Forum


 

RWE, E.on und EnBW: Atomkonzerne verwenden russisches Militär-Uran

DPAEs ist eine brisante Form des Recyclings: Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" nutzen deutsche Stromkonzerne im großen Stil Uran aus russischen Militärbeständen. Dabei versuchten Lobbyisten offenbar auch, auf die Verlängerung der AKW-Laufzeiten einzuwirken.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...855968,00.html
  1. #1

    "So hätten laut dem "SZ"-Bericht Atommanager in Berlin im Jahr 2001 dafür geworben, auch Plutonium aus Militärbeständen Russlands in deutschen Kraftwerken zu verwenden. Das Problem: Diese Bestände hätten in den vereinbarten Restlaufzeiten gar nicht verbraucht werden können. "

    Offensichtlich hatten die Atommanager den Atomausstieg von Rotgrün nie ernst genommen und sich darauf verlassen, dass eine Folgeregierung ihn wieder aufheben würde. Die Geschichten hat ihnen Recht gegeben.
  2. #2

    Kapier ich nicht

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es ist eine brisante Form des Recyclings: Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" nutzen deutsche Stromkonzerne im großen Stil Uran aus russischen Militärbeständen. Dabei versuchten Lobbyisten offenbar auch, auf die Verlängerung der AKW-Laufzeiten einzuwirken.

    Brennstäbe: Atomkonzerne verwenden massenhaft russisches Militär-Uran - SPIEGEL ONLINE
    Was ist daran schlimm Uran aus Militärbeständen zu verwenden??? Ist das Uran iorgendwie schlechter oder gefährlicher?

    Wenn man Benzin aus Militärbeständen vertankt, ist das mir doch vollkommen schnuppe.

    Scheint mir mal wieder der typische Ansatz der "Linken" zu sein, um eine Hysterie zu verursachen, nach dem Motto, Brennstäbe aus militärischem Uran sind gefährliche Atombomben, die jederzeit hochgehen können und somit nen Dritten Weltkrieg provozieren. Ein Fressen für die Friedensaktivisten und die Freunde vom Kirchentag.....
  3. #3

    Lieber im AKW als in der Bombe

    Die Machenschaften der Atomlobby sind sicherlich anrüchig, aber in einem Land wie der Bundesrepublik, das sich als einer der letzten Staaten auf diesem Planeten weigert, Abgeordnetenbestechung unter Strafe zu stellen, wohl legal. So wie die Machenschaften der Banken- Pharma- Genfood- und Eurolobby.

    Was jetzt allerdings an der zivilen Verwendung des Materials so verwerflich ist kann ich nicht nachvollziehen.- Auch als Atomkraftgegner ist mir das Uran in einem Atomkraftwerk lieber als in einer Atombombe!
  4. #4

    Das ist nichts Neues

    z.B. steht bei Wikipedia in den Artikeln über Uran, Uranbergbau und Atomkraft seit Jahren, dass der Uranpreis deshalb relativ niedrig ist, weil in Russland seit längerem Kernwaffen abgerüstet werden, deren spaltbeares Material unter anderem nach Deutschland verkauft wird.

    Ich sehe daran überhaupt nichts Brisantes.
    Allenfalls, wenn es sich um Mischoxid (Uran-Plutonium)-Brennstäbe handelt, deren Transport sehr viel gefährlicher ist, als bei reinem Uranoxid.
    Aber solche Brennelemente werden auch aus anderen Quellen bezogen (Aufbereitung in La Hague); allein schon deshalb kann ich auch da keine besondere Brisanz erkennen.
  5. #5

    234234

    Zitat von rainer_daeschler Beitrag anzeigen
    "So hätten laut dem "SZ"-Bericht Atommanager in Berlin im Jahr 2001 dafür geworben, auch Plutonium aus Militärbeständen Russlands in deutschen Kraftwerken zu verwenden. Das Problem: Diese Bestände hätten in den vereinbarten Restlaufzeiten gar nicht verbraucht werden können. "

    Offensichtlich hatten die Atommanager den Atomausstieg von Rotgrün nie ernst genommen und sich darauf verlassen, dass eine Folgeregierung ihn wieder aufheben würde. Die Geschichten hat ihnen Recht gegeben.
    na ja, die Union hat damals ja klar gesagt, daß sie den Ausstieg zumindest deutlich strecken will. Ein Regierungswechsel war zumindest realistisch und der Wahltermin bekannt. Ein Wirtschaftsunternehmen mach also Planungen für beide Optionen. Also ehrlich, nicht immer Dunkelmänner wittern. Die "Atommanager" haben den Atomausstieg von Rotgrün sehr wohl ernstgenommen, es war immerhin ein Gesetz. Und sie haben immer offen erklärt, daß sie auf einen Regierungswechsel setzen.

