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S.P.O.N. - Der Kritiker: Berlin braucht einen Rudy Giuliani

Der Flughafenbau ein Debakel, Wowereit ausgebrannt, die Kulturszene überaltert: Berlin versinkt im Mittelmaß. Die Hauptstadt braucht einen neuen Bürgermeister - der sie endlich aus den neunziger Jahren in die Gegenwart führt.

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...839070,00.html
  1. #1

    Dringend......

    Die Bilanz von Wowereit in Berlin ist erbärmlich.....bitte dringend was neues - nur Party reicht einfach nicht !
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Flughafenbau ein Debakel, Wowereit ausgebrannt, die Kulturszene überaltert: Berlin versinkt im Mittelmaß. Die Hauptstadt braucht einen neuen Bürgermeister - der sie endlich aus den neunziger Jahren in die Gegenwart führt.

    Georg Diez: Berlin versinkt mit Wowereit im Mittelmaß - SPIEGEL ONLINE
    Berlin ist tatsächlich eine Aneinanderreihung von Baustellen. Gefühlt kommen 3 am Tag auf dem Arbeitsweg dazu, keine wird mal fertig. Pläne der öffentliche Verkehrsmittel kann man nur noch als groben Anhaltspunkt für die Wahrscheinlichkeit des mittleren Eintreffens der Vorhersage nehmen. Jemand dessen Arbeitsweg der Strecke von ca. 6 S-Bahn Haltestellen entspricht, muss mit Abweichungen von mindestens 30 Minuten auf jeder Strecke vom Plan rechnen. Eine einzige Katastrophe.....
  3. #3

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Flughafenbau ein Debakel, Wowereit ausgebrannt, die Kulturszene überaltert: Berlin versinkt im Mittelmaß. Die Hauptstadt braucht einen neuen Bürgermeister - der sie endlich aus den neunziger Jahren in die Gegenwart führt.

    Georg Diez: Berlin versinkt mit Wowereit im Mittelmaß - SPIEGEL ONLINE
    Statt seltsamer Personalrochaden, wie Herr Diez sie vorschlägt, könnte man ja einfach die Hälfte der erwähnten Einrichtungen zumachen. Das würde wenigstens echt Geld sparen, und es blieben immer noch genügend staatstragende Kulturhochleistungsstätten übrig.
  4. #4

    Die Gebühren für Sondernutzung von öffentlichem Straßenland

    sind so lächerlich niedrig, dass niemand motiviert ist, eine Baustelle zeitlich und räumlich auf das Nötigste zu begrenzen.

    Selbst Otto Normalverdiener könnte sich durch ein paar gezielte "Baumaßnahmen" einen Komplettstillstand des Verkehrs in Berlin leisten.
  5. #5

    Berlin braucht vernünftige Industrien und Arbeitsplätze als Gegengewicht zu all den Staatsangestellten (Hartz 4 und Beamte), dann kommt man auch wieder in der richtigen Welt an.
  6. #6

    Was Berlin mit New York zu tun haben soll...

    ...ist mir ohnehin unklar. Jede statt hat ihr spezifisches Elend und jede Stadt hat auch ihre Sonnenseiten. Und beide haben fast nichts gemein. Warum sollten sie auch?
  7. #7

    Alles schön und gut; nur der Hinweis auf Rudy Giuliani beruht auf einem – allerdings weit verbreiteten – Missverständnis.

    Keine Frage, New York City hat in den letzten 20 Jahren eine unglaubliche Renaissance erlebt, vor allem wegen präzedenzlosen und anhaltenden Absinkens der Kriminalität. Der Verdienst dafür gebührt aber 2 anderen Bürgermeistern: David Dinkins und Mike Bloomberg (also dem Vorgänger und Nachfolger Giulianis).

