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S.P.O.N. - Der Kritiker: Dogma der Doofheit
Der Satz von der Komplexität der Märkte ist zum Inbegriff der Verschleierungstaktik geworden. Er verhüllt, dass der freie Markt Europa in einen "failed state" verwandelt hat - und nützt Angela Merkel: Die herrschende, diffuse Stimmung*sichert ihr den Machterhalt.
http://www.spiegel.de/kultur/gesells...794525,00.html
- #1 28.10.2011 13:54 von
Wir sind Idioten und wollen es auch bleiben
Wir reden davon, dass wir in einer Wissensgesellschaft leben. Das ist nur insofern richtig, als Wissen jederzeit für beinahe jeden verfügbar ist.
Komplexe Themen, wie naturwissenschaftliche oder ökonomische Zusammenhänge interessieren den Bildungsbürger ( http://karinkoller.wordpress.com/201...ildungsburger/ ) überhaupt nicht und oft ist er auch noch stolz drauf, denn Goethe oder Mozart zu kennen ist ausreichend für das Gefühl der eigenen Überlegenheit. Alles andere ist den Fachtrotteln vorbehalten.
Politiker und Journalisten belügen die Bevölkerung nicht absichtlich, sondern geben ihre diffusen Erklärungen ab, um ihr Viertelwissen zu kaschieren. Je komplexer das Thema desto größer die Unwissenheit, desto weniger Ansporn, sich kundig zu machen, weil man es ja doch nicht versteht.
Dem Publikum traut man intellektuell naturgemäß noch weniger zu als sich selbst. Das führt dazu, dass, wie im Artikel schön dargestellt, am Ende alle Idioten in der "Scheiße" stecken. - #2 28.10.2011 14:04 von
Georg Diez: "Ich bin ein Idiot, wenn es ums Geld geht."
Dem ist nichts hinzuzufügen.
Ausser, dass ca. 98-99% der Meinungsveröffentlicher in den großen Medien, die sich zu Wirtschafts- und Geldsystemfragen äußern, ebenfalls mehr oder minder inkompetent sind und/oder Funktionskader- und Finanzbranchenhörige sind.
Die Bevölkerung jedenfalls wird de facto in ganz großem Stil belogen und falsch informiert.
(Siehe als Kontrast das Dokument "Die Überschuldungskrise – Jetzt wird unser Geld verschleudert"). - #3 28.10.2011 14:09 von
danke für den kommentar
Failed state, Sklaverei etc. Darunter geht es heutzutage bei den Hirnlos-Medien nicht mehr. Hat nur noch ein Hitler-Vergleich gefehlt...
Hauptsache provozieren, diffamieren und sinnlos möglichstviele Kampfbegriffe, unter denen jeder alles verstehen kann, in einen Satz hauen, um der BILD weiterhin Konkurrenz auf dem Markt der Hirnlosigkeit machen. Herzlichen Glückwunsch Herr Diez, hauptsache Sie denken weiterhin Sie seien irgendwie irgendwo intellektuell und könnten über Dinge schreiben und urteilen, nur um eher ungewollt Ihr Unwissen auch jedem vernünftigen Leser aufzuzeigen. Aber das wiederum haben Sie wohl mit den meisten Politikern gemein... - #4 28.10.2011 14:09 von
...wann war das noch?
Altes chinesisches Sprichwort:
Wenn du deinen Gegner nicht besiegen kannst - verwirr ihn.
Noch älters chinesisches Sprichwort:
Sei nicht dumm - sei schlau.
Die Politik geht daher, und hängt an die ohnehin schon hohen Garantien noch ein paar Nullen dran. Der Markt jubelt, die Aktienkurse steigen, Merkels Sieg. Dieses mal - so sagen uns die Akteure - zahlen wir aber wirklich alles zurück, falls noch mal etwas schief gehen sollte. Also dieses mal - ehrlich - ALLES.
Jetzt kann uns also gar nichts mehr passieren, wir könnten somit eigentlich zur Tagesordnung übergehen und uns den wirklich wichtigen Themen, wie z. B. Legionellen in Wasserleitungen zu wenden. Das wird in Deutschland ab 1.11.11 kontrolliert, neue Trinkwasserverordnung: http://www.derwesten.de/wirtschaft/v...id6025676.html
Geht es ihnen eigentlich auch so, dass sie noch immer morgens im Baustellenampelstau stehen, weil die Mittel aus Konjukturpaket 2 verbaut werden - wann war das noch? - #5 28.10.2011 14:49 von fluxkompensator
ok, Dietz...
...er versteht es nicht, also ist das doof.
Das ist ja wieder eine putzige Logik. Und dann auch noch ganz undialektisch.
Geht mir aber auch so. Adorno verstehe ich auch nicht. Also ist das wohl auch alles gefährlicher Mist.
Mannomann, wieder 5 Minuten meines Lebens sinnlos verbrannt.
Übrigens, werden die Kolumnen bei SPON jetzt ausschließlich von Leuten den ach so gefährlichen "Märkten" - #6 28.10.2011 15:16 von
Endlich...
