Meinungsfreiheit ist nicht jedermanns Sache. Das bekommt auch der Autor dieser Kolumne regelmäßig zu spüren, wenn er von Lesern für seinen Beitrag massiv im Forum angegriffen wird. Eine kleine Kostprobe.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...793563,00.html
Was mich ja wundert, ist, dass anscheinend bisher noch niemand versucht hat mit den Eltern Herrn Fleischhauers Kontakt aufzunehmen, und von dort ein paar Zusatzinformationen einzuholen.
Wenn Herr Fleischhauer ähnlich wilde Thesen wie jetzt, aber politisch auf links fabriziert hätte, hätte Bild doch schon längst mit den Eltern über den mißratenen Sohn gesprochen.
Aber für alle! Nicht nur für die die das Urheberrecht meistbietend ersteigert haben.
Dieses Volkslied wurde das beliebteste in Deutschland, weil es jedem ein Recht auf freie Gedanken zuspricht und nicht nur wenigen Meinungswächtern.
Deshalb verstehe ich auch nicht, warum ich bei dieser Kolumne mehrfach zensiert wurde, obwohl ich permanent für Meinungsfreiheit eintrete.
den "öffentlichen Raum", trotz verabscheuungswürdiger "rechtspopulistischer" Aufweichungstendenzen nach wie vor beherrscht von moralinsaurer PC und Nazi-Keule, ganz im Sinne der Alt68er.
na ja, bei den meisten hier ist es eher ein Zustand. Unter "politisch" würde ich eine Neigung zur Reflexion der eigenen Ansicht verstehen, und einer handverlesenen Auswahl linker Foristen billige ich das auch vorbehaltslos zu. Aber das Gros vegetiert hier linksintellektuell im Zustand des angeborenen "rechthabens". Das ist nicht "politisch" sondern eingebildet.Was Ihren Eindruck des Empfindens als "politische Gruppe" betrifft, gebe ich Ihnen allerdings Recht:
In einer Gesellschaft, die die (rechts-)konservative Auslegung einer Marktwirtschaft akzeptiert und als "normal" betrachtet; einer Auslegung, die sich des "sozialen" zu entledigen versucht, ist "links" zu sein sehr politisch.
aha. Und warum?Und mehr als notwendig denn je.
Aus welchem Grund? Fühlen Sie sich angegriffen? Irgendwie bedroht? Schmeckt Ihnen bei Lektüre meiner Kommentare Ihre pappig-rote 68'er Spätlese nicht? Vergessen Sie sich gelegentlich soweit, unbeherrscht mit der Faust auf die Lehne Ihres Plüschsessels zu schlagen, obwohl Sie genau wissen, daß Sie dann immer vom aufsteigenden Staub heftig husten und niesen müssen? Ich sehe schon. Sie sind ein Opfer...Auch Sie sollten Ihren Beißreflex gegen links vielleicht etwas überdenken.
Gut, Fleischhauer ist ein Monothematiker. Darum heisst seine Kolumne auch "der schwarze Kanal" und nicht "der bunte Kanal". Aber sind das die übrigen Kolumnisten nicht alle auch? Ist Jakob Augsteins Kolumne "im Zweifel links" nicht auch monothematisch und vorhersehbar? Und sind es die Reaktionen auf die Kolumnen nicht ebenfalls? Egal was Fleischhauer schreibt, die Reaktionen darauf sind ebenso monoton und vorhersehbar.
Im Übrigen ist das meiste, was in den Zeitungen steht voraussehbar, allen voran die Eurokrise. Seit zwei Jahren lese ich jeden Tag den selben Bericht darüber. Bzw. ich lese das schon gar nicht mehr.
Das ist nicht zuletzt auch eine perfide Taktik der Linken, um sich unangreifbar zu machen. Wann immer jemand valide Sachargumente gegen linke Positionen vorbringt, behaupten Linke, das habe doch alles nichts mit Linkssein zu tun und überhaupt sei man ja ganz anders. Dadurch wird die enorme Zersplitterung bei der Durchsetzung von linker Positionen gleichermaßen zum Segen wie zum Fluch: zum Segen, weil die Linken sich gegen Kritik immun machen und ihre Positionen aufgrund ihrer Vielfalt weder greif- noch angreifbar sind, und zum Fluch, weil diese Zersplitterung ein geschlossenes Auftreten und die Übernahme einer politischen Verantwortung verhindert. Man könnte sagen, die Linken vereinfachen es sich mit dieser Taktik, ihre Positionen zu vertreten, aber bei der Durchsetzung stehen sie sich damit selbst im Weg.
Da es aber gerade die Linken sind, die Interessenpolitik als unmoralisch bewerten, wiegt es umso schwerer, wenn sie ihren eigenen Ansprüchen nicht genügen. Mit der in Anspruch genommenen moralischen Überlegenheit ist es dann offenbar nicht sonderlich weit her.
Herr Fleischhauer,
natürlich ist es für alle Linken beschämend, wie hier bezahlte Schreiberlinge aus der kommunistisch-linksfaschistischen Ecke auf den mühsam errungenen Freiheiten und Ihrer Würde herumtrampeln. Unerträglich und widerwärtig nenne ich das.
Andererseits ehren diese Anfeindungen, ach was sage ich, sie adeln Sie. Sie sind derjenige, der in dieser mainstreamigen, poltisch korrekt flachgelutschten Welt noch Position bezieht. Sie sind der Teufelskerl, nicht die!
Es bleibt abzuwarten, ob Sie diese Jungs am Ende bezahlen, damit der Eindruck entsteht, Ihre Kolumne würde gelesen oder ob das alles nur dem perfiden linken Plan folgt, durch eine geschickte Doppelagentenstrategie die vermeintliche Unterlegenheit der Konservativen blosszustellen. Die journalistische Qualität Ihrer Beiträge ist Beleg genug dafür, oftmals allein aus historischer oder logischer Sicht, dass Sie nichts von dem, was Sie schreiben, selbst ernst nehmen.
Es steht allerdings zu befürchten, dass es einige verwirrte und verirrte Seelen hier im Forum gibt, die das,was sie da abliefern für bare Münze nehmen.
Die werden auch die Fotos, wie Sie mit Lafontaine, Merkel, Westerwelle und dem schwer angeschickerten Gysi auf der Terrasse Ihres toskanischen Landsitzes den lieben Gott einen guten Mann sein lassen, für eine üble Fotomontage neoliberaler Arschlöcher halten.
Ich freue mich auf unser nächstes Treffen. Ich wusste gar nicht, dass Sie mal so aussahen wie auf dem Foto. Die Dreadlocks stehen Ihnen tatsächlich viel besser.