Forum


 

Russische Punk-Provokateure: Pussy Riots müssen bis Juni in U-Haft bleiben

APDie russische Justiz hat die Untersuchungshaft gegen die Punkband Pussy Riot bis Ende Juni verlängert. Die drei Frauen sollen die Kanzel einer Kirche gestürmt und gegen Wladimir Putin gewettert haben. Ihnen drohen sieben Jahre Haft.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...828759,00.html
  1. #20

    Zitat von sirius7 Beitrag anzeigen
    ist in der Tat übel, was ich hier lese.
    Dass Russland sich immer weiter von Europa entfernt ist sicher ihr Wunschdenken, mehr aber auch nicht. Russland geht Dank Putin seinen eigenen Weg, Demokratie entwickelt sich dort auch positiv, ob Sie es nun glauben (wissen wäre natürlich besser, aber so viel Interesse können Sie für Russland wohl nicht aufbringen) oder nicht.
    Gerade das ist es, was ich sagen wollte, aber in anderer Weise, an konkreten Video-Beispielen, was die Kultur betrifft.
    Aber das mit Europarat und OSZE hat linkslibero Recht.
    Vollkommen unnoetige Einrichtungen, die nur noch Geld verschlingen. Ich waere froh, wenn Ru. austraete und in dieser Frage bin ich mit Putin entgegengesetzter Meinung, wie viele andere auch.
    Europarat und OSZE sind nicht Europa.
    Das sind buerokratische Einrichtungen, die nur Europa schaden.
  2. #21

    provokationen.

    die damen wurden schon mal festgenohmen bei einer aktion gegen putin und dann ließ man sie aber gehen. putin sind die alle mehr als egal. die sitzen jetzt ein, weil sie in der größten orthodoxen kirche sich gesetzeswidrig verhalten haben und deswegen von der kirche angezeigt wurden. es geht hier also um kirche gegen pussy riot. außerdem ist den verhafteten müttern doch klar gewesen was sie machen. ihre kinder waren ihnen aber anscheinend egal, weil sie illegale aktionen gemacht haben und damit rechnen mussten verhaftet zu werden. man braucht sich nur mal ihre ganzen aktionen anzuschauen. hier würde man sie für sowas genauso verurteilen.

    "Als Tolokonnikowa 18 Jahre alt war, ließ sie sich mit ihrem Mann beim Sex im Biologischen Museum filmen, vier Tage vor der Geburt der gemeinsamen Tochter, die sie – einer spontanen Eingebung folgend – Hera nannte. Später erklomm sie mit anderen jungen Russen johlend den gusseisernen Zaun vor dem Weißen Haus, damals noch Sitz des Ministerpräsidenten Wladimir Putin, auf die Mauer hatten sie einen Totenschädel projiziert. Eines der letzten veröffentlichten Videos zeigt sie mit zerzaustem Haar in einer Moskauer Metrostation. Sie stürmt auf eine Polizistin zu und küsst sie auf den Mund. Mitte Januar erklimmen acht Mitglieder von Pussy Riot eine Mauer auf dem Roten Platz, auf der früher der Zar seine Erlasse verkünden ließ, und singen: »Aufruhr in Russland – Putin pisst sich in die Hose.« Sie werden von der Polizei verhaftet und müssen eine geringe Geldstrafe zahlen. Danach folgt der Auftritt in der Erlöser-Kathedrale. Nadeschda Tolokonnikowa ist ein Kind der russischen Provinz. Ihre Ankunft als Studentin in Moskau muss wie eine Erlösung gewesen sein. An der Staatlichen Lomonossow-Universität lernte sie ihren Ehemann Peter Wersilow kennen. Mit ihm und anderen aus dem Umfeld der philosophischen Fakultät gründete sie 2007 die Künstlergruppe Wojna, Krieg. Die Gruppe suchte nach einer anderen Sprache für den Protest gegen das autoritäre Regime in Russland, die Antwort hieß Provokation: Kunst als politischer Protest. Sie ließen Kakerlaken in einem Gerichtssaal frei, die nach einem Streit abgespaltene Petersburger Sektion der Gruppe malte im Sommer 2010 einen Kreidepenis auf eine Klappbrücke in der Stadt. Als die Brücke hochgefahren wurde, zeigte er direkt auf das FSB-Geheimdienstgebäude. Wojna führen der Gesellschaft vor Augen, was sie nicht sehen will. Und nehmen sich, was sie dafür brauchen. Ihre Lebensmittel klauen die Mitglieder in Supermärkten, sie wohnen in Garagen, gehen in Restaurants und Cafés, bezahlen aber nie die Rechnung."
    Politrock: Punk gegen Putin | Politik | ZEIT ONLINE
  3. #22

