr die dem Staat entgehen.
Und Monti fordert die Einführung von EUROBONDS. Man muss ihm diese Zahlen solange unter die Nase reiben bis er mit diesem Unsinn aufhört. Für derartige nationale Folklore darf man den europäischen Steuerzahler nicht verantwortlich machen
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