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S.P.O.N. - Der Kritiker: Das unerträgliche Fest
Ein blutiges Opfer, eine Religion der Angst, kollektives Vernunftversagen und*ein beschädigter Monat im Kaufrausch: Das ist Weihnachten.*
http://www.spiegel.de/kultur/gesells...805491,00.html
- #1 23.12.2011 11:49 von
- #2 23.12.2011 11:51 von
- #3 23.12.2011 12:07 von
Sehr schöne Kolumne :)
- #4 23.12.2011 12:13 von
Naseweis
Dass Sie als kopflastiger Jungspund alles madig machen,
was mit diesem Fest zu tun hat,
kann ich gut nachvollziehen.
Sie sind doch ein Kind Ihrer Zeit und deren Geist.
Sicher, nicht alles ist festlich, was zum Fest gehört.
Mich würde aber interessieren,
wie IHRE Alternative zu diesem verkommenen Fest
ausschaut!
Sie wollen doch aufklären und
den Fest-Leidenden helfen,
aus diesem Zirkus herauszufinden, nicht wahr?
Raus mit der Sprache, Sie Naseweis! - #5 23.12.2011 12:22 von
- #6 23.12.2011 12:30 von
Jeder Mensch hat nun mal sein Weihnachten. Da ist Weihnachten oft nicht mehr Weihnachten.
Meine Feinde bleiben auch zu Weihnachten, denn nach dem "Fest" attackieren sie mich weiter, vielleicht auch währenddessen. Und dem Konsumrausch hab ich schon lange abgeschworen.
Ich schenke, dann von Herzen, lieber zum Geburtstag! - #7 23.12.2011 12:31 von
Weihnachtsdepressionen sind nichts ungewöhnliches, das haben viele Menschen. Eine Bekannte von mir hat das auch pünktlich jedes Jahr zur Weihnachtszeit, und zwar richtig schlimm.
Allerdings hat sowas Gründe, und man geht damit nicht um indem man sinnlose Kolumnen schreibt in denen man vergeblich versucht, anderen die Freude an dieser Zeit zu vermiesen, sondern man geht zum Arzt. Im Falle meiner Bekannten haben diese Depressionen etwas mit ihrer miesen Kindheit und verkorksten Familie zu tun; diese Erinnerungen werden jedes Jahr aufs neue wachgerufen.
Was den selbstgemachten Stress durch Konsum- und Geschenketerror angeht: Das hat jeder selbst in der Hand ob er bei diesem Schwachsinn mitmacht oder nicht. Ich persönlich tu es nicht. - #8 23.12.2011 12:32 von
Waffenstillstand
Weihnachten ist u.a. ein allgemeiner Waffenstillstand von ca. drei Tagen - weshalb die Atmosphäre auch häufig trotzdem so gespannt ist. Hat einiges für sich, aber leider auch viel übertriebenen unglaubwürdigen Kitsch gegen sich.
- #9 23.12.2011 12:32 von
ohne
Herr Diez mag das Weihnachtsfest so sehen, das bleibt ihm auch unbenommen. Andererseits bleibt es auch jedem unbenommen, sich nicht an dem Trubel zu beteiligen, wenn er nicht möchte. Ich mag die Lichter überall und den Weihnachtsschmuck, auch wenn ich weiß, dass alles Kommerz ist. Aber ich muss ja nicht an Kommerz denken. Ich kann mich daran erfrreuen und mir sagen, ich kaufe euch nicht alles ab, was ihr anpreist. Den religiösen Hintergrund kann man annehmen oder auch nicht, ich betrachte die Weihnachtsgeschichte wie ein nettes Märchen von Rotkäppchen. Ich mag Rotkäppchen.
Herr Diez übersieht auch, wie Weihnachten mit Kinderaugen gesehen wird. Für Kinder hat es immer noch etwas Magisches, auch wenn das Fest besonders in den Städten nicht mehr das ist, was es zu meiner Kindheit war. Ich bedauere, dass die Lebkuchen nichts Besonderes mehr sind, sondern bereits Anfang September in den Supermärkten liegen. Und nicht nur sie. Dadurch wird die Freude auf das Weihnachtsfest entwertet. Aber ich muss mich nicht daran beteiligen. Ich kann mir im Dezember leckere Kekse backen und so ein festliches Gefühl erzeugen. Es liegt doch bei jedem selbst, wie er die Vorfreude umsetzt. Sicher, zu Weihnachten scheinen die Menschen plötzlich netter zu werden, gebefreudiger. Sie sollten es das ganze Jahr sein. Ja, wäre schön, aber sollte man sich nicht darüber freuen, dass es wenigstens einmal im Jahr geschieht? Man kann ständig auf das Schlechte starren, man kann aber auch nach dem Guten suchen, es entdecken und tun.
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