    Was an dem verschnittenen Waffenuran so dramatisch sein soll, erschließt sich mir nicht. Wenn das vermischt ist, ist es nur mit äußerst hohem Aufwand wieder anzureichern. Das Risiko der Weitergabe von waffenfähigem Material sinkt also tendentiell. Wo läge der Vorteil, wenn das Zeug irgendwo in Afrika unter erheblicher Belastung von Mensch und Umwelt gefördert würde.
  6. #6

    Zitat von bunterepublik Beitrag anzeigen
    Was ist daran schlimm Uran aus Militärbeständen zu verwenden??? Ist das Uran iorgendwie schlechter oder gefährlicher?

    Wenn man Benzin aus Militärbeständen vertankt, ist das mir doch vollkommen schnuppe.
    Das Uran nicht unbedingt, aber das Plutonium.

    Scheint mir mal wieder der typische Ansatz der "Linken" zu sein, um eine Hysterie zu verursachen, nach dem Motto, Brennstäbe aus militärischem Uran sind gefährliche Atombomben, die jederzeit hochgehen können und somit nen Dritten Weltkrieg provozieren. Ein Fressen für die Friedensaktivisten und die Freunde vom Kirchentag.....
    Lesen Sie bitte den Original-Artikel in der SZ, der auch über die politischen und wirtschaftlichen Zusammenhänge und Hintergründe informiert: "Die Staatsanwaltschaft Mannheim interessiert sich für Verträge von EnBW mit Bykow rund um Atomgeschäfte, bei denen rund 130 Millionen Euro versickert sein sollen. Bykow bestreitet rechtswidrige Geschäfte. Der Konzern hat mehrere EnBW-Manager auf viele Millionen Schadenersatz verklagt."
  7. #7

    Wo ist das Problem?

    Ich versteh die Aufregung jetzt nicht. Ist russisches Uran schlechter als anderes? Ist Uran aus abgerüsteten Waffen schlechter als anderes? Ich finde es gut, dass Russland sein Atomwaffenarsenal runterfährt. Das ungebrauchte Uran wegzuwerfen und gleichzeitig anderswo auf der Erde nach Uran zu graben mit z.T. gesundheitsgefärdenden Fördertechniken wäre Blödsinn. Andere Länder verballern übrigens einfach alte Uranmunition in fernen Ländern.
  8. #8

    Guten Morgen! Auch schon aufgewacht?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es ist eine brisante Form des Recyclings: Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" nutzen deutsche Stromkonzerne im großen Stil Uran aus russischen Militärbeständen. Dabei versuchten Lobbyisten offenbar auch, auf die Verlängerung der AKW-Laufzeiten einzuwirken.

    Brennstäbe: Atomkonzerne verwenden massenhaft russisches Militär-Uran - SPIEGEL ONLINE
    Diese Tatsache ist schon seit Jahren bekannt! Studien aus den Jahren 2006 und 2007 haben schon damals auf den Sachverhalt hingewiesen, dass seit Mitte der 90er ca. 35% des gesamten Brennstoffedarfes für Kernkraftwerke aus konvertierten russischen Kernwaffen gedeckt wird - und nach einem Aufbrauchen dieser Ressource ein schlagartiger Anstieg des Uranpreises zu erwarten ist, da nur 65% des Bedarfes bergmännisch gedeckt wird:

    > http://www.energywatchgroup.com/file...-12-2006ms.pdf
    > http://www.energywatchgroup.com/file...und_4-2007.pdf

    cu/

    Sergeij
  9. #9

    Liebe SPON-Redaktion,

    sagt mir bitte was jetzt genau der Aufreger ist.

    Das Deutsche AKWs einen Beitrag zur Nuklearen Abrüstung liefern? Das ist ja wohl sicherlich nicht was ihr sagen wollt, denn das klingt ja so als ob Atomstrom nicht böse(TM) ist, das klingt ja fast so, als ob die Welt nicht schwarz-weis ist ..... das darf nicht sein!








TOP



TOP