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Ruf nach Subventionen: Warum die Briten den Atom-Streit mit Brüssel riskieren

REUTERSDie sonst so marktliberale Cameron-Regierung trommelt für Subventionen für neue Kernkraftwerke - und will dafür grünes Licht von der EU-Kommission. Das Anliegen hat keine Chance in Brüssel. Die Briten riskieren dennoch Strafen. Denn ohne Subventionen können sie keine neuen Reaktoren bauen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...827460,00.html
  1. #70

    Reziprozität

    Zitat von rl1972 Beitrag anzeigen
    Es wäre schön wenn Politiker zwangsverpflichtet würden das selbst zu ertragen as sie so vehement für andere fordern. Dann wäre ganz schnell Schluss mit diesem und anderem Unsinn. Gestehen wir den Briten doch Subentionen zu , unter der Vorraussetzung das ein neues AKW direkt an derem Endlager gebaut wird . Direkt um dieses baut man dann eine Kleinstadt und siedelt alle britischen Politiker, mitsamt deren Familien ,dort an die sich für AKWs aussprechen.
    Ihre Forderung finde ich ganz gut. Natürlich wären dann auch EE-Befürworter gezwungen, an ihre Träume teilzunehmen, d.h. ab und zu auf Dächer (PV), Windkraftwerke und Strommasten hochzuklettern, Holz zu fallen, oder auf dem Lande Biomasse ernten.
    Kleiner Hinweis: Diese Tätigkeiten zählen unter den Gefährlichsten...
    The 15 Most Dangerous Jobs In America - Business Insider
  2. #71

    ...

    Zitat von freiheit_wohlstand Beitrag anzeigen
    ...
    Wenn die Windenergie so billig ist, warum wird sie dann bis heute subventioniert? Und das gleich quer durch ganz Europa? Und welche Kraftwerke hat die Windenergie bis heute ersetzt? Geht das eigentlich ohne Speicherkraftwerk? Wie ist dann die Wirtschaftlichkeit zu bewerten?
    Windkraft wird gefördert um die Energiewirtschaft umzustrukturieren. Das ist das erste Mittel in einer Marktwirtschaft.

    Windenergie kann zB ohne Speicher etwa 35% des Bedarfs decken bei etwa 9% Verlust (also etwa 10% Preiserhöhung durch die Umlage), oder 75% bei 50% Verlust (also 100% Preiserhöhung durch die Umlage).
  3. #72

    5 bis 6 Jahre Zinsen

    Zitat von freiheit_wohlstand Beitrag anzeigen
    Das wichtigste kommt ja bekanntlich zum Schluss. Aus Ihrem Link:

    Obwohl die Idee, einen neuen Reaktor in Kosloduj einzubauen, noch neu ist, gibt es bereits Investoren, die Interesse daran zeigen. Experten sprechen von amerikanischen, spanischen, finnischen, französischen und belgischen Energieversorgern, die sich am Projekt beteiligen wollen.

    EOD.
    " ...wird der Meiler für 5-6 Jahre konserviert."
    Eigenartig. Warum solange warten?
    Das kostet doch Zinsen in der Zeitverschwendung.
    Nicht die Energieversorger sagen, dass sie sich beteiligen wollen, sondern irgendwelche Experten (Lobby-Experten) sprechen darüber.
  4. #73

    Weil sich diese Länder sagen,

    Zitat von acusticusneurinom Beitrag anzeigen
    Gegenfrage: Warum fordern ausgerechnet die Länder, die auf Atomkraft setzten und die Subventionen der EE verurteilten, jetzt Subventionen für eine doch angeblich so "ausgereifte" und "wirtschaftliche" Technologie?

    Nun?
    Wenn schon die Subventionsschleußen geöffnet sind, dann wollen wir wenigstens etwas Vernünftiges damit anstellen! Das ist der Grund dafür. Hat nix mit Atom so gefährlich und böse und ineffizient zu Tun sondern einfach damit, daß manche Bilanzierungsrichtlinien bei Bauzeiten von 6 bis 8 Jahren zur Pleite eines Unternehmens führen können. Diese Risiko aufzufangen durch Subventionen sind diese Länder angetreten.
    Und Subventionen müsssen nun mal von Brüssel genehmigt werden.
    Im Übrigen kann ich mich entsinnen, daß von Brüsseler Seite auch die deutsche PV und WKA Politik mit einer Deckelung versehen worden ist.
    D.h. die Banaenrepublik muß ab einem bestimmten Marktanteil von Ökostrom ihre Subventionen einstellen. Und schon gehts Licht aus.
  5. #74

    35 % Bedarfsdeckung durch WKA´s?

