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S.P.O.N. - Der Kritiker: Der Dichter, der nicht auf seine Worte achtet

Günter Grass hat das Gegenteil von dem erreicht, was er wollte: Er hat die Debatte über Israel nicht geöffnet, sondern vergiftet. Was bleibt, ist die ernsthafte Frage nach der Zukunft des Landes. Die Antwort darauf gibt allerdings ein anderer Autor.

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  1. #70

    Zitat von rufus008 Beitrag anzeigen
    Mit der "Meinung" ist das ja so eine Sache. Je komplexer ein Sachverhalt, desto geringer die Anzahl der Menschen, die eine fundierte Meinung dazu haben kommen. Beim Nahostkonflikt schätze ich diese Zahl auf unter 20% der Deutschen ein.
    Zwanzig Prozent? Eher zwanzig Promille!
  2. #71

    Die Lage ist unuebersichtlich aber nicht

    [QUOTE=sysop;10012850]Günter Grass hat das Gegenteil von dem erreicht, was er wollte: Er hat die Debatte über Israel nicht geöffnet, sondern vergiftet. Was bleibt, ist die ernsthafte Frage nach der Zukunft des Landes. Die Antwort darauf gibt allerdings ein anderer Autor.

    sagte einst ein bekannter deutscher Geopolitiker. Seit Deutschland von Freunden umgeben ist, scheint das Verstaendnis fuer Geostrategie zu sinken wie der Treibhausgas-Ausstoß. George Friedmanns Analysen sind wieder oeffentlich..vielleicht mal die hier lesen..Israel's New Strategic Environment | Stratfor
  3. #72

    sich erleichtert...

    Zitat von Rosbaud Beitrag anzeigen
    Vergiftet wurde die Debatte durch die hysterischen Reaktionen eines Broders, Friedmann, Reich-Ranitzkis und eben auch von Ihnen, Herr Diez.
    Da heißt es immer, Kritik an Israel sei doch erlaubt, und wenn es dann passiert, dann ist der Teufel los. (...) An Diez, Broder & Co. gerichtet: Obige Zeilen haben mir wieder Erleichterung verschafft, der Holocaust, die sechs Millionen getöteter Juden lasten schon nicht mehr gar so zentnerschwer auf meiner Seele - Ihr Hobbypsychologen, haltet Ihr uns Deutsche für so unmündig, dass wir nicht zwischen unserer Verantwortung für Israel und zwischen dem brutalen Besatzungsregime und dem Landraub durch die Siedler unterscheiden können?
    ... hat ein deutscher Zeitgenosse, der zwar die Namen derjenigen, die er für seine Feinde hält, nicht richtig schreiben kann, aber von sich behauptet, für "uns Deutsche" zu sprechen, also für das, was Diez "öffentliche Meinung" nennt, während die "veröffentlichte Meinung" in den Augen dieses Spiegel-online-Lesers nichts weiter als eine Versammlung von "Hobbypsychologen" ist, die aber in meinen Augen mit diesem pathologischen Fall, der tönt, er schreibe sich den Holocaust von der Seele, überfordert wären, denn anders als mit einem Psychiater ist, so fürchte ich, dem Kämpfer gegen brutale Besatzer und Landräuber nicht mehr zu helfen.
  4. #73

    One Piece – Stupidedia

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Günter Grass hat das Gegenteil von dem erreicht, was er wollte: Er hat die Debatte über Israel nicht geöffnet, sondern vergiftet. Was bleibt, ist die ernsthafte Frage nach der Zukunft des Landes. Die Antwort darauf gibt allerdings ein anderer Autor.

