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S.P.O.N. - Der Kritiker: Hört auf, unsere Schüler zu betrügen!
Wer die neue Debatte ums Sitzenbleiben verfolgt, kann vor allem eines lernen: das Fürchten. Von konservativen Politikern und Kulturkritikern werden Argumente aus dem 20. Jahrhundert angeführt, die mit zeitgemäßem Unterricht nichts mehr zu tun haben. Zum Glück gibt es noch Salman Khan.
http://www.spiegel.de/kultur/gesells...-a-885009.html
- #370 24.02.2013 14:55 von
An mela 8
Was Sie ansprechen ist,dass es sich in einer schoeneren Umgebung besser lernt,damit moegen Sie Recht haben.Es passiert aber auch,dass es gewisse Schueler gibt,die solch eine schoene Renovierung nicht zu schaetzen wissen und mutwillig zerstoeren.Fuer mich bleibt diese Problematik ein gesellschaftliches Problem mit der Propagierung von Gleichheit,die nicht existiert und den aus dieser Tatsache resultierenden Problemen.Gleichheit wuerde fuer mich in der Schule mit einer Schuluniform beginnen,um gewisse Probleme auszuklammern,denn Vielfalt und Individualitaet,misst sich nicht am aeusseren Erscheinungsbild.Foerderung von Hilfsbereitschaft,was das Lernen anbetrifft,aber leider geht es schon in der Schule um Konkurrenzdenken.
- #371 24.02.2013 15:03 von
Land geht nicht, Land geht gar nicht!
Es heisst europatriotisch Finnisierung. Was aber nichts mit der Finissierung (Auch: Finissage) zu tun, obwohl dieser Veredelungsprozess eines präzise arbeitenden Qualitätsproduktes natürlich leicht mit dem finnischen Forbild ferwechselbar ist.
Fiel... vielmehr steht hier der Handelnde selber im Mittelpunkt der Bezeichnung, die Identifikation mit dem Ausübenden fällt also deutlich höher aus. Untersuchungen haben zwar ergeben, dass viele LuL bei dem Wort Finne un- bzw. in einigen Fällen auch bewusst sofort an die Larve des Bandwurms bzw. an das Hernanahen eines Meeresraubtieres denken; vor dem Hintergrund, dass es sich bei dieser Personengruppe aber sowieso um Leistungsverweigerer und PISA-Leugner handelt, kann dies getrost ignoriert werden. - #372 24.02.2013 15:19 von
Am Geld liegt es nicht !
Die US-amerikanischen Eliteeinrichtungen gehören vor allem bei den Gebühren zur Weltspitzenklasse, aber nicht unbedingt bei den erreichten Leistungen.
Der große Fehler liegt in der Ökonomisierung. Bildung und Ökonomie passen nicht so ganz zusammen. Das kennen wir ja leider auch von anderen Teilen unserer Gesellschaft, z. B. dem Gesundheitswesen.
Aus meiner Sicht ist Finnland da auf einem völlig richtigen Weg, indem man sich dort die teuren Elite-Einrichtungen spart. Unsere deutschen Schulen könnten auch eine kräftige Finanzspritze gebrauchen. Aber Deutschland kommt noch ein Problem hinzu: der Förderalismus im Bildungswesen. Teuer und absolut ineffizient ! - #373 24.02.2013 15:40 von
- #374 24.02.2013 15:54 von
Schon
Das gibt es natürlich - wie überall in der Gesellschaft halt.
Hier kann aber ein achtsamer Hausmeister, der dauernd anwesend ist und sich kümmert, schon viel verhindern. Der Hausmeister ist nicht umsonst eine der wichtigsten Personen im Haus - er sperrt mitnichten nur auf und zu. Ein guter Hausmeister ist wichtiger Ansprechpartner für Schüler und Lehrer, hat einen umfassenden Überblick, hilft bei Planungen... Ein guter Hausmeister spart der Kommune viele Reparaturkosten. Wenn aber hier auch an der Stellenschraube gedreht wird, dann fühlt sich niemand mehr für das Gebäude zuständig und es beginnt zu verwahrlosen.
Alles kann er natürlich nicht verhindern. Dann gehören ordentliche Strafen wegen Sachbeschädigung her. - #375 24.02.2013 16:17 von
Stimmt, die gibt es ohne Zweifel. Aber: Was beschmiert ist, lädt zum weiteren Beschmieren ein. Was dreckig ist, wird auch nicht sauber gehalten.
Und wenn die Schultoilette schon seit 1975 nicht mehr erneuert worden ist und die Sprüche von 1990 noch auf den Klotüren stehen, dann hat keiner mehr Lust, diese Toiletten zu benutzten oder gar sauber zu halten.
An meiner Grundschule haben wir uns damals verkniffen, auf die Toilette zu gehen, weil die so widerlich waren - und das ist ungesund für die Blase.
Das stimmt zwar, ich persönlich stehe aber den Schuluniformen als "Lösung" hier nicht besonders positiv gegenüber. Nicht, weil ich nicht glaube, dass sich dadurch zumindest der "Markenzwang" bei Kleidung ändern würde, aber auch weil ich glaube, dass es sich dann einfach nur verschiebt. Was früher die teure Jeans, ist dann eben der teure Schulrucksack, was früher das teure T-Shirt ist jetzt das teure Handy. Und wenn es kein Handy ist, dann eben das Federmäppchen. Oder das Auto von Mutter. Da finden Kinder immer was.Fuer mich bleibt diese Problematik ein gesellschaftliches Problem mit der Propagierung von Gleichheit,die nicht existiert und den aus dieser Tatsache resultierenden Problemen.Gleichheit wuerde fuer mich in der Schule mit einer Schuluniform beginnen,um gewisse Probleme auszuklammern,denn Vielfalt und Individualitaet,misst sich nicht am aeusseren Erscheinungsbild.
