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Russlands Botschafter im Interview: "Nato-Raketenabwehr vernichten"

Er ist für seinen harschen Ton berüchtigt, doch nun gibt sich Russlands Nato-Botschafter besonders ruppig: Die Raketenabwehr des westlichen Bündnisses sei ein "legitimes Angriffsziel", sagt Dmitrij Rogosin im Interview. Außerdem werde Moskau die Atomabrüstung stoppen, wenn die USA nicht einlenken.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...801484,00.html
  1. #150

    !

    Zitat von freiheitsk Beitrag anzeigen
    ...scheinen wohl eher SIE zu verdrehen. So war die Ursache für die Stationierung sowjet. Raketen auf Kuba die vorausgehende Stationierung von US-Atomraketen in der Türkei:

    http://en.wikipedia.org/wiki/PGM-19_Jupiter

    Und so werfen auch heute noch die Amis den ersten Stein, denn der geplante Raketenschild dient einzig dazu das Erstschlagpotenzial der NATO auszuweiten und gleichzeitig die Risiken des (natürlichen) russischen Gegenschlags zu minimieren.
    Man sollte in diesem Zusammenhang auch das nicht zu unterschätzende Aggressionspotential von Schutzwesten erwähnen. Nehmen sie doch dem Attentäter u.U. die Möglichkeit sein Ziel nicht letal zu treffen. [/sark]

    Wenn der Raketenschild auch uns vor den Raketen solcher Menschen wie dem interviewten Berufscholeriker schützen kann, stellt das m.E. eine begrüßenswerte Tatsache dar.
  2. #151

    Selten dämlicher Vergleich

    Zitat von unterländer Beitrag anzeigen
    Man sollte in diesem Zusammenhang auch das nicht zu unterschätzende Aggressionspotential von Schutzwesten erwähnen. Nehmen sie doch dem Attentäter u.U. die Möglichkeit sein Ziel nicht letal zu treffen. [/sark]
    Mit Schutzwesten kann man niemanden töten. Mit Raketen sehr wohl.
  3. #152

    Titel

    Zitat von unterländer Beitrag anzeigen
    Wenn der Raketenschild auch uns vor den Raketen solcher Menschen wie dem interviewten Berufscholeriker schützen kann, stellt das m.E. eine begrüßenswerte Tatsache dar.
    Und genau das Gegenteil bewirkt der Schild. Genbauso wie die Jupiter-Raketen damals. Ist das so schwer zu verstehen?
  4. #153

    als ob irgendeiner, irgendwas

    Zitat von Panslawist Beitrag anzeigen
    ... Und was kann man aus der damaligen Lösung für die heutige Zeit lernen?
    als ob irgendeiner, irgendwas auf Dauer lernen würde. Die beiden A-Bomben über Japan schreckten noch am längsten ab, ansonsten gilt: Jeder Sch... kommt immer und immer wieder:

    Börsencrash
    Schneeballsysteme
    Rüstungswettlauf
    religiöse Diktaturen
    faschistoide Diktaturen
    wirtschafts-Diktaturen
    Korruption bis zum Staatsbankrott
    Umweltdesaster
    chemische Verseuchung
    nukleare Verseuchung
    normale Müllverseuchung
    und ... und ... und ..

    na klar - Krieg.
  5. #154

    nachgefragt

    Dieser Logik hing Michail Gorbatschow an. Er hat die Lage seiner westlichen Partner gut verstanden, die Situation im eigenen Land aber so wenig, dass dieses Land, die Sowjetunion, von der Landkarte verschwunden ist.
    Schade, dass der Interviewer da nicht nachgehakt hat und gefragt hat, ob ihm eine kommunistische Sowjetunion lieber wäre als das heutige Russland. Anscheinend ist der Botschafter ja doch Anhänger der Präsidialrepublik unter Medwedjew und Putin, und wünscht sich kein Politbüro zurück.
  6. #155

    geplagt

    Zitat von Panslawist Beitrag anzeigen
    Und merken Sie dabei etwas? Rußland verhält sich heute so, wie die USA damals gegenüber der SU.
    Die Sowjetunion war eine expansive und imperialistische Kraft, genauso wie es heute die USA ist.
    Ihre Revanche-Träume haben mit der Realität nix zu tun. Die russische Oberschicht hat ihre Immobilien im Westen, ihr Geld im Westen, ihre Familien im Westen, ihre Kinder auf Internaten im Westen. Und sie sieht ihre Zukunft im Westen. In Rußland wird nur das Geld verdient. Sollte Rußland auch nur in die Nähe dessen kommen, was Rogosin in dem Interview halluziniert, dann werden die Konten eingefroren und die Visavergabe eingestellt. Die russische Oberschicht bleibt eingesperrt in Rußland, und die Villa in London, Nizza und Baden-Baden verwaist. Und spätestens dann ist es vorbei mit den Halluzinationen, von denen Sie und auch der Herr Rogosin geplagt werden.
  7. #156

    Zitat von Isotronic Beitrag anzeigen
    als ob irgendeiner, irgendwas auf Dauer lernen würde. Die beiden A-Bomben über Japan schreckten noch am längsten ab, ansonsten gilt: Jeder Sch... kommt immer und immer wieder:

    Börsencrash
    Schneeballsysteme
    Rüstungswettlauf
    religiöse Diktaturen
    faschistoide Diktaturen
    wirtschafts-Diktaturen
    Korruption bis zum Staatsbankrott
    Umweltdesaster
    chemische Verseuchung
    nukleare Verseuchung
    normale Müllverseuchung
    und ... und ... und ..