    der virtuelle arm des kreml

    Zitat von yulianovo Beitrag anzeigen
    Es ist angehnem, mit einem offenen Feind Russlands zu sprechen...Ihre Worte sind reine Luege.
    Die Verurteilung von jeder Kritik als Werk des "Feindes", eine militarisierte, oft obszöne Sprache, die persönliche Diffamierung von Widersachern, die Anwendung von Propagandamethoden wie das sofortige Ablenken von wirklich heiklen Themen sowie Chauvinismus und eine sehr spezifische Gedankenwelt zeigten, dass die Verfasser in allen Foren identische Methoden der Beeinflussung nutzen. Der KGB, die UdSSR und Putin werden, so die Autoren, um jeden Preis verteidigt. Die "ideologische Brigade" sei rund um die Uhr am Werk, auch liberale Einträge in den Nachtstunden würden sofort erwidert. - taz.de
  4. #23

    Zitat von linkslibero Beitrag anzeigen
    Die Verurteilung von jeder Kritik als Werk des "Feindes", eine militarisierte, oft obszöne Sprache, die persönliche Diffamierung von Widersachern, die Anwendung von Propagandamethoden wie das sofortige Ablenken von wirklich heiklen Themen sowie Chauvinismus und eine sehr spezifische Gedankenwelt zeigten, dass die Verfasser in allen Foren identische Methoden der Beeinflussung nutzen. Der KGB, die UdSSR und Putin werden, so die Autoren, um jeden Preis verteidigt. Die "ideologische Brigade" sei rund um die Uhr am Werk, auch liberale Einträge in den Nachtstunden würden sofort erwidert. - taz.de
    Du hast so ziemlich alles zitiert, was bestens zu dir selbst passt.
  5. #24

    is

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die russische Justiz hat die Untersuchungshaft gegen die Punkband Pussy Riot bis Ende Juni verlängert. Die drei Frauen sollen die Kanzel einer Kirche gestürmt und gegen Wladimir Putin gewettert haben. Ihnen drohen sieben Jahre Haft.
    Mit Rechtsstaatlichkeit hat so etwas nichts zu tun. Und schon gar nicht mit moderner Staatlichkeit. Russland ist auf dem besten Weg, ein total dummes, rückständiges, korruptes Land zu werden. Im Grunde ist es das jetzt schon.
  6. #25

    is' schon

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die russische Justiz hat die Untersuchungshaft gegen die Punkband Pussy Riot bis Ende Juni verlängert. Die drei Frauen sollen die Kanzel einer Kirche gestürmt und gegen Wladimir Putin gewettert haben. Ihnen drohen sieben Jahre Haft.
    Mit Rechtsstaatlichkeit hat so etwas nichts zu tun. Und erst recht nichts mit moderner Staatlichkeit. Russland ist auf dem besten Weg, ein rückständiges, korruptes, ja dummes Land zu werden. Ist es ja eigentlich schon. Mit einem derart korrupten Justizsystem gibt es auch keine Rechtssicherheit für Investoren und keine Modernisierung der Wirtschaft. Im Jahr 2011 betrug die Kapitalflucht aus Russland soviel wie im gesamten Jahrzehnt zuvor. Und jeder fünfte Russe würde gerne auswandern. Die gut Ausgebildeten verlassen Putinland. Russland ist auf dem Weg zum Entwicklungsland.

    Denn Putins dritte Amtszeit steht unter einem anderen Stern als der vom Ölpreis gepushte Einstieg des ehemaligen Geheimdienstlers vor zwölf Jahren. Inzwischen sind Staat und Infrastruktur zerfallen und die Korruption zerfrisst die verbliebenen Reste. Die überfällige Modernisierung in Armee, Bildungs- und Gesundheitswesen wurde schon in satten Zeiten versäumt. Und die von Putin nun installierte Elite wird sich um sie trotz gegenläufiger Rhetorik auch in den nächsten Jahren nicht kümmern. Russland droht der weiter beschleunigte Abstieg in Richtung Dritte Welt. Putins nächste Amtszeit steht unter dem Stern des Zerfalls: Die neue Dritte Welt - taz.de
  7. #26

    Zitat von linkslibero Beitrag anzeigen
    Mit Rechtsstaatlichkeit hat so etwas nichts zu tun. Und erst recht nichts mit moderner Staatlichkeit. Russland ist auf dem besten Weg, ein rückständiges, korruptes, ja dummes Land zu werden. Ist es ja eigentlich schon. Mit einem derart korrupten Justizsystem gibt es auch keine Rechtssicherheit für Investoren und keine Modernisierung der Wirtschaft. Im Jahr 2011 betrug die Kapitalflucht aus .....
    taz.de gibt solche Mantras schon 10 Jahre von sich. Die Hunde bellen, der Karawan zieht weiter:-)
    Du solltest uns lieber ueber das Erstarken und die steigende Einigkeit der EU berichten...:-)


TOP



TOP