    Zitat von litholas Beitrag anzeigen
    Windkraft wird gefördert um die Energiewirtschaft umzustrukturieren. Das ist das erste Mittel in einer Marktwirtschaft.

    Windenergie kann zB ohne Speicher etwa 35% des Bedarfs decken bei etwa 9% Verlust (also etwa 10% Preiserhöhung durch die Umlage), oder 75% bei 50% Verlust (also 100% Preiserhöhung durch die Umlage).
    Sie sind hier nicht im Fanblock von Perry Rhodan oder Raumschiff Entenscheiß. Nettostromerzeugung von WKA´s on/off-shoere 16 bzw erhoffte 30 % . Auf den Internetseiten des Bundeswirtschaftsministerium können Sie eine Tabelle einsehen, wieviel Leistung der verschiedenen Stromerzeugungsmöglichkeiten installiert sind und wieviel geliefert wurde.
  6. #75

    Ratingagenturen

    Zitat von ostap Beitrag anzeigen
    Zum Glück haben noch mächtigere Institutionen als die EU-Kommission in diesen Streit bereits eingegriffen - die Ratingagenturen! Das Handelsblatt hat in dieser Woche enthüllt, warum E.ON und RWE sich aus dem britischen Atomabenteuer verabschiedet haben: die Ratingagenturen hatten mit der Herabstufung ihrer Kreditwürdigkeit gedroht, da die Atomenergie eine zu riskante Unternehmung sei. Die EVUs möchte ich sehen, die jetzt selbst bei illegaler Subventionierung der Atommeiler in England den Kampf mit den Ratingagenturen aufnehmen wollen. Da sind schon ganze Staaten und die EU eingeknickt. Recht so! Endlich sind mir mal diese Agenturen sympathisch.
    bewerten das finanzielle Risiko eines Unternehmens und dessen Engagement. Nicht die Technik. Aber das scheint einfach bei Kernkraftgegner in ihrer Psyche zu liegen, da sie mit Argumenten schlecht ihre Hysterie verteidigen können, jedes Scheinargument aufgreifen und für sich reklamierern, auch wenns mit der Sache nix, aber auch gar nix zu Tun hat.
  7. #76

    ...

    Zitat von ash26e Beitrag anzeigen
    ...
    Nettostromerzeugung von WKA´s on/off-shoere 16 bzw erhoffte 30 % . Auf den Internetseiten des Bundeswirtschaftsministerium können Sie eine Tabelle einsehen, wieviel Leistung der verschiedenen Stromerzeugungsmöglichkeiten installiert sind und wieviel geliefert wurde.
    Da verwechseln Sie Leistung und Energie.

    Um 35% des Bedarfs an elektrischer Energie Deutschlands zu decken werden Windkraftanlagen mit einer Gesamtnennleistung von etwa 160GWp benötigt. Diese erzeugen etwa 240TWh pro Jahr, von denen etwa 9% nicht genutzt werden können weil zum Zeitpunkt der Erzeugung die Gesamtleitsung der Windkraftanlagen höher ist als der Leistungsbedarf. Genutzt werden können also etwa 218TWh, was etwas über 35% des Bedarfs entspricht.

    Um 75% des Bedarfs an elektrischer Energie Deutschlands zu decken werden Windkraftanlagen mit einer Gesamtnennleistung von etwa 600GWp benötigt. Diese erzeugen etwa 900TWh pro Jahr, von denen etwa 50% nicht genutzt werden können weil zum Zeitpunkt der Erzeugung die Gesamtleitsung der Windkraftanlagen höher ist als der Leistungsbedarf. Genutzt werden können also etwa 450TWh, was etwa 75% des Bedarfs entspricht.
  8. #77

    Finanzielles Risiko der Technik

    Zitat von ash26e Beitrag anzeigen
    bewerten das finanzielