Meinungsfreiheit ist nicht jedermanns Sache. Das bekommt auch der Autor dieser Kolumne regelmäßig zu spüren, wenn er von Lesern für seinen Beitrag massiv im Forum angegriffen wird. Eine kleine Kostprobe.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...793563,00.html
"Linke" lassen durchaus andere Meinung zu, halten aber damit nicht hinter dem Berg, dass man als Andersdenkender im besten Falle dumm, aber durchaus auch ein schlechter Mensch sein kann.
Es ist eine gewisse Überheblichkeit, die einfach Teil der linken Identifikation ist und der Drang die Welt in gut und böse einzuteilen, was Herr Fleischhauer sehr gut auf den Punkt bringt.
Die Frage ist, ob man die Meinung argumentativ angreift oder den Entäußerer der Meinung!!
Und gerade die "Gutmenschen" halten eine inhaltliche Auseinandersetzung vielfach für überflüssig, weil sie sich in einer Situation der moralischen Überlegenheit erachten. Daher kommt wohl auch zu fast jedem politisch brisanten Thema im Forum früher oder später die Nazi-Keule. DAS ist Mundtot-machen und NICHT Kritik an einer Meinung.
Na wenigstens wissen wir nun, dass unsere Kommentare vom Autor gelesen werden. Eine wertvolle Information :)
Ich weiß ja nicht, lieber Herr Fleischhauer, ob es gut ist, dass Sie Beiträgen auf solchem Niveau an dieser Stelle auch noch eine Plattform geben. Und wird es helfen? Auch diese neue Folge wird wieder die verbalen Schläger aus der Versenkung hervorholen. Sie prügeln bereits. (Und geben Ihrer Kolumne damit Recht.)
Um eines solchen Niveaus generell Herr zu werden und die Vertreibung der Menschen mit normalen Umgangs- und Diskussionsformen aus den Foren zu verhindern, zwei Vorschläge an die SPON-Redaktion:
1. Abschaffung der Nicknames und statt dessen die Verwendung der tatsächlichen Namen, wie es beispielsweise die FAZ handhabt. Wenn man namentlich dazu stehen muss, was man schreibt, wird sich ein Großteil der Gossen-Kommentare von selbst erledigen. Das wird Sie sicher Publikum kosten, aber das kann diesen Foren hier nur gut tun. Andere Leser kommen dafür vielleicht zurück, die sich momentan nur kopfschüttelnd abwenden.
2. Entschiedenere Moderation! Wenn ein Beitrag so eindeutig beleidigend ist und damit gegen die Grundregeln jedes drittklassigen User-to-User-Forums verstößt (Ihre Auflistung bietet viele Beispiele!), frage ich mich, warum er überhaupt freigeschaltet wird.
Ich gebe zu, dass ich mit dem schwarzen Kanal auch nicht viel anfangen kann. Ich halte den Blog für die Meinungsäusserung von jemanden der sehr weit rechts aussen steht. Darf er ja auch gerne, aber wo ist das Problem wenn manche Leute Unverständis über seine Position äussern, die wenigsten Zitate waren wirklich beleidigend und können mit einem Schulterzucken abgetan werden.
Das ist nämlich auch Meinungsfreiheit.
Es gibt glaube ich keinen Autor hier (oder irgendwo) zu dem alle und jederzeit Ja und Amen sagen.
Eigenlich scheint der schwarzer Ritter "Jan Fleischhauer" selbst ein Problem mit der Meinungsfreiheit zu haben, immerhin ist es nur fair, daß jemand seine Meinung über eine Meinung gibt.
Wer dafür bezahlt wird, sehr einseitige Kommentare geben, sollte sich über Kritik nicht wundern und so schlimm ist die Kritik nicht, wenn die Zitate wirklich die schlimmst möglichen Formen darstellen.
Zudem sollte man sich über Kritik doch nicht ärgern, sie ist hilfreich, man findet bei sich selbst Schwachpunkte, kommt vielleicht ein wenig ins Grübeln und überdenkt ein paar Sätze noch einmal und im Notfall hat man immer jemanden, der dazu bereit ist schriftlich intensiv mit einem Meinung auszutauschen. Eigentlich sind für jeden, der an die Öffentlichkeit geht die Gegner doch wichtiger als die Freunde, die Gegner hören einen besser zu und beschäftigen sich mehr mit dem eigenen Produkten.
Jan Fleischhauer, sie spielen nun einmal den schwarzen Vorkämpfer, der auf Dialektik, Hinterfragen des eigenen Standpunkts, Denken jenseits der eigenen Meinung und andere Errungenschaften verzichtet, ihre Rolle verlangt, daß sie sich Gegner schaffen und die Leute ihre Tiraden nicht mögen, nur so erzeugen sie Aufmerksamkeit für sich und ihren Arbeitgeber. Sie leben davon, daß Menschen dafür leben wollen, sich über andere Menschen aufzuregen.
Sie haben nur die Wahl ihren Stil zu verbessern, ihn wissenschaftlich und vernünftig werden zu lassen, oder sich einen anderen Platz für ihre Kommentare zu suchen.
Auch fehlt ihnen doch die Bereitschaft mal zu überprüfen, sollte sie der Widerspruch wirklich überraschen, mal die Vorwürfe zu überprüfen und bei Bedarf zu beheben.
Gut, eine Kolumne fordert wohl das wilde Wüten ohne Faktenbasis, ohne große Gedanken und so weiter, aber mit viel heißer Luft und Rollenspiel.
Aber eins find ich gut: Die Wortschöpfung 'Multikultilarismus'