AFPHoffnung für die Punkerinnen von Pussy Riot: Russlands Premier Medwedew hält ihre Haftstrafen für zu hart - und fordert die Freilassung der drei Frauen. Ein Gericht entscheidet Anfang Oktober über den Einspruch der Verurteilten.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...855483,00.html
Wie vorhergesagt wird wohl die Haftstrafe verkürzt. Aber die Platte der Pussy Riot die pünktlich zum Prozess erschien scheint offensichtlich doch keinen Erfolg zu haben. Dass eine Organisationen wie Amnesty International auf die PR-Aktion reinfällt ist allerdings schlichtweg peinlich.
Die Damen wurden wohl hauptsächlich deswegen verknackt weil der Staat ein Exempel statuieren wollte angesichts der 'Empörung' des 'Westens'.
Das ist doch nur eine politische Finte. Medwedew tut so, als hielte er die Chaotinnen für genug bestraft und fordert mehr oder weniger deren Begnadigung - aber das Gericht darf dem natürlich nicht nachkommen, sonst wäre die Unabhängigkeit der Justiz zerstört. Die Forderung nach Begnadigung ist eine größere Gefahr für die Verurteilten, das muss man doch erkennen.
In einem anderen Kommentar-Artikel hier im Spiegel soll Putin hinter dem Urteil gegen Pussy Riot stecken. Was sagt man dazu? Nach dieser Reaktion von Medwedew muss der Redation doch die Spucke wegbleiben. :-)
Um Ihren Beitrag zu unterlegen, hier eine Aussage Putins.
In einem Interview für den TV-Sender Russia Today sagte Putin, eine der Pussy-Riot-Teilnehmerinnen habe bereits vor zwei Jahren in einem Moskauer Supermark Puppen mit den Appellen ausgestellt, Moskau von Juden, Homosexuellen und Gastarbeitern zu „befreien“. Danach hätten sie „an einem öffentlichen Ort eine Gruppensex-Session abgehalten (…) und später auch noch (das Video) ins Internet gestellt. (…) Ich denke, die Behörden hätten schon damals ihre Aufmerksamkeit darauf richten müssen“, sagte Putin.
Putin weigerte sich, das Gerichtsurteil für Pussy Riot zu kommentieren, bezeichnete deren „Punkgebet“ in der Erlöserkathedrale jedoch als Hexensabbat. Er selbst verfolge nicht die Entwicklungen um Pussy Riot, so der russische Staatschef. Auf die Frage, ob eine vorzeitige Haftentlassung für die verurteilten Frauen möglich sei, antwortete er, dass die Entscheidung dem Gericht überlassen sei. Er wolle sich in diesen Fall in keiner Weise einmischen.