DDPZerreiben sich die Piraten in Machtkämpfen und Personaldebatten? Mehrere Mitglieder äußern sich tief enttäuscht: Von Rufmord und Mobbing spricht der geschasste Pressesprecher, eine Ex-Beisitzerin prangert die Hinterzimmerkultur des Vorstands an. Das Klima in der Partei wird rauer.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...836836,00.html
Hallo Logikerhh,
besten Dank für Ihren ausführlichen Beitrag.
Der Fraktionszwang wird nur aufgehoben, wenn die Abstimmung
sowieso eindeutig ist. Abweichler werden ansonsten vor der Ab-
stimmung "bearbeitet" und mit schlechten Listenplätzen "versorgt".
An der Tatsache, daß die Hälfte der Parlamentarier über Listen in
den Bundestag gewählt werden, kommen auch die Piraten nicht
vorbei.
Genau da geht dann das Hauen und Stechen los.
In Deutschland ist es fast unmöglich, jemanden abzuwählen, wenn
diese Personen immer vordere Listenplätze bekommen.
Bei einer reinen Mehrheitswahl hätten wir ein Zwei- oder Drei-
Parteiensystem. Nachdem auch kleinere Parteien Berücksichtigung
finden sollen, gibt es die berühmten zwei Stimmen: Eine für den
Kandidaten und die andere für die Partei.
Diejenigen, die es über die Liste ins Parlament schaffen, sind nach
meiner Meinung nicht mehr unabhängig, müssen sie doch um den
guten Listenplatz fürchten, wenn sie nicht gemäß Fraktionswunsch
abstimmen.
LUNY
Hallo Tea-rex,
eine Wahl ist ein Stück weit immer eine Persönlichkeitswahl. Wer
CDU wählt, weiß, er bekommt Merkel.
Bei den Piraten führen die Personalquerelen dazu, daß der Wähler
eben nicht weiß, wen er bekommt.
Dazu kommt noch das fehlende Programm. Der Wähler weiß also
nicht, was er bekommt.
In so einer Wahlkabine im September 2013 kann es dann schon
sehr einsam werden bei der Entscheidung.
LUNY
Hallo Talackova,
eine reine Frauenpartei gibt es schon:
Feministische Partei Die Frauen
Es handelt sich um eine Splitterpartei.
LUNY
Hallo Setra22,
exakt. Bei 5%+ fallen immerhin ein paar Listenplätze für die Piraten
ab.
Die Tendenz, Parteien beizutreten, deren Auffassung man nicht
vertritt, gab es schon immer. Manchen geht es durchaus um die
Parteikarriere, egal in welcher Partei.
Genau deshalb haben wir ja nun dieses völlig undurchsichtige Par-
teiengemisch aus CDU/CSU/FDP/SPD/Grüne/Linke, das den Wähler
ziemlich ratlos macht. Allerdings sind die Piraten auch keine Lösung,
wie man sieht.
Wir haben Direktkandidaten UND Listen. Die wichtigere Stimme ist
ja die sogenannte Zweit-Stimme, weil über die Listen Leute gewählt
werden, die von den Parteien selbst bestimmt werden.
Darum kommen wir nicht herum.
LUNY