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S.P.O.N.: Der fatale Euro-Domino-Effekt

Das Schuldendesaster in Europa greift auf immer mehr Länder über. Und die Politik reagiert hilfloser denn je.*Das Hauptproblem der Krisenbekämpfer: Sie lernen nicht*aus den Fehlern anderer Länder - und noch nicht einmal aus ihren eigenen.*

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,798118,00.html
  1. #20

    Der fatale Euro-Domino-Effekt

    Nachdem was Merkel so abgezogen hat, müsste das eigentlich Domina-Effekt heißen.
  2. #21

    es ist gut das die Märkte Druck machen

    Zitat von rw2 Beitrag anzeigen
    Die Bösen „Spekulanten“ trauen der Euro Union nicht mehr. Ich würde auch keine Euro Anleihen mehr kaufen auch wenn ich eine 50%ige Garantie bekäme. Hat sich halt ausgehebelt. Jetzt hilft nur noch die EZB Euro Druckerpressen einen Gang schneller zu schalten. Am Ende kommt das, was die „Stammtischbrüder“ schon lange geahnt und einige Wissenschaftler (die aber leider von der Politik ignoriert wurden...) schon lange vorausgesagt haben, das aus für den Euro oder die nahe Hyperinflation. Zu lange haben die Politiker an dem Glauben festgehalten die völlig ungleichen Staaten im Euro halten zu können.
    In dem Artiekl ist sicher ein Körnschen Wahrheit, nämlich die, daß die Poloitiker immer den Eindruck von getriebenen machen, die immer erst dann handeln, wenn die Märkte Druck machen. Ansonsten ist es mit diesem Artiekl eben so wie mit vielen anderen: bad news sells und wenn es keine news gibt, dann mache ich eben welche

    Ich fidne es gut, daß die Märkte Druck machen, habe aber um den Euro deshalb keines Sorge, mögen die Stammtische sich auch noch sio ereifern
  3. #22

    Wie bitte? Es geht jetzt erst richtig los!

    Zitat von Holzhausbau Beitrag anzeigen
    Der ach so erfolgreiche EURO ist am Ende - und der Moloch EU-Diktaur ebenfalls.
    Das glauben auch nur Sie! Jetzt geht es erst richtig los. Jetzt übernehmen die Banker, wie in Italien, die Staatsführung und werden gleichzeitig Finanz- und Wirtschaftsminister. Zusätzlich übernimmt noch ein weiterer Banker das Ministeramt für "Infrastruktur, Industrie und Transport". Na klingelts? Der feuchte Traum jeder Banker wird nun war. Ein direkter Draht zum Steuergeld ohne diese Rettungspakete. Gleichzeitig kann noch schön "privatisiert" werden. Bin wirklich gespannt wo das noch enden wird.
  4. #23

    wieveil Euro die Silvestergans 2020 wohl kosten wird?

    Zitat von Progressor Beitrag anzeigen
    Niemand will insgeheim den makroökonomisch kontraproduktiven Euro mehr.
    Niemand will das offen sagen, aber die Signale und das (Nicht-) Handeln sind eindeutig.
    Herr Münchau ist einer der wenigen die glauben, man könne und wolle den Euro noch retten.
    Ich bin sicher, daß sehr viele Menschen den Euro wollen, aus guten Grund sogar.
    Die wirtschaftlichen und politischen Vorteile, die die gemeinsame Währung bringt sind für jeden der ökonomische Daten lesen kann offensichtlich.

    Die Schuldenkrise wird sicher Geld kosten, aber auch dafür sorgen, dasß die Staaten zu vernünftigen Wirtschaften zurückfinden.
    Ich bin sicher, daß ich meine Silvestergans 2020 mit Euro bezahlen werde, den Champagner übrigens auch
  5. #24

    Der Domino Day wird kommen, so oder so …

    Lieber Herr Münchau, was haben sie jetzt in ihrer Betrachtung vergessen und reden dabei dem Grunde nach dem Fehlverhalten der Politiker sogar indirekt noch das Wort?
    Ganz einfach. Das kaputte Geldsystem mit seinen aktuell praktizierten und forcierten Möglichkeiten des exponentiellen Wachstums, etwas woran die Realwirtschaft, respektive die menschliche Arbeitskraft scheitert.
    Wenn sie Argentinien ins Feld führen, dann hätten sie ebenso von den zeitversetzten und immer wieder stattfindenden Staatspleiten reden müssen, die Beleg für das kaputte System sind. Der Euro (nebst der krankhaften Rettungsversuche) führt zu nichts weiter, als den Zeitpunkt dieses Domino-Days EU-weit zu vereinheitlichen, ändert aber immer noch nicht das Grundübel.

    Es wäre einfach zu schön wenn sich auch der Spiegel eben dieses Themas einmal annehmen würde, statt zu assistieren beim Verschweigen dieses klitze-kleinen Umstands. Als kleine Nachhilfe, auch das System besser zu durchblicken, empfehle ich heute: „Die Mär von der Vierten Gewalt, die Fünfte Macht(s)“ … Link mal zu studieren und den weiteren Links zur Uni Münster zu folgen, die sehr schön die Machtstrukturen rund um das kaputte Geld-System beschrieben. Blöd nur, das auch dem SPON, als Teil der vierten Gewalt hier allerhand Schranken errichtet sind … (°!°)
  6. #25

    Autor lernt auch nichts

    "Die Zinsen zehnjähriger italienischer Anleihen stiegen auf fünf Prozent."
    Die sind aber nicht gestiegen, weil die EU ihre eigenen Abmachungen gebrochen hat, sondern weil Italien am Ende ist. Wieder versucht ein Redakteur, die Fakten beiseite zu schieben. So lernt man nicht aus Fehlern.

