"Und wenn es doch Absicht war?
Bei aller Liebe zur Chaos-Theorie und Murphy's Law: wer glaubt denn in dieser Geschichte und dem Hintergrund noch ernsthaft an ein Versehen?
Chaos und Willkür - oder doch eher gezielte Vertuschung? Im Fall der Aktenvernichtung beim Verfassungsschutz sollten wir uns nicht mit der schwer widerlegbaren Erklärung zufrieden geben, diese Panne sei aus reinem Dilettantismus entstanden. Wir müssen weiter Fragen stellen.
http://www.spiegel.de/kultur/gesells...842965,00.html
"Und wenn es doch Absicht war?
Bei aller Liebe zur Chaos-Theorie und Murphy's Law: wer glaubt denn in dieser Geschichte und dem Hintergrund noch ernsthaft an ein Versehen?
Der Vorwurf, dass der Verfassungsschutz an den Morden beteiligt war entspricht doch mehr der Weltsicht des Autors als der Realität.
Nach dem alten linken Motto der Staat und seine Organe sind Böse.
Es ist eigentlich eine Frechheit, normalerweise muss der Ankläger die Schuld beweisen nicht der Angeklagte seine Unschuld. Nicht so wie in diesem Fall bei moralische höheren Personen.
Weiter ist die Bezeichnung „Döner-Morde“ eine Erfindung der Medien.
Organisierte Kriminalität ist nur unter Deutschen ohne Migrationshintergrund zu finden, deshalb ist es schon ein Zeichen des Rassisten sollte er dieses nicht ausschließen, so einfach kann die Welt sein.
Hans Leyendecker hat doch Recht! Sie sind nicht einmal in der Lage, Unterlagen so zu vernichten, dass niemand bemerkt, dass es mal Unterlagen gegeben hat. Das ist der gleiche Dienst, der Deutschland vor Terroristen schützen soll, der - wie der Name sagt - die Verfassung schützen soll. Die Aktion ist doch kaum an Albernheit zu überbieten. Und ausgerechnet dieser Untersuchungsausschuss soll Licht ins Dunkel bringen? Ich versuche mich gerade zu erinnern, wann ein Untersuchungsausschuß jemals etwas zur Erhellung eines Falls beigetragen hat.
Gute Fragen Herr Diez! Was könnte denn geschehen sein? Vielleicht hat da "Irgendjemand" einen riesen Schreck bekommen? Vielleicht standen einige oder sogar alle Beteiligten dieser Terrorzelle auf den Gehaltslisten des Verfassungsschutzes? Und darum dann das...
Mit Geheimdiensten haben wir im Osten Deutschlands so unsere (unseligen) Erfahrungen. Warum soll es uns da in einem geeinten Deutschland besser gehen? Was unterscheidet denn nun noch diesen Verfassungsschutz von der ostdeutschen Stasi? Ein paar Tote? Versuchte flächendeckende Überwachung? Inoffizielle Mitarbeiter? Verdeckte dreckige Operationen? Keine oder kaum parlamentarische Kontrolle? Kommt alles iregndwie bekannt vor, nicht war?
Ich glaueb nicht an versehentliches Schreddern von Akten in dem Fall.
Wer geht aus welchen Gründen zum Verfassungsschutz, und welche Art Mensch wird dort überwiegend eingestellt?
Wenn ich mir die Anfänge aus der Organisation Gehlen so ansehe, kann ich nur hoffen das sich zwischenzeitlich fast alles geändert hat; obwohl das wahrscheinlich kaum jemand weis.
Niemand. Auch eine Aktenvernichtung auf Grund Fristablauf ist eine absichtliche Handlung auf Grund absichtsvoller Vorschriften, die wiederum auf absichtsvollen Gesetzen fußen.
Bleibt die Frage was ist wahrscheinlicher?
a) ein überforderter Beamter, der, als er merkt, daß seine Akten plötzlich eine Staatsaffäre sind und die Großkopferten da reinschauen werden, erst mal schaut ob man da auf Fehler in den Arbeitsabläufen stößt. Und natürlich, wenn es nicht um den NSU ginge, wäre der Aufschrei über Ausweitung der Aufbewahrung durchaus vernehmbar.
b) ein politisch motivierter Täter.
Dilettantismus weist auf den Dilettanten. Ich denke, ein politisch handelnder hätte sich nicht selbst angezeigt. Da wären einfach Daten verschwunden, und zwar welche mit Relevanz.
alles in allem spricht mehr für ganz normalen Schwachsinn.
Das ist aber eine Frage der Perspektive. Wenn man hinter allem Absicht vermutet, und alles was nicht dazu passt als Verschleierung abtut, kommt man zu dem Ergebnis, daß Absicht dahinter steckt.
Ich sehe viel mehr Chaos, komplexe Vorgänge laufen nur höchst selten so, wie es jemand geplant hat. Deshalb kommt man mit dem Umkehrschluß, daß man aus den Ergebnissen eine Vorgangs auf dessen Hauptverursacher und seine Intentionen schließen kann, so oft auf den Holzweg. "Qui bono" ist meist nicht hilfreich.
Ich will den Verfassungsfeind beim Verfassungsschutz nicht ausschließen, er ist aber die derzeit schlechtere Erklärung.
Besten Dank Herr Diez für diesen Artikel. Sie schreiben:
"Bei der zweiten Frage begnügen wir uns weiter mit Nebel und Trivialpsychologie."
Eine absolut zutreffende Feststellung.
Leider greifen Sie dann auch zu kurz.
Sie werfen die Frage auf, ob nicht vielleicht eine "ein klammheimliches Zusammenwirken, eine ideologische Sympathie..." dahintersteckt.
Das wäre zwar wirklich schlimm, aber es geht noch schlimmer:
Angebliches Geheimpapier: US-Agenten sollen Polizistenmord beobachtet haben - Nachrichten Politik - Deutschland - WELT ONLINE
In diese Richtung geht es wohl. Und da möchte keiner wirklich dran rühren.