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S.P.O.N. - Der Schwarze Kanal: Die große Datenphobie

In der Koalition gärt der Streit um die Vorratsdatenspeicherung. Die Union will mehr Zugriffsrechte für die Behörden, die FDP sperrt sich. Dabei ist nicht ganz klar, vor was die Deutschen eigentlich solche Angst haben sollen: Dass*die Demokratie*wieder in eine Diktatur umschlägt?

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...758881,00.html
  1. #260

    "links" ist da, wo der Daumen rechts ist

    Dieses Gesabbel von den "Linken", wie man es derzeit im eher "rechten" Europa allenthalben hört, entlarvt jedes Stammtisch-Geschwätz. Es gibt sie schlicht nicht, cie "Linken", oder auch die "Rechten". Aber es gibt Vater Staat, für den Informationen Machtgewinn bedeuten, egal ob er von Linken oder Rechten regiert wird. Und Informationen können immer und jederzeit missbraucht werden, wenn nicht von dieser Regierung, dann von der nächsten oder übernächsten. Da fehlt nur noch so eine Spiesser-Aussage wie "Sollen sie doch meine Daten haben, ich hab eh nix zu verbergen". Schön, Herr Fleischhauer, Sie sind also nicht nur ein Stammtisch-Schwätzer, Sie haben auch nichts zu verbergen. Wie langweilig! Aber danke für den Hinweis auf die Feinde des Staates, die hatte ich ja ganz vergessen. Z.B. die "Linken", die "Rechten"...
  2. #261

    Unsinn!

    Zitat von fast_weise Beitrag anzeigen
    Was die Kolumne jedoch wieder in die Realität zurückholt ist die Tatsache, dass Fleischhauer zu Recht auf den Widerspruch der linken "Bürgerrechtskämpfer" hinweist, die im Sicherheitsbereich vehement alles verteufeln,was die Rechte des Staates betrifft, jedoch im Sozialversicherungsbereich oder der Bildung maximalen Staatsvorbehalt schaffen wollen.
    Dieses Argument ist ungefähr so dämlich, als würden Sie jemanden dafür kritisieren, dass er seiner Autowerkstatt zwar sein Auto anvertraut, ihr aber keine Vollmacht über seine Konten geben will. Auch da hat das eine überhaupt nichts mit dem anderen zu tun.
  3. #262

    Stasi

    Zitat von jan_nebendahl Beitrag anzeigen
    Blablabla, "Wer nichts zu verbergen hat, hat auch nichts zu befürchten", dieses Zitat hat er sich gespart, der Herr Fleischhauer, nichts anderes sagt letztendlich seine Kolumne aus, nur in viele .....
    Sie haben das Problem gut beschrieben! Ich betrachte mich als konservativ und habe Nichts gegen eine effiziente Verbrechensbekämpfung. Mit Videokameras an öffentlichen Plätzen, die den früher vorhandenen "Schutzmann" ersetzen, habe ich kein Problem. Die können den Tätern zwar nicht hinterherlaufen, aber sei's drum. Dafür können die sich Gesichter besser merken. Eine andere Qualität bekommt das Ganze, wenn die Dinger vernetzt werden. Auch wenn man sich Bewegungsprofile zur Verfolgung schwerster Verbrechen wünschen mag,die mögliche Gefahr des Missbrauchs ist gegeben. Ein Schäuble macht mir da keine Angst, eher linke und grüne Gesinnungstäter. Welche Verbrechen man mit "humanitären Zielen" rechtfertigen kann, sehen wir gerade in Libyen. Übrigens, die Stasi war keine Erfindung der CDU.
  4. #263