    S.P.O.N. - Der Kritiker: Der Dichter, der nicht auf seine Worte achtet - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Kultur
    Kein Mensch hätte sich für diese Äusserungen interessiert wenn nicht ein bekannter Name darunter gestanden hätte. Sachlich mag man seine Meinung (um was geht es eigentlich?) vielleicht nicht einmal ablehnen. Doch zu welchem Zweck wird Sie unter diesem Namen veröffentlicht? Geldnot? Geltungsdrang? Einsamkeit? Senilität? Palaver als Selbstzweck? Als Angehöriger der realen Wirtschaft kann ich darüber nur den Kopf schütteln.
  5. #74

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    .......
    Mein Lieblingssatz zu der ganzen Sache stammt von meinem Freund Nick aus Amerika, und in seiner Sprache klingt dieser Satz gleichzeitig charmanter und brutaler als auf Deutsch: "Kann ihm nicht jemand einfach einen großen, unhandlichen Gegenstand in den Mund schieben, damit endlich Ruhe ist."

    S.P.O.N. - Der Kritiker: Der Dichter, der nicht auf seine Worte achtet - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Kultur
    Na ja, so wie Sie und Ihr Freund Nick reagiert ja unisono seit Tagen die deutsche Medienlandschaft, reflexartig die antisemitismus Keule schwingend..vorwiegend Beleidigungen und Diffamierungen (Antisemit, SS, alter Mann, senil, rechthaberisch..etc.) gegen GG.

    Das alles ist reichlich substanzlos un ärmlich...aber mit den im "Gedicht" angesprochenen Fakten setzt sich hier, anders als in Israel, kaum jemand ernsthaft und analytisch auseinander...ist ja auch schwere Kost (Geostrategie/Politik)...offenbar nichts für Georg und Nick....die sind da eher für "mundtot"...ist auch einfacher

    Auch Grass hat keine geostrategische Analyse vorgelegt, sondern in Gedichtform auf durchaus reale Gefahren hingewiesen...dafür gebührt Ihm Dank...wer sonst hätte das Thema ansprechen können...Gabriel z.B. musste umgehend zurückrudern....

    Im TV dann noch Schreihals Friedmann, der selbsternannte Obersemit mit seinen tiefschürfenden Belehrungen, von Broder, Graumann, Giodarno, Wolffsohn, Reich-Ranicki, Fleischman etc. ganz zu schweigen.....

    Die Politik hält sich, bis auf ein paar Nullen, vornehm zurück oder antwortet lauwarm...es stehen ja Wahlen an.

    Ergo, bei Politikern kann ich das ja noch verstehen, hat doch GG einen Tabubruch gegenüber der allgemeinen "plitical correctness" begangen, auch wenn alle hoch und heilg versichern man dürfe sehrwohl die israelische Politik kritisieren...das ist, mit Verlaub, eine glatte Lüge wie die Reaktionen der "sogenannten" Intellektuellen hierzulande deutlich zeigen.

    Im Gegensatz zu Herrn Diez bin ich der Meinung, Grass hat das Reden über Israel nicht vergiftet sondern endlich die Tür zu einem unverquasten, vergangenheitsunbelasteten, Dialog einen Spalt geöffnet...auch wenn es noch einige Zeit dauern wird...

    Wie wärs derweil als Lesestoff mit einigen anderen Meinungen..

    Was auch noch gesagt werden muss! | Zeitfragen

    Gruß Wolfgang
  6. #75

    Der Kritiker hat nicht verstanden...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Damit aber ist Grass nicht allein, gerade fünfzig, sechzig, siebzig Jahre nach dem Krieg - es bleibt eine Grobschlächtigkeit, eine Gemeinheit, eine Gereiztheit, eine Rechthaberei in dem Reden über Israel, die eigentlich nur mit andauerndem deutschen Unbehagen zu erklären ist. Wann sonst interessieren sich die Deutschen so sehr für Innenpolitik und Ungerechtigkeit eines anderen Landes? Wann sonst stürzen sie sich mit solcher Verve und Meinungsfreude auf Konflikte, von denen sie nicht sonderlich viel verstehen?

    S.P.O.N. - Der Kritiker: Der Dichter, der nicht auf seine Worte achtet - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Kultur
    Die deutsche Gereiztheit und Rechthaberei im Reden über Israel mit andauerndem Unbehagen zu erklären und den Deutschen direkt im Anschluss zu attestieren, sie verstünden nicht viel vom Thema, zeugt von eigener Unkenntnis (trotz Geschichtsstudium) oder mangelnder Lebenserfahrung des Autors.