    na klar - Krieg.
    Den Eindruck kann man leider gewinnen, als ob sich jede Generation einmal die Finger verbrennen müsste.
    Nur würde das beim heutigen Stand der Waffentechnik nicht beim Finger bleiben.
  8. #157

    Zitat von zakajew Beitrag anzeigen
    Ihre Revanche-Träume haben mit der Realität nix zu tun.
    Wer welche Revanche-Träume hat, dass werden Sie bald zum wiederholten Male innerhalb der EU ausfechten können.
    Sie als überzeugter "Europäer" sollten sich mehr darüber Sorgen machen, als um Rußland, dass nirgendwo hin expandiert, wo es nicht willkommen ist (Südossetien und bald in Serbien etc.)
  9. #158

    optionaler Titel

    Zitat von Mononatriumglutamat Beitrag anzeigen
    Ja nee, is klaa. Rogosins Vergleich spricht Bände: "wenn ein Verbrecher mit Messer und Wodkaflasche in Dein Haus eindringt [...]". Anders gesagt: Russland hält Polen und andere souveräne Staaten in Osteuropa immer noch für sein Eigentum, und die USA für einen besoffenen Verbrecher.
    Der Vergleich geht aber weiter.
    Zitat: ...schaut doch jeder zuerst auf das Messer. Zitatende.
    Ich habe den Eindruck, Sie sollten das ganze Interview nochmals lesen. Dringlicher wäre mir, Sie würden die Aussagen verstehen.
    Abgesehen davon gehört es zu russischen Besuchsgepflogenheiten, eine Flasche Vodka mitzubringen, kein Messer.
    Brot und Salz, ebenfalls ein Brauch.

    Zitat von Mononatriumglutamat Beitrag anzeigen
    Auch Sie scheinen dem Irrglauben anzuhängen, Polen und Osteuropa seien russisches Territorium.
    Ihre Vermutung in Ehren, dennoch ist sie falsch.


    Zitat von Mononatriumglutamat Beitrag anzeigen
    *LOL* Die Russen haben eine Tradition, die Fähigkeiten ihrer Waffensysteme deutlich zu überschätzen. Wie war das mit dieser tollen, nigelnagelneuen S-300-Raketenabwehr in Syrien? Trotz der modernsten russischen Abwehrsysteme haben die Syrer das Eindringen der Israelis erst bemerkt, als ihr Atomreaktor kaputt und die Israelis längst wieder zuhause waren -- und dabei flogen die Israelis veraltete Maschinen vom Typ F-16.
    Es wäre mir neu, daß Syrien 2007 über S-300 verfügte.



    Zitat von Mononatriumglutamat Beitrag anzeigen
    Die Wortwahl verrät Sie. Da hat es wohl jemand immer noch nicht überwunden, dass die Amis den nationalen und den internationalen Sozialismus besiegt haben.
    Wer zuviel siegt, verliert am Ende alles.
    Beispiele in der Geschichte zeigen das klar auf.


    Zitat von Mononatriumglutamat Beitrag anzeigen
    Nein. Russlands Verständnis von Osteuropa als "sein Haus" zeigt, dass diese Waffen weiterhin notwendig bleiben. Erst wenn Russland akzeptiert, dass es den Kalten Krieg verloren hat und damit, wie auch durch seine fiskalische Pleite und seine schwache, korrupte oligopolistische Ökonomie, zum außenpolitischen Zwerg mutiert ist, können wir abrüsten. Das Problem ist, dass die Russen verloren haben, das nicht wahrhaben und immer noch auf der großen Bühne mitspielen wollen -- aber außer Krieg, Waffen und Provokationen keine Mittel dazu haben. Schade eigentlich, denn der Größenwahn seiner Führer tut weder dem Land, noch seinen Bürgern gut.
    Ihnen wäre es wohl am liebsten, würde Russland noch den Nacken vor dem Schwert beugen. Das wird so nicht passieren.

    Nehmen Sie bitte Kenntnis davon, daß selbst der friedlichste Hund irgendwann beisst, so man ihn in die Ecke treibt und den Sicherheitsabstand unterschreitet. Bei Menschen ist dieser Sicherheitsabstand die einfache Armlänge, danach übernehmen evolutionäre Schutzmechanismen.

    Nicht umsonst gibt es den Ausdruck des "auf die Pelle rückens". Rücken Sie experimentell anderen Menschen (nicht Freunden oder nahen Angehörigen) bei einer zwanglosen Unterhaltung konsequent auf unter Armlänge nahe. Sie werden feststellen, daß zurückgewichen wird. Spätestens mit dem Rücken zur Wand wird die von Ihnen auserkorene Zielperson diese Unterhaltung beenden oder gar aggressiv, so Sie ihr keinen Fluchtkorridor lassen.

    Nichts anderes stellt Herr Rogosin in diesem Interview klar.

    Daß die Raketenabwehr an Russlands Grenzen von vielen Menschen nicht als glaubhafte Verteidigung gegen Iran gesehen wird, können Sie in älteren Diskussionen auf Spon nachlesen.
  10. #159

    !

    Zitat von freiheitsk Beitrag anzeigen
    Mit Schutzwesten kann man niemanden töten. Mit Raketen sehr wohl.
    Genau! Mit solchen, die auf NATO-Territorium gerichtet sind, kann man tatsächlich viele Menschen töten. Mit Raketen, die andere Raketen vernichten sollen, eher weniger. Deshalb spricht ja alle Welt, auch der Interviewte, von einem RaketenSCHILD. Was Sie und andere Angriffsraketenfreunde umtreibt, ist die Sorge um die Erstschlagsfähigkeit der Russen, die Sorge also, dass den Russen eine ernsthafte Bedrohungsoption abhanden kommt. Schönen Dank auch, so was brauche ich nicht.


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