Es sind ja nicht nur die dunkelbraunen Ränder der Gesellschaft, die unangenehm sind.
Es sind vor allen Dingen auch die braunen Flecken inmitten der Gesellschaft, die das Problem auslösen – daher ja auch die Reaktionen.
Kann man Neo-Nazismus mit dem Reisebüro bekämpfen? Ob man den Opernsänger mit Hakenkreuz-Tattoo nimmt oder die Ruderin mit einem Ex-NPD-Mitglied als Freund - am liebsten würde man sie aus dem Gesichtsfeld verbannen. Die Ursachen für Rechtsradikalismus bleiben ungeklärt.
http://www.spiegel.de/kultur/gesells...849286,00.html
Es sind ja nicht nur die dunkelbraunen Ränder der Gesellschaft, die unangenehm sind.
Es sind vor allen Dingen auch die braunen Flecken inmitten der Gesellschaft, die das Problem auslösen – daher ja auch die Reaktionen.
Wer weiß, vielleicht hat sich Frau Drygulla mit den falschen Vorstellungen ihres Freundes auseinandergesetzt und ihn auf einen besseren Weg gebracht. Dann wäre Sie ein leuchtendes Beispiel, wie man mit Nazis umgehen kann.
Die Fakten zum Fall Drygalla sind bekannt und müssen hier nicht abermals nacherzählt werden. Dies ist eine Meta-Debatte, deren Gegenstand sich nach Lektüre des Artikels erschließt.
Natürlich gibt es einen rechten Status Quo.
Wir leben in einer breit gefächerten Gesellschaft, deren Aufteilung in die politischen Lager wohl mehr oder weniger einer Normalverteilung entspricht. Dass es da Ausreißer an den beiden Enden des Spektrums gibt, ist nicht verwunderlich.
Auch ist die Äußerung extremer Meinungen durch das GG gedeckt. Man muss diese Meinung nicht teilen, und man darf seinerseits dagegen sprechen, aber den Mund kann man ihnen nicht verbieten.
Im dänischen Aarhus stand ein Kunstwerk auf dem stand:
"Demokratie ist künstlich, Rassissmus ist natürlich."
Ich denke, da ist was Wahres dran. Die Angst vor dem Unbekannten ist wohl in jedem Lebewesen vorhanden. Deshalb sollte man den Rechten die Augen öffnen und klar machen, dass sie keine Angst haben müssen, aber man kann die Weltanschauung nicht per Dekret verbannen, das würde das Gegenteil erzielen.
Jo, dann wünsche ich auch Ihnen viel Spaß bei Ihrer "Aufkärungstour"! Los gehts in bei der Freiwilligen Feuerwehr oder irgendwo beim Sportverein. Am Besten irgendwo in der Pampa im Uecker-Randow-Kreis in Vorpommern. ;-)
Im Ernst, diese Diskussionen sind rein virtuell:
Ja, es gibt extremistische Anschauungen in Deutschland.
Nein, wir erreichen diese Leute in der Regel nicht mehr. Weder in der Schule und schon gar nicht durch Sonntagsreden der Politik oder Lichterketten.
Also:
1.
Wirtschaftliche Perspektiven schaffen.
2.
Politiker, die sich "vor Ort" um die Probleme der Menschen kümmern. Und nicht nur durch parlamentarische Sonntagsreden "Aufklärung" wie hier im Forum fordern.
Parteien rein in die Sportvereine, in die Freiwilligen Feuerwehren usw! Nicht zur Übergabe von Fördermittelbescheiden. Sondern durch richtige ehrenamtliche Arbeit.
Dann könnte etwas besser werden.
Tut mir leid, aber so eine Sicht der Dinge ist doch weltfremd. Sie wollen ernsthaft Personen für die Gesinnung anderer haftbar machen? Sie verkennen dabei genau ein Problem mit dem Rechtsextremismus, nämlich das das nicht eine abgeschlossene Gruppe in einem abgeschlossenen Raum mit einem Schild an der Tür "Die Rechten" ist. Die Leute sind Bestandteil ihrer jeweiligen Gesellschaft und als solche in diese eingebunden. Und jetzt? Ist jetzt jeder rechts, der sein Schnitzel beim Metzger kauft, der es von einem rechten Schlachter bezieht? Wo ziehen Sie denn die Grenze? Eine Bastamentalität klingt natürlich einfach, ist aber praktisch nicht umsetzbar. Was machen Sie denn als Jugendlicher in einem aussterbenden Landstrich, in dem es genau einen Jugendclub gibt, und der wird von Rechten betreut? Sie bleiben dann alleine zuhause oder gehen dahin, wo die Leute sich für Sie interessieren (aus welchen Motiven auch immer)? Die Frage, die wir uns alle stellen müssen ist doch eher: Wie hoffnungslos muss ein junger Mensch eigentlich sein, dass Rechtsextremismus ihm Hoffnung für seine Zukunft machen kann.
es IST Gesinnungsschüffelei.
Auch wenn, Sie, werter Autor dies nicht verstehen.
Soll eine Schwester eines nazi sich zukünftig von ihrem Bruder lossagen, weil Sie es wollen ?
Solcher Gesinnungsterrorismus ist mir genau so zuwider wie die Nazidenke. Beides zum Kotzen
Herr Diez spricht es an, liefert uns aber auch keine Erklärung dafür, was nun "rechts" ist, "rechtsradikal" oder gar "rechtsextrem". Ich fühle mich da auch überfordert, zumal dann ja immer die Frage der Toleranz aufflackert. Daß der politische Begriff "rechts" oder "links" zunächst einmal nur den Sitzplatz im Parlament bezeichnet, dürfte bekannt sein; ebenso, daß Rechtsextreme und Rechtsradikale die rechten Positionen durch verschärfte außerparlamentarische Aktionen, die teilweise über die Toleranzschwelle hinweggehen, bewerben. Daß sich extreme Positionen rechts wie links in den Erscheinungsformen annähern, je extremer sie werden, gehört auch zu den Allgemeinplätzen in der Diskussion. Man kommt wohl nicht umhin, als Meßlatte das GG heranzuziehen; wer sich, ohne diesbezüglich und natürlich auch allgemein straffällig zu werden, nun rechts, rechtsextrem oder rechtsradikal nennt; die Person werden wir ertragen müssen ...
Es ist doch für unsere Gesellschaft blamabel, wenn man einfach nur noch wegsehen will. Wenn Neonazis aktiv gegen das Grundgesetz verstossen, dann gehören sie verboten. Wenn sie nicht gegen das Grundgesetz verstossen, dann muss man sie gewähren lassen.
Wir sehen doch bei jeder Gelegenheit wenn Neonazis marschieren, marschieren auch die anderen. Polizei wird eingesetzt um Neonazi Demos zu schützen! Dann soll man doch bitte die Neonazis auch für ihren Schutz bezahlen lassen.
Aber das hat nichts mit dem Fall Drygalla zu tun. Nun, ist es heutzutage nicht möglich eine gute Sportlerin zu sein und ein Privatleben zu haben? Ein Privatleben, das einfach niemanden etwas angeht! ich komme aus der ehemaligen DDR, dort ging es ähnlich zu. Wenn die Meinung nicht genehm war, wobei man ja hier nicht mal ihre Meinung kennt, der durfte gehen. Letzendlich klärt sich alles auf, und was war es dann......heisse Luft!