Das ehrt Sie, trifft aber längst nicht auf alle zu. Das "besser-sein-als-der-andere" ist eine große Motivation für viele. Auch im "richtigen" Leben. Konkurrenz belebt das Geschäft. Das Gegenteil hatten wir in der DDR.
Tja, wenn sich der Lehrer vorrangig um die Probleme und die „Förderung“ der schlechten Schüler kümmern muss, hat er umso weniger Zeit für die Förderung der guten. Für die guten Schüler ist das Resultat Langeweiler. Ich hatte zuletzt einen sehr problematischen Fall von „Inklusion“ (Klasse 6). Der absorbierte schnell mal 50% meiner Energie. Ein ganzes Schuljahr lang, und das am Gymnasium. Erst nachdem er einen Schüler aus der Klasse darunter (Kl. 5) zusammengeschlagen hat, kam er in die Jugendpsychatrie des örtlichen LKH, weil es vormals zuständigen Förderschulen in meinem Bundesland ja nicht mehr gibt (noch so ein Irrsinn). Seit er weg ist, habe ich wieder Zeit für die Förderung der guten Schüler. Schlechte Schüler, die „gefördert“ werden müssen (und meist gleichzeitig auch disziplinarisch problematisch sind) kosten nun mal viel Zeit und Energie, und das Niveau insgesamt sinkt zwangsläufig, je mehr man sich um die Problemfälle kümmern muss.
Das ehrt Sie, trifft aber längst nicht auf alle zu. Das "besser-sein-als-der-andere" ist eine große Motivation für viele. Auch im "richtigen" Leben. Konkurrenz belebt das Geschäft. Das Gegenteil hatten wir in der DDR.
Er ist dann in der Tat egoistisch. Das sind aber die meisten Menschen. Und die meisten Schüler eben auch. Neiddiskussionen führt man als Lehrer ziemlich oft. Man mag es bedauern, aber das ist nun mal die Realität.

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