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S.P.O.N. - Der Kritiker: Der Dichter, der nicht auf seine Worte achtet

Günter Grass hat das Gegenteil von dem erreicht, was er wollte: Er hat die Debatte über Israel nicht geöffnet, sondern vergiftet. Was bleibt, ist die ernsthafte Frage nach der Zukunft des Landes. Die Antwort darauf gibt allerdings ein anderer Autor.

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  1. #1

    Wie wichtig ist des DIchters Meinung

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Günter Grass hat das Gegenteil von dem erreicht, was er wollte: Er hat die Debatte über Israel nicht geöffnet, sondern vergiftet. Was bleibt, ist die ernsthafte Frage nach der Zukunft des Landes. Die Antwort darauf gibt allerdings ein anderer Autor.

    S.P.O.N. - Der Kritiker: Der Dichter, der nicht auf seine Worte achtet - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Kultur
    Ist die Meinung eines Einzelnen wirklich so mächtig? Oder fühlt sich vielleicht gar jemand angegriffen? G.G. warnt doch nur. Aber getroffener Hund bellt...
  2. #2

    Schon wieder

    Zitat Diez:
    "Wann sonst interessieren sich die Deutschen so sehr für Innenpolitik und Ungerechtigkeit eines anderen Landes? Wann sonst stürzen sie sich mit solcher Verve und Meinungsfreude auf Konflikte, von denen sie nicht sonderlich viel verstehen?"

    Ja, ja die Deutschen, Herr Diez! Verstehen manchmal mehr als Sie glauben wollen. Sie müssen mal wieder aus Ihrer Redaktionsstube raus und unters Volk, damit Sie das wahre Leben besser begreifen.

    Im Übrigen sind diese Sätze von Ihnen eine üble Beleidigung aller Deutschen!

    Hören Sie endlich auf mit dem Thema "Grass-Israel", das liegt Ihnen einfach nicht!
  3. #3

    Zionisten kritisieren Zionisten

    das würde diesen und dem Autor wohl passen - aber daraus wird nichts.

    Zionismus ist Rassimus - Antizionismus ist kein Antisemitismus

    Gestern im TV: Friedmann konnte es sich nicht verkneifen, auf seine ermordeten Angehörigen zu verweisen und auf verschiedene subtile Arten von Antisemitismus hinzuweisen. Sogar der moderate Primor forderte Verständnis für die Gefühlslage vieler Juden.
    Kann mir mal jemand erklären, inwieweit das hilfreich für die Lösung des Nahostproblems sein soll?
    Die Empfindlichkeit der Juden erhöht ja gerade die Kriegsgefahr.

    Und dann klärt uns Friedmann auf, wie durch atomare Abschreckung der kalte Krieg kalt geblieben ist und begreift wohl nicht, dass diese Erkenntnis die atomare Aufrüstung des Iran auch begründet.
  4. #4

    Herzlichen Glückwunsch...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Günter Grass hat das Gegenteil von dem erreicht, was er wollte: Er hat die Debatte über Israel nicht geöffnet, sondern vergiftet. Was bleibt, ist die ernsthafte Frage nach der Zukunft des Landes. Die Antwort darauf gibt allerdings ein anderer Autor.

    S.P.O.N. - Der Kritiker: Der Dichter, der nicht auf seine Worte achtet - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Kultur

    ...und vielen vielen Dank Herr diez- DAS war mit die klügste und überlegteste Stellungname zu den unsäglich Eitlen , unerträglich egozenterischen Blähungen des G. Grass ! Auch Roman Bucheli hat in der NZZ bereits angemerkt was für eine Unglaubliche frechheit es von grass doch ist "die diskussion zu Kapern"
    Er hat qwirklich all denen die Israel mit aufrechter Sorge Seriös Kritisieren wollen einen Bärendienst erwiesen! Daher nocheinmal Danke für ihre stellungnahme und Ihren Verweis auf P.Beinarts Buch- von dem ich hoffe dass es ins Deutsche übersetzt werden mag !
  5. #5

    Weiterlesen kann manchmal helfen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Beinart (...) widerlegt auf jeder Seite das angebliche Schweigegebot, das Grass formuliert (...)
    S.P.O.N. - Der Kritiker: Der Dichter, der nicht auf seine Worte achtet - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Kultur
    Man fühlt sich so wohl im Schoß der widergekäuten gefühlten mehrheitlichen und richtigen Meinung. Zum vorangehenden Zitat ein weiteres, G. Grass: "Jetzt aber, weil aus meinem Land, das von ureigenen Verbrechen, die ohne Vergleich sind, Mal um Mal eingeholt und zur Rede gestellt wird (...)". [Aus dem sog. Gedicht nach dem Schweigegebot-Abschnitt. ] Es ist eindeutig, dass G.Grass von einem deutschen Phänomen spricht. Peter Beinart ist (wenn Wikipedia korrekt ist) "(...)US-amerikanischer Politikwissenschaftler(...) an der City University of New York und orthodoxer Jude." Zurück zum Artikel:
    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es kommt eben immer darauf an, wer spricht und wie er spricht.
    "Genau!" möchte man nun rufen und:
    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Und was er mit seinen Worten wirklich erzählt: Grass redet nur von sich, er redet nicht von seinen Ängsten, seinem Schweigen, seiner Geschichte. Das macht sein Gedicht so dumm.
    Na, da wäre ja dann nicht mehr viel, worüber er überhaupt geredet hätte. Wofür dann bloß die Aufregung? Und zum "dumm": Der Autor weiß natürlich wen er da für dumm erklärt: Den Leser, der nicht zustimmt, den mit der falschen Meinung.
  6. #6