    Der Euro wird überleben, als harter Euro, aber nur, wenn einige Länder austreten, die ganz klar nicht in den Euro gehören. Aber unsere Elite weiß es ja besser.
    Der Dominoeffekt ist da, jetzt kann keiner mehr behaupten, wir bräuchten noch größere Rettungsschirme. Denn die haben gar nichts bewirkt, außer, dass wir Deutschen Schulden anderer übernommen haben.
    Aus den Eurofehlern lernen? Gott, niemals, nicht der Reichstag.

    Vor Italien hatte man zur Euroeinführung gewarnt. Die Elite Deutschlands lachte über Kritiker. Noch immer ist Italien nicht bereit für den Euro.

    Der Euro überlebt nur nach radikalen Reformen.
  7. #26

    "Schuldnerrettung"

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das Schuldendesaster in Europa greift auf immer mehr Länder über. Und die Politik reagiert hilfloser denn je.*Das Hauptproblem der Krisenbekämpfer: Sie lernen nicht*aus den Fehlern anderer Länder - und noch nicht einmal aus ihren eigenen.*...
    Der grundlegende Fehler der europäischen Politiker ist, dass sie das Versprechen von der "sicheren" Staatsanleihe gebrochen haben. Sie haben das mit der Unverfrorenheit des uneinsichtigen Schuldners getan, der seinen Gläubigern und dem Gerichtsvollzieher den Stinkefinger zeigt.

    Statt eine weiche Umschuldung der griechischen Staatsschulden anzustreben, haben die Politik all ihre Energie darauf gesetzt, den privaten Gläubigern einen "freiwilligen" Forderungsverzicht aufzuzwingen.
    Erst waren es 21% "Schuldenschnitt" bei den Privaten, die man schnell zu Spekulanten ernannte. Als sich deren Vertreter - die internationale Bankenvereinigung - bereit erklärten, entdeckte man, dass es noch besser mit 50% Verzicht ist. Das wurde dann das neueste Ergebnis am 27. Oktober erzielt.

    Wer sagt denn, dass das wirkliche Endergebnis des Schuldenschnittes ist? Jeder Anleger mit Verstand legt doch nicht sein ganzes Geld bei solchen Leuten an! Kein Wunder, dass die Anleihen des "Rettungschirmes" EFSF von den internationalen Anlegern nicht gekauft werden.

    War wohl nichts mit der "Rettung"!
  8. #27

    ...

    Zitat von anderton Beitrag anzeigen
    Das glauben auch nur Sie! Jetzt geht es erst richtig los. Jetzt übernehmen die Banker, wie in Italien, die Staatsführung und werden gleichzeitig Finanz- und Wirtschaftsminister. Zusätzlich übernimmt noch ein weiterer Banker das Ministeramt für "Infrastruktur, Industrie und Transport". Na klingelts? Der feuchte Traum jeder Banker wird nun war. Ein direkter Draht zum Steuergeld ohne diese Rettungspakete. Gleichzeitig kann noch schön "privatisiert" werden. Bin wirklich gespannt wo das noch enden wird.
    Es kann in beide Richtungen gehen. Denn jede Grausamkeit, die die neue italienische Regierung (besser wäre vielleicht "Abordnung der italienischen Hochfinanz") duchsetzen wird, wird auf alle Fälle vom Volk mit entsprechenden Maßnahmen vom Generalstreik bis zum echten Volksaufstand quittiert werden.
    Es sitzen jetzt zwar die "richtigen" Leute am Steuer, aber auch die werden sich erst noch durchsetzen müssen.
  9. #28

    Gutmenschentum fatal

    Zitat von jot-we Beitrag anzeigen
    Neiiiin - bitte nicht NOCH einen S.P.O.N.-Blogger!!

    Aber da auf mich ja keiner hört: kann mir mal jemand erklären, was der Mann eigentlich sagen will?
    Daß Gutmenschentum den Menschen meist schadet.
    Wer Sicherheit bei Staatsanleihen verspricht und dann einen Haircut macht - verliert das Vertrauen. Und nicht nur beim unbekannten Spekulant, sondern auch bei Staats- und Anlagefonds aus China, Japan, Russland und den Scheichtümern. Da kauft man lieber US-Anleihen, die zwar kaum Rendite bieten - aber immerhin zahlen die Amis ihre 100% zurück!
  10. #29

    Doch MtSchiara

    Zitat von MtSchiara Beitrag anzeigen
    Ich wußte nicht, daß ein Währungsunion in Argentinien oder Asien die Ursache der dortigen Probleme gewesen ist. Aber man kann ja noch jeden Tag etwas neues lernen. Und ohne Währungsunion gäbe es die aktuelle Krise nicht, da jedes Land sein eigenes Geld drucken könnte. Somit ist die aktuelle Krise in Europa sehr spezifisch und unvergleichbar. Und daß die Politik unterschiedliche Alternativen nicht öffentlich diskutieren können soll aus Angst vor den scheuen Märkten, widerspricht meiner Vorstellung eines demokratischen Gemeinwesens.
    Der argentinische Peso war zeitweise an den US Dollar gebunden, was die gleichen Probleme verursacht hat, wie wir sie in Griechenland finden. Finanzinstitute in Asien vertrauten auf die enge Koppelung der heimischen Währung an eine Ankerwährung, zumeist den US-Dollar.

    In beiden Fällen war es letztendlich die Überschwemmung der Volkswirtschaften mit frisch gedrucktem Geld - meist via Kredit.


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