    Das große Verdienst Dinkins’ und seines Polizeichefs Ray Kelly ist die Einführung des »community policing«. Die Cops wurden – gerade in den Brennpunkten – aus ihren festungsartigen Streifenwagen raus geholt und auf Fußstreife ganz nah ran an die Bürger geschickt. So konnten sie erstmals wieder lernen, was in ihrem Kiez überhaupt ablief, bevor die Verbrechen begangen wurden und jemand den Notruf wählte.
       Die 2. existenziell wichtige Änderung war, das erstmals in großem Stil nichtweiße bzw. nichtangelsächsische Polizisten rekrutiert und eingestellt wurden. Auf einmal patrouillierten afroamerikanische Polizisten in Harlem, puertoricanischstämmige Polizisten in Spanish Harlem und russischsprachige Polizisten in Little Odessa. Das war eine Revolution!
       Selbst das Verdienst, das eigentlich immer Giuliani zugeschrieben wird – die Verfolgung minderschwerer »quality of life crimes« – gebührt Dinkins und Kelly. Sie waren es nämlich, die erstmals den Zusammenhang zwischen heruntergekommenen Häusern, Straßenprostitution, aggressiver Bettelei u. ä. »Schönheitsfehlern« und schwerer Kriminalität erkannten und entsprechend handelten. So haben Dinkins und Kelly die sog. »squeegee men«, die vorher New Yorks Autofahrer (und Auto fahrende Besucher!) terrorisierten, aus dem Straßenbild verbannt und so die Stadt wieder einladend gemacht.

    Diese Ansätze waren in kürzester Zeit, also noch während Dinkins’ Amtszeit, so erfolgreich, dass sie zum Kernstück der Kriminalitätsbekämpfungsstrategie der Bundesregierung unter Bill Clinton wurden. Die Clinton-Regierung hat dann sehr viel Geld für neue Polizisten an Kommunen überwiesen und davon hat Giuliani dann profitiert. Interessanterweise hat Giuliani den Architekten dieser Strategie aber entlassen. Sein eigener Polizeipräsident war dann vergleichsweise farb- und ideenlos – wenn man von der Schließung der Pornoläden am Times Square sowie etlicher Polizeiskandale im Zusammenhang mit der Tötung nicht weißer, ansonsten aber völlig unschuldiger, Bürger absieht. (Der Times Square ist übrigens nur für New-York-Besucher relevant. Einwohner der Stadt haben dort nichts verloren.)

    Bloombergs größtes Verdienst war es dann, den von Giuliani gefeuerten Ray Kelly erneut zum Polizeipräsidenten zu berufen, damit er praktisch nahtlos dort weiter machen konnte, wo er 8 Jahre zuvor aufgehört hatte.

    Ich habe die ganze Zeit in NYC gelebt und alle 3 Bürgermeister und ihre Polizei erlebt.
  8. #8

    Bravo, Bravo, Bravo!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Flughafenbau ein Debakel, Wowereit ausgebrannt, die Kulturszene überaltert: Berlin versinkt im Mittelmaß. Die Hauptstadt braucht einen neuen Bürgermeister - der sie endlich aus den neunziger Jahren in die Gegenwart führt.

    Georg Diez: Berlin versinkt mit Wowereit im Mittelmaß - SPIEGEL ONLINE
    Berlin ist eine Katastrophe und wirklich keine lustige! Wenn die Bürger ihre Stadt so hassen, dass sie alles mit Graffiti vollschmieren, sich gegenseitig in der U-Bahn totschlagen und alle Fahrradwege voll Scherben liegen, dann ist es Zeit, was zu ändern. Die Korruption hat längst alle Kreise erfasst: Im Schwimmbad kassieren die Leute am Kassenhäuschen, geben aber nur halbe Tickets heraus. Bei der Fähre gibt es gleich gar keins, der wackere Fährmann steckt das Geld in die eigene Tasche. Da kann man sich vorstellen, was in den Ämtern los ist. Wowereit muss weg, die Baustellen müssen weg, die Staus müssen weg. Der ganze alltägliche Terror muss weg. Und gewisse SPON-Kolumnistinnen, die den Mist noch verherrlichen, auch.
  9. #9

    siebziger Jahre

    Ich habe nicht den Eindruck, Berlin wäre schon in den neunziger Jahren angekommen. Dieser engstirnige, urban-ökologisch korrekte Mief und die politisierte Hysterie der sogenanten "Szene" ist doch mental noch in den 1970er verhaftet, klebt dort fest und hält sich dabei noch für postmodern. Wahrlich schauerlich.








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