Ich gebe es zu: Ich habe mich vom anfänglichen Piraten-Hype mitreißen lassen. Wohl niemand ist mittlerweile so ernüchtert wie ich.
DDPZerreiben sich die Piraten in Machtkämpfen und Personaldebatten? Mehrere Mitglieder äußern sich tief enttäuscht: Von Rufmord und Mobbing spricht der geschasste Pressesprecher, eine Ex-Beisitzerin prangert die Hinterzimmerkultur des Vorstands an. Das Klima in der Partei wird rauer.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...836836,00.html
Ich gebe es zu: Ich habe mich vom anfänglichen Piraten-Hype mitreißen lassen. Wohl niemand ist mittlerweile so ernüchtert wie ich.
Auch bei den Piraten geht es um Macht, um Einfluss und natürlich um Geld. Man kann das anprangern, aber es liegt einfach in der Natur des Menschen.
Hier tun sich für teilweise im Leben bisher Gescheiterte auf einmal ganz neue Möglichkeiten auf. Selbstverständlich wäre es dumm, die Chance nicht zu nutzen.
... daß die etablierten Parteien mit ansehen werden, wie eine neue Partei ihre eigene eventuell an die Wand drängt?
Ich würde mich nicht wundern, wenn Maulwürfe die Piraten infiltrieren und von innen her Chaos erzeugen.
Nur ... wer will so etwas beweisen?
Da frisst die Piratenrevolution ihre Kinder schon, bevor sie überhaupt stattgefunden hat. Glücklicherweise haben diese neuen Jakobiner aber nur eine digitale Guillotine.
Aber wer sich so bereitwillig aus seinen Positionen drängen lässt, anstatt mal selber unangenehm zu werden, hat in der Politik eh keine nennenswerte Lebenserwartung.
Chaos nicht nur bei den Piraten:
Koalition von Angela Merkel (CDU): Schwarz-Gelb im Chaos - SPIEGEL ONLINE
SPD: Steinmeier tadelt Chaos-Genossen - SPIEGEL ONLINE
Linkspartei im Chaos: Wer einmal in den Fettnapf trat... - SPIEGEL ONLINE - Spam
Beust-Rücktritt: Hamburger Chaos gefährdet Projekt Schwarz-Grün - SPIEGEL ONLINE
Eben: Auch. Bei den anderen Parteien gibt es das sicher noch viel stärker, aber es wird nicht öffentlich, außer in so seltenen Fällen wie bei Röttgens Rauswurf und Becks Absägen durch Stzeinmeier und Co. Die haben ihre Delegierte und klar ist auch, dass sie nicht auf Transparenz stehen, deshalbh auch nichtso transparent sind,.
Wie man im Beitrg von hortt lesen kann, werden schon die ersten Verschwörungs-Theorien aufgestellt.Warum nicht akzeptieren, daß die Piraten in Rekordzeit an ihren eigenen Ansprüchen scheitern?
Eine schnell wachsende Partei ist immer eine gute Chance für Karrieristen und Leute, die einfach nur in einem Parlament sitzen wollen, weil sie sich dadurch verbessern. Da gehts dann nicht um Kompetenz, mehr um Vitamin B, Ellenbogen und Schleim. Noch härter wird der Kampf und das Mobbing aber wohlmöglich, wenn die Stimmen und damit die Sitze rückläufig sind. Das war zumindest bei der FDP so, da wurde Westerwelle abgeschossen und durch einen blassen Nachfolger ersetzt. Ich sehe in der Parteienzersplitterung überhaupt keinen Vorteil, gute Leute können sich ebenso gut in SPD oder CDU engagieren, je nach ihren Positionen. Irgendwann gibt es ohnehin Mehrheitsentscheidungen, und man kann inhaltliche Diskussionen auch sehr gut in einer Volkspartei führen. Von daher wäre mir ein 3-Parteiensystem mit C*U, FDP und SPD viel lieber. Aber davon entfernen wir uns immer weiter, immer mehr gehts Richtung Weimar... Man sollte daher auch wieder über das Mehrheitswahlrecht nachdenken... das verbessert die Entscheidungsfähigkeit und Reformkraft, was dringend notwendig wäre. Noch was ganz anderes: wie wäre es mit einem Piratenparteitag auf einem Schiff vor der Küste Somalias? Dann könnten Piraten andere Piraten kennenlernen, und darüber diskutieren, wie es ist, Pirat zu sein...