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Russland: St. Petersburg verbietet "Schwulenpropaganda"

Der internationale Protest hat nichts genützt: Die zweitgrößte Stadt Russlands hat ein Verbot von "Schwulenpropaganda" erlassen. Künftig ahndet St. Petersburg Aufklärung über Homo-, Bi- und Transsexualität mit Geldstrafen von bis zu 13.000 Euro.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...818319,00.html
  1. #30

    ähm

    Zitat von RudiLeuchtenbrink Beitrag anzeigen
    Ist es denn eine besondere Leistung schwul zu sein und andere Menschen damit öffentlich zu behelligen ?
    Nein, natürlich nicht.
    Es ist auch keine Leistung Fußballfan zu sein und jedes Wochenende zu Hunderttausenden mit witzigen Schals und lustigen Fähnchen in die Stadien zu ziehen und dort dumme Sprüche zu klopfen und sich gegenseitig eins auf die Glocke zu hauen.

    Ich will von den Helden auch nicht behelligt werden. Völlig sinnbefreit. Aber das ist sicher was ganz anderes, gell?
  2. #31

    kkk

    Es ist aber schon angekommen dass man schwul sein darf in Russland und nicht unter Strafe steht? Anders als im Artikel behauptet "Die russisch-orthodoxe Kirche erklärt Homosexualität zur Sünde" fehlt noch in meinen Augen ein sehr wichtiges Detail:

    "Bei seinem Treffen mit dem Generalsekretär des Europarates, Thorbjorn Jagland, in Moskau hatte der Patriarch gesagt: "Wir akzeptieren jede Wahl des Menschen, darunter auch hinsichtlich der sexuellen Orientierung, dies ist seine Privatangelegenheit. Das Akzeptieren dieses Fakts ändert aber keinesfalls unsere Einstellung zu dieser Erscheinung selbst. Die religiöse Tradition praktisch aller Völker zeugt davon, dass die Homosexualität eine Sünde ist."

    Heftig diskutiert wurde im Internet auch die These, dass ein Mensch, der diese Sünde begeht, "nicht bestraft" werden sollte. Deshalb sei die Kirche gegen beliebige Formen von Repressalien und Diskriminierungen dieser Menschen. Daraus schlossen so manche Blogger, der Patriarch habe "die unübliche sexuelle Orientierung gestattet".

    Wladimir Legoida, Chef der Informationsabteilung des Moskauer Patriarchats, führte die "spezifische" Auslegung der Äußerungen von Patriarch Kyrill darauf zurück, dass "viele Deuter nicht verstehen, was eine Sünde ist und wie die orthodoxe Kirche traditionell zur Sünde steht".

    "Indem wir die Sünde verurteilen, verurteilen wir den Sünder nicht", betonte der geistliche Würdenträger. "Eine der Bedeutungen dieses Wortes im Griechischen heißt ‚Fehler', was die Möglichkeit bietet, die Einstellung der Kirche zu dieser Erscheinung besser zu verstehen. Eine Sünde ist kein Verbrechen, für das der Mensch einfach bestraft werden müsste."


    Genauso schwachsinnig ist die Behauptung: "Es setze die Bürgerrechte von Lesben, Schwulen und anderen sexuellen Minderheiten praktisch außer Kraft"

    Es ist zwar traurig dass es so bestimmt wurde, hat aus meiner Sicht aber keine direkten Nachteile für schwule/Lesben außer der tatsache, dass es jetzt wohl noch länger dauern wird bis die Menschen in Russland keine Vorurteile ihnen gegenüber haben werden.
  3. #32

    Zitat von Frans-Daniel Beitrag anzeigen
    Ob man HS als Fehler der Natur darstellt oder nicht, ist eine Wertung die man hier nicht machen kann, da man sonst von SPON zensiert wird. Wie auch immer. In allen Populationen in der Natur werden eine bestimmte Anzahl Individuen mit nicht reproduktiven Eigenschaften toleriert, solange die reproduktiv erfolgreichen Individuen für die Arterhaltung sorgen. Die Natur ist eben oft verschwenderisch und es erschließt sich einem oft der Sinn dessen nicht.
    Das ist so ein Unsinn, in diesen Kategorien zu denken. Was falsch und was richtig ist, das sind Denkkategorien, die nur beim Menschen vorliegen (und in gewisser Hinsicht wider der Natur, wenn wir schon beim Thema sind). Natürliche Prozesse sind nicht kategorisierbar in richtig oder falsch. Sie existieren schlicht und einfach. Homosexualität ist auch keine Meinung, ebenso wie es Heterosexualität ist. Sie existiert einfach. Daher ist es widernatürlich, Homosexuellen Rechte abzusprechen, die für Heterosexuelle als "naturgegeben" deklariert werden. Aber das ist wohl nicht akzeptabel für viele (gerade jene, die ihr Leben nur in richtig oder falsch, in schwarz und weiß sehen...)


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