... eine richtige Analyse des medialen Trauerspiels !
Bitte Liebe Unionsfans zieht das nicht in den Dreck, egal wie viele Foren ihr spamt, die Angela gibt euch auch nichts von dem Kuchen ab. - #7 28.10.2011 15:20 von
Der Markt ist undurchschaubar
Guter Artikel von Dietz.
Bei einem aber irrt er, glaube ich: Die Medien informieren uns nicht deshalb nur so oberflächlich, weil sie Angst haben oder sich anpassen mussten: Nein, sie verstehen genauso wenig wie die meisten von uns. Dasselbe gilt für die Politiker. Wenn Merkel davon spricht, dass alles so undurchsichtig sei, dann eben darum, weil es so ist. So seltsam es klingt: Gerade in dieser Nebulösität ist sie ehrlich!
Das Ganze hat sich schon so verselbständigt und verzettelt, dass wirklich niemand mehr durchblickt. Und das ist das eigentlich Schlimme: Eine Krise, die man nicht versteht mit Mitteln zu bekämpfen, deren Wirkung und Nebenwirkungen höchstens ersehnt, aber nicht vorhergesehen werden können! Ein Blindflug, der auf nackter Hoffnung basiert.
Da muss sich was ändern. Der Markt ist so zu reformieren, dass man seine Mechanismen verstehen und sein Verhalten somit vorhersehen und steuern kann! - #8 28.10.2011 15:27 von
Lieber Herr Diez … „Doofheit“ ist die Antwort …
… nicht Ihre sondern die unserer Politiker, die jegliches fahrgefühl fürs Volk verloren haben, sich selber jetzt genau des „Hebels“ oder des Teufelsinstruments bedienen, welches sie noch vor Monaten verteufelten.
Die Kaste der diätierenden Volksvertreter ist derzeit einem geistigen Inzest erlegen, dass einem die Worte dafür fehlen. Die simple Erkenntnis, dass unser Geld-System faul ist, wollen diese Herrschaften nicht wahrhaben. Sie lassen sich von den Geldsäcken soufflieren, weil sie sich dort offenbar heimischer fühlen als unter dem Volk, vor dem es schon mit allerhand Boddygards geschützt werden muss, weil nicht klar ist, wann dieses eingedenk des Verrats übergriffig werden könnte.
Würden wir selbst das Grundgesetz ernst nehmen, dann müssten wir die Herrschaften gemäß Artikel 20 jetzt aus dem Bundestag vertreiben und die Demokratie neu aufsetzen. Dazu wird es aber wohl nicht mehr kommen, denn sie haben jetzt den Hebel endgültig angesetzt, am Ende dass Volk (die Mehrheit) auszuhebeln. Es ist eine mathematische Gewissheit, bei der exponentiellen Vermehrung des Geldes, dass es tödlich enden muss. Ein Blick in die Geschichtsbücher hätte gereicht, die sich alle 3 Generationen wiederholende Katastrophe erkennen zu können.
Insoweit ein „kleiner Dank“ an Sie für diesen Artikel. Damit sie ihrer Verantwortung am Ende besser gerecht werden könnten, sollten Sie sich allerdings ihre Position genauer vergegenwärtigen. Denn die „Fünfte Gewalt“ spielt mit den ersten vier Gewalten wie mit Marionetten … Sie sind Teil davon, auch wenn Sie hier einmal einen Licktblick vermitteln.
Ersetzen sie bitte einmal in allen Berichten des SPON das Wort Schuldenkrise durch das Wort „Guthabenkrise“, dann sollte der Groschen fallen, denn es ist genau die Kehrseite derselben Medaille. Dann berichten sie zukünftig nicht mehr darüber wie die Zinsen aus der Mehrheit des Volkes gepresst werden, sondern welche Not das große Geld hat an diese Zinsen zu kommen, dass ganze Staaten und Volksgemeinschaften dafür verknechtet werden müssen.
Ich bin beileibe kein Kommunist oder Sozialist, kann aber klar erkennen, dass der einzige und größte Fehler und größte Bedrohung unserer Gesellschaft ausschließlich in dem maroden Geldsystem zu suchen ist. Nur diesen Fehler will niemand offen ansprechen oder beseitigen. Und hier sind sie mit dem Rest des Volkes ziemlich geeint, denn es wird ein derartiger VWL und BWL Voodoo um das Thema gemacht, dass der durchschnittliche Mensch völlig „doof“ davor steht und genau diesen Punkt nicht peilt … soll er auch nicht. - #9 28.10.2011 15:27 von
Hallo Herr Diez
eigentlich bin ich nicht unbedingt ein Freund ihrer Beiträge. Dieser hier hat mir aber richtig gut gefallen. Denn ich fühle mich genauso blöd. Vielleicht muss das ja so sein, denn der normale Mensch leiht niemandem Geld, wenn er vorher weiß, das er weder Zinsen noch Tigung zurück erhält. Tut er es doch, verwendet er für gewöhnlich die Begriffe Kaufen oder Schenken. Doch was passiert hier?
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