    Der Dichter, der nicht auf seine Worte achtet

    "Günter Grass hat das Gegenteil von dem erreicht, was er wollte............"

    Ist es denn der Tage überhaupt noch gestattet sich kritischen mit den Worten des Herrn Grass auseinanderzusetzen ohne in den Verdacht zu geraten die Politik der israelischen Regierung vorbehaltlos zu unterstützen?

    Grass hat mit seinem Gedicht deutlich aufgezeigt wie tief der Antisemitismus in Deutschland auch Heute noch verwurzelt ist.
    Die Frage ist wohl, weiß Grass welche Geister er rief?
  7. #7

    Auf den Punkt gebracht!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Günter Grass hat das Gegenteil von dem erreicht, was er wollte: Er hat die Debatte über Israel nicht geöffnet, sondern vergiftet. Was bleibt, ist die ernsthafte Frage nach der Zukunft des Landes. Die Antwort darauf gibt allerdings ein anderer Autor.

    S.P.O.N. - Der Kritiker: Der Dichter, der nicht auf seine Worte achtet - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Kultur
    Literaturkritik vom Feinsten! Ein selbstgefälliger Autor Grass könnte sich besser in asketischem, meditativem Schweigen üben, statt sich in schlechten Vergleichen - Israels Einreiseverbot gleicht dem der DDR - zu verlieren.

    War nicht sein ganzes "Gedicht" eine Metapher für die Unfähigkeit (bestimmter) deutscher Intellektueller, sich gewissenhaft mit der politischen Widersprüchlichkeit Israels und seinen verschiedenen politischen Strömungen auseinanderzusetzen, ohne dabei nicht von vormaliger traumatischer "Schuldbeladenheit" in aktuelle Schwarz-Weiß-Malerei vom bloßen Aggressor Israel umzukippen?

    Eine aufgeklärte, nicht von Selbstgefälligkeit und Selbstbespiegelung getragene Debatte wird wohl erst nach - genauer: jenseits - der Rezeption dieses rohrkrepierenden "Gedichtes" möglich sein.
  8. #8

    Es ist wirklich lächerlich...

    Erstaunlich, wer da alles, um endlich mal wieder etwas zu schreiben, die unbedachten Zeilen des alten Herrn Grass zitiert. Eigentlkich sollten viele der so entsetzt reagierenden Grass wenigstens aus Dankbarkeit einen Teil ihrer Honorare für die überflüssigen Kommentare dem armen Alten überweisen, der anscheinend ja nicht nur die Macht über die deutsche Sprache verloren zu haben scheint. Daraus aber überhaupt ein Thema gemacht zu haben, darauf zu reagieren ohne sachlich auf angesprochenen Gefahren zu reageren ist nicht einmal peinlich, sondern einfach lächerlich. Wer wollte denn leugnen, dass der Iran Israel nicht anzugreifen wagt, weil im Gegenschlag die atomare Antwort droht? Wer begreift denn nicht, dass ein Erstschlag Israels deshalb auch völlig unsinnig wäre? Das seltsam schlechte Grass-Gedicht bedurfte keiner einzigen Zeile, keines einzigen Wortes, die politischen Äußerungen im Iran und Israel aber wirklich eines Kommentars, an den scheint sich aber kaum jemand heranzuwagen. Nun ja: doch peinlich...
  9. #9

    Also eins

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Grass nimmt damit das dumme, folgenreiche Wort Helmut Kohls von der "Gnade der späten Geburt"...
    wollte ich schon immer mal zur Ehrenrettung von Helmut K., der nicht unbedingt mein Fall war, sagen: dieses Wort im Zusammenhang mit der Frage, ob man sich anderenfalls schuldig gemacht hätte oder nicht, war so dumm nicht. Jedem anderen hätte man einen nachdenkenswerten Ansatz bescheinigt. Nur Kohl, der konnte im intellektuellen Bereich nie etwas richtig machen. Wenn z.B. Schröder ein Holocaust Mahnmal wünschte "zu dem man gerne hingeht", dann war das nur halb so schlimm. Tja.


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