    Vielmehr ist die Gereiztheit, die im Übrigen lediglich bei einem Teil der Deutschen zu finden ist, eine Reaktion auf vielfach durchlittene Überreaktionen Israels und Vertreter jüdischer Organisationen. Das so wichtige Gedenken an die Last unserer Geschichte ist gefährdet, wenn es zu häufig und aus zu nichtigen Anlässen eingefordert wird. Es fehlt in jüdischen Organisationen ein Ignaz Bubis, der mit seiner offenen und an Versöhnung ausgerichten Art dem Verhältnis zwischen Israel und Deutschland einen großartigen Dienst erwiesen hat.
  7. #76

    Zitat von schlabbedibapp Beitrag anzeigen
    Eines hat Grass erreicht, indem er merkwürdigerweise genau zu dem Zeitpunkt seine Bombe platzen ließ, als in Syrien ein Massaker an der Bevölkerung in unvorstellbarem Ausmaß stattfand und noch stattfindet: Dieses Thema findet in den - von ihm als gleichgeschaltet diffamierten Medien - nun dank seiner poetischen Ergüsse nicht statt.

    In mir verstärkt sich der Eindruck, dass Grass - ob absichtlich oder nicht - sich als Einflussagent im Auftrag des Iran als engem Freund des syrischen Regimes betätigt und erfolgreich von den Vorkommnissen in Syrien abgelenkt hat.

    In Illners Talkshow zeichnete sich besonders Franziska Augstein durch eine ausgesprochen feindliche Haltung gegenüber Israel aus. Ihre einzige Äußerung zu Syrien bestand in der Unterstellung, dass der Westen auch dieses Land militärisch angehen wolle.

    Ich hätte gern mal die Kommentare gehört, wenn Israel auch nur annähernd so in Gaza operieren würde, wie Assads Truppen in Homs und anderen Städten.
    Oh je.....schlimmer gehts nimmer...wahrscheinlich halten Sie auch den Film "Battleship" für Realität.....

    Gruß Wolfgang
  8. #77

    Zitat von frank_n_stein Beitrag anzeigen
    und wieso sollte der einbrecher nicht das recht auf grosskalibrige bewaffnung haben? er könnte sich doch vom hausbesitzer bedroht fühlen? oder wenigstens gescheites werkeug? nein?
    Mit Verlaub, Sie ergehen sich da in geistiger Inkontinenz...dumme Beiträge sind ja noch zu Ertragen...aber sowas.....

    Gruß Wolfgang
  9. #78

    Wann sonst stürzen sie sich mit solcher Verve und Meinungsfreude auf Konflikte, von denen sie nicht sonderlich viel verstehen?

    Genau, wenn die Meinung der Leser zu sehr von der eigenen abweicht, verstehen diese natürlich nicht worum es eigentlich geht. Dieses Argument ist einfach armselig und sagt viel aus über die Wertschätzung des Autors gegenüber der Leserschaft und deren Meinung...
  10. #79

    Quark

    "Er hat die Debatte über Israel nicht geöffnet, sondern vergiftet."

    Sein Anliegen ist Frieden und dass die jetzige Regierung den Weltfrieden gefährdet. Das kann man wohl nicht bestreiten. Seit 1948 4 Kriege gegen alle Nachbarn und neuerdings Kriegsdrohungen gegen den Iran, der kein Nachbar ist. Als Begründung dafür dient die ausgelutschten Schote: Massenvernichtungswaffe.

    Wenn das Erinnern an Krieg und an das Friedensethos der UN-Charta Brunnenvergiftung sein soll, scheint mir hier eher einem Schreiber die Kategorien durcheinandergeraten zu sein. Für mich ist dieser Autor ein Dummschwätzer und unverantwortlicher Schönredner einer gefährlichen Situation. Die der noch nicht einmal erkennt.








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