Und sollte man das nicht ändern?Foerderung von Hilfsbereitschaft,was das Lernen anbetrifft,aber leider geht es schon in der Schule um Konkurrenzdenken.
Ich sage nicht, dass die maroden Schulgebäude so stehen sollen, wie sie derzeit sind. Aber ich bin der Ansicht, dass man, wenn man mehr Geld ins System pumpt und das auch für - wie man an der Uni so schön sagt - die Lehre benutzt, kann da vielleicht mehr drauß werden, als wir uns jetzt gerade so vorstellen.
Mit kleineren Schulen (und nicht noch mehr Zusammenlegungen weil zwei Anmeldungen fehlen) und mehr Lehrern erreicht man denke ich mehr, als mit einer Klasse mit 30 Leuten. Und dafür sollte das Geld eigentlich genutzt werden. Nicht für die Begrünung eines überflüssigen Kreisverkehres und nicht für den Neubau eines Brunnens auf dem Markt.
Aber ich befürchte, dass Reformideen genau an dem Problem scheitern werden: Es kostet. Da hält man lieber den veralteten Pullover an, als sich die Mühe zu machen, Wolle zu kaufen und einen neuen Pullover zu stricken, der dann vielleicht wärmer ist und länger hält als das alte Teil aus Zeiten Kaiser Wilhelms. - #376 24.02.2013 16:17 von
wie differenzierter hätten sie es denn gerne?
reicht es, dass in meiner großstadt 147 verschiedene nationen leben, das kann nicht ihr ernst sein, dass ich die jetzt alle aufzähle.
internationale schulen: lernen dort auch so viele, sagen wir einmal, an bildung nicht so interessierte oder meinen sie eher schulen, wo kinder von diplomaten hingehen?
ja fix, das habe ich doch geschrieben, dass gerade kinder moslemischer eltern weniger an westlicher bildung als am auswendiglernen des korans interessiert sind.
selbstverständlich ist das ein migrationsproblem. oder sind urösterreicher durchgehend moslems? schon immer?
was soll das, ich habe doch ausdrücklich geschrieben, dass bei chinesen, bei asiaten überhaupt, der lerneifer höher ist, das ist doch kein regionales problem.
in meiner großstadt ist die zuwanderung
in erster linie deutsche + deutschtürken
zweitens bürger aus exjugoslawien
drittens türken.
zu ihrer gefälligen information:
ich lebe nicht in deutschland, ich habe in den usa und in irland gearbeitet und kenne von dort auch einige zustände, was migration betrifft.
in meinem land ist es anders, in ihrem, deutschland möglicherweise auch anders.
statt dass sie sich ernsthaft mit meinem kommentar beschäftigen, werfen sie mir hinterrücks unkenntnis vor. genau, denn ich lebe nicht in köln noch berlin, daher würde ich ihre kommentare nicht anzweifeln, das gleiche erwarte ich mir von ihnen. - #377 24.02.2013 16:44 von
Lehrer in der Verantwortung
Ich schrieb, daß „Lehrer die Möglichkeit haben, Kinder abzuschieben“, nicht daß die Lehrer es mitsamt tun. Ich will Lehrer nicht in totum Unrecht tun. Dennoch halte ich allein derlei Möglichkeiten für falsch. Ein Lehrer sollte für die Entwicklung seiner Schüler verantwortlich sein. Das mag im Einzelfall bedeuten, daß er Fachleute hinzuzieht, die Verantwortung sollte dennoch beim Lehrer bleiben. Damit wäre zu vermieden, daß sich die Fachleute wechselseitig die Verantwortung zuschieben.
Und natürlich haben Sie Recht: Auch Eltern (hier ebenso: nicht alle) nutzen die Möglichkeiten zum Teil über das angemessene Maß. Von Eltern kann ich nicht dasselbe fachliche Verständnis erwarten wie von Lehrer. Ich kann aber erwarten, daß sie Ihre Kinder weder für Prinzen und Prinzessinnen halten noch per se für hochbegabt. Und ich kann von Lehrern erwarten, daß sie derart überspannte Eltern zurecht rücken.
Da kommen wir zusammen, ich erwarte nicht daß ein Lehrer bei 30 Kindern in der Klasse Einzelförderung betreibt. Ziehen wir die fördernden Fachleute nach Bedarf in die Klassen, dann ist schon einiges gewonnen. Lockern wir den Unterricht durch Arbeitspläne, Einzelarbeit, Projektarbeit und Gruppenarbeit auf, dann erscheinen auch 30 Schüler nicht mehr so dramatisch. Beides ist übrigens in zahlreichen Schulen in NRW üblich. - #378 24.02.2013 16:55 von
Sie haben meinen Beitrag ganz offenbar nicht gelesen, oder der inhärente Widerspruch ist inzwischen so normal, dass es keinem mehr auffällt. Also nochmal zum Mitschreiben: Ich habe mehrere Beispiele genannt, an denen erkennbar ist (sein könnte), dass das finnische Schulsystem auf vielen, vielleicht sogar guten Ideen beruht, aber ganz sicher nicht auf der Idee, dass alle Schüler ungeachtet Ihrer Neigungen und Fähigkeiten in einem Klassenraum gemeinsam lernen. Und mein Fazit war das, was die Finnland-Apostel hierzulande immer daraus schließen: Dass es nicht nötig sei, alle diese Einzelheiten zu übernehmen, es reiche vollkommen, das Grundprinzip zu übernehmen, nämlich dass alle Schüler ungeachtet Ihrer Neigungen und Fähigkeiten in einen Klassenraum gemeinsam lernen.
- #379 24.02.2013 16:58 von
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