    Hinz und Kunz

    Zitat von Grestorn Beitrag anzeigen
    (..)Und warum birgt die VDS ein höheres Risiko? So lange nicht Hinz und Kunz auf die Daten zugreifen kann (und da haben Sie bei Autokennzeichen, wo ähnliches gilt, ja auch kein Problem), sehe ich da kein größeres Risiko.
    Ein Hauptproblem der VDS ist gerade, dass (beinahe) Hinz und Kunz auf die Daten zugreifen können, denn die Behörden (BKA, LKAs, Polizei, Nachrichtendienste, Staatsanwaltschaften, Zoll usw.) betreiben die VDS ja nicht selber, sondern machen die Telco- und Intenetunternehmen, bzw. deren technisches Personal zu Hilfssheriffs, die die VDS durchzuführen haben und bei entsprechenden Anfragen der Behörden natürlich auch die nötigen Datenselektionen und -übermittlungen ausführen müssen. Da wird ein ziemlich großer, kaum zu überblickender und zu kontrollierender Personenkreis mit hochsensiblen, quasi hoheitlichen Aufgaben (zwangs-)betraut und dem potentiell hochlukrativem Mißbrauch dieser Befugnissse Tür und Tor geöffnet.
    Was würden Sie denn davon halten, wenn z.B. ihr Nachbar von der Staatsanwaltschaft dazu verpflichtet würde, rund um die Uhr Ihren Wohnungseingang zu videofilmen, die Aufzeichnungen sechs Monate aufzubewahren und auf Verlangen den Behörden auszuhändigen? Und das, obwohl Sie sich niemals etwas zuschulden kommen lassen haben und keinerlei Verdachte gegen Sie bestehen. Und wenn ein neuer Nachbar einzieht, bekommt dieser die Aufgabe übertragen und wenn Ihr Nachbar in Urlaub fährt, übernimmt einer seiner Freunde vorrübergehend die wichtige Aufgabe im Dienste der Kriminalitäts- und Terrorbekämpfung. Und wenn die Behörden irgendwann feststellen, dass die Eingangsüberwachung keine ausreichenden Ergebnisse bei der Kriminalitätsbekämpfung liefert, werden Kameras auf Ihre Fenster gerichtet und Richtmikrofone installiert und all das muss Ihr Nachbar machen, ob er will oder nicht.
    Und Ihr Postbote wird verpflichtet, alle Briefe, die Sie bekommen, vor Aushändigung zu öffnen, Fotokopien anzufertigen und diese sechs Monate lang bei sich zu Hause aufzubewahren, um sie bei Aufforderung den Behörden aushändigen zu können. (Natürlich darf der Postbote sich weder die Originale, noch die Kopien genau ansehen und muss diese gut verschliessen und nach Ablauf der Aufbewahrungsfrist auch wirklich vernichten!)
  5. #264

    Unsinn!

    Zitat von fast_weise Beitrag anzeigen
    Was die Kolumne jedoch wieder in die Realität zurückholt ist die Tatsache, dass Fleischhauer zu Recht auf den Widerspruch der linken "Bürgerrechtskämpfer" hinweist, die im Sicherheitsbereich vehement alles verteufeln,was die Rechte des Staates betrifft, jedoch im Sozialversicherungsbereich oder der Bildung maximalen Staatsvorbehalt schaffen wollen.
    Dieses Argument ist ungefähr so dämlich, als würden Sie jemanden dafür kritisieren, dass er seiner Autowerkstatt zwar sein Auto anvertraut, ihr aber keine Vollmacht über seine Konten geben will. Auch da hat das eine überhaupt nichts mit dem anderen zu tun.
  6. #265

    Die folgenden Fehler traten bei der Verarbeitung auf:

    Zitat von Tubus Beitrag anzeigen
    Sie haben das Problem gut beschrieben! Ich betrachte mich als konservativ und habe Nichts gegen eine effiziente Verbrechensbekämpfung. Mit Videokameras an öffentlichen Plätzen, die den früher vorhandenen "Schutzmann" .....
    Aha, toller Spannungsbogen von Schäuble über "linke und grüne Gesinnungstäter" hin zu Libyen. Platter geht es nimmer, oder? Immer schön versuchen, die die anderer meinung sind zu kriminalisieren, Das tun Sie mit dem Wort "Täter". Erst denken, dann schreiben?

    Übrigens: ich weiß nicht, wer behauptet haben soll, dass die Stasi eine Erfindung der CDU war.
  7. #266

    cdsu=Daten-Sammel-Wut-Partei

    Zitat von Tubus Beitrag anzeigen
    Übrigens, die Stasi war keine Erfindung der CDU.
    vielleicht aber ein Vorbild, zumindest in Punkto Datensammelwut.
  8. #267

    Hinz und Kunz

    Zitat von Grestorn Beitrag anzeigen
    (..)Und warum birgt die VDS ein höheres Risiko? So lange nicht Hinz und Kunz auf die Daten zugreifen kann (und da haben Sie bei Autokennzeichen, wo ähnliches gilt, ja auch kein Problem), sehe ich da kein größeres Risiko.
    Ein Hauptproblem der VDS ist gerade, dass (beinahe) Hinz und Kunz auf die Daten zugreifen können, denn die Behörden (BKA, LKAs, Polizei, Nachrichtendienste, Staatsanwaltschaften, Zoll usw.) betreiben die VDS ja nicht selber, sondern machen die Telco- und Intenetunternehmen, bzw. deren technisches Personal zu Hilfssheriffs, die die VDS durchzuführen haben und bei entsprechenden Anfragen der Behörden natürlich auch die nötigen Datenselektionen und -übermittlungen ausführen müssen. Da wird ein ziemlich großer, kaum zu überblickender und zu kontrollierender Personenkreis mit hochsensiblen, quasi hoheitlichen Aufgaben (zwangs-)betraut und dem potentiell hochlukrativem Mißbrauch dieser Befugnissse Tür und Tor geöffnet.
    Was würden Sie denn davon halten, wenn z.B. ihr Nachbar von der Staatsanwaltschaft dazu verpflichtet würde, rund um die Uhr Ihren Wohnungseingang zu videofilmen, die Aufzeichnungen sechs Monate aufzubewahren und auf Verlangen den Behörden auszuhändigen? Und das, obwohl Sie sich niemals etwas zuschulden kommen lassen haben und keinerlei Verdachte gegen Sie bestehen. Und wenn ein neuer Nachbar einzieht, bekommt dieser die Aufgabe übertragen und wenn Ihr Nachbar in Urlaub fährt, übernimmt einer seiner Freunde vorrübergehend die wichtige Aufgabe im Dienste der Kriminalitäts- und Terrorbekämpfung. Und wenn die Behörden irgendwann feststellen, dass die Eingangsüberwachung keine ausreichenden Ergebnisse bei der Kriminalitätsbekämpfung liefert, werden Kameras auf Ihre Fenster gerichtet und Richtmikrofone installiert und all das muss Ihr Nachbar machen, ob er will oder nicht.
    Und Ihr Postbote wird verpflichtet, alle Briefe, die Sie bekommen, vor Aushändigung zu öffnen, Fotokopien anzufertigen und diese sechs Monate lang bei sich zu Hause aufzubewahren, um sie bei Aufforderung den Behörden aushändigen zu können. (Natürlich darf der Postbote sich weder die Originale, noch die Kopien genau ansehen und muss diese gut verschliessen und nach Ablauf der Aufbewahrungsfrist auch wirklich vernichten!)
  9. #268

    .

    Zitat von Grestorn Beitrag anzeigen
    Ich will mit Ihnen hier und jetzt nicht über Raubkopien diskutieren. Das ist ein anderes Thema und gehört hier nicht her.
    Klar ist, dass es nicht ausreichen darf, dass eine private Firma die Person hinter einer IP Adresse wissen will, egal warum. Ich glaube, da sind Sie und ich einer Meinung.

    Und ob ein Richter eine Urheberrechtsverletzung als ausreichend ansieht oder nicht (da hängt es ja dann auch von der Schwere des Vergehens ab) ist seine Sache. Eine Urheberrechtsverletzung kann übrigens durchaus eine Straftat sein. Es kommt nur auf die Größe des Vergehens an. Oder meinen Sie, es wäre keine Straftat, wenn ich Ihr Musikstück unter meinem Namen veröffentliche und damit Geld mache? Auch das ist "nur" eine Urheberrechtsverletzung.
    Das Problem dabei ist, daß es diese Industrie geschafft hat Gerichte davon zu überzeugen, daß der (automatisierte) Upload zb in Tauschbörsen schon als gewerbsmäßiges Handeln gilt. D.H es wird heute schon blindlings Auskunft an private Firmen (oder Anwälte) gegeben, und dank Störerhaftung kann das Verhalten eines Dritten (sei es Kind oder ein "WLAN-Hacker") den finanziellen Ruin einer ganzen Familie bedeuten. Die VDS zielt nun darauf ab noch größere Summen für längere Zeiträume herauszuschlagen bzw länger verfolgen zu können. Daß gewerbliches Handeln mit "Raubkopien" (mit Gewinnabsicht) unter Strafe gestellt gehört (wie in Ihrem Beispiel) bezweifelt keiner, einen Upload in einer Tauschbörse so zu behandeln aber schon.
  10. #269

    Hinz und Kunz

    Zitat von Grestorn Beitrag anzeigen
    (..)Und warum birgt die VDS ein höheres Risiko? So lange nicht Hinz und Kunz auf die Daten zugreifen kann (und da haben Sie bei Autokennzeichen, wo ähnliches gilt, ja auch kein Problem), sehe ich da kein größeres Risiko.
    Ein Hauptproblem der VDS ist gerade, dass (beinahe) Hinz und Kunz auf die Daten zugreifen können, denn die Behörden (BKA, LKAs, Polizei, Nachrichtendienste, Staatsanwaltschaften, Zoll usw.) betreiben die VDS ja nicht selber, sondern machen die Telco- und Internetunternehmen, bzw. deren technisches Personal zu Hilfssheriffs, die die VDS durchzuführen haben und bei entsprechenden Anfragen der Behörden natürlich auch die nötigen Datenselektionen und -übermittlungen ausführen müssen. Da wird ein ziemlich großer, kaum zu überblickender und zu kontrollierender Personenkreis mit hochsensiblen, quasi hoheitlichen Aufgaben (zwangs-)betraut und dem potentiell hochlukrativem Mißbrauch dieser Befugnissse Tür und Tor geöffnet.
    Was würden Sie denn davon halten, wenn z.B. ihr Nachbar von der Staatsanwaltschaft dazu verpflichtet würde, rund um die Uhr Ihren Wohnungseingang zu videofilmen, die Aufzeichnungen sechs Monate aufzubewahren und auf Verlangen den Behörden auszuhändigen? Und das, obwohl Sie sich niemals etwas zuschulden kommen lassen haben und keinerlei Verdachte gegen Sie bestehen. Und wenn ein neuer Nachbar einzieht, bekommt dieser die Aufgabe übertragen und wenn Ihr Nachbar in Urlaub fährt, übernimmt einer seiner Freunde vorrübergehend die wichtige Aufgabe im Dienste der Kriminalitäts- und Terrorbekämpfung. Und wenn die Behörden irgendwann feststellen, dass die Eingangsüberwachung keine ausreichenden Ergebnisse bei der Kriminalitätsbekämpfung liefert, werden Kameras auf Ihre Fenster gerichtet und Richtmikrofone installiert und all das muss Ihr Nachbar machen, ob er will oder nicht.
    Und ihr Postbote wird verpflichtet, alle Briefe, die sie bekommen, vor Aushändigung zu öffnen, Fotokopien anzufertigen und diese sechs Monate lang bei sich zu Hause aufzubewahren, um sie bei Aufforderung den Behörden aushändigen zu können. (Natürlich darf der Postbote sich weder die Originale, noch die Kopien genau ansehen und muss diese gut verschliessen und nach Ablauf der Aufbewahrungsfrist auch wirklich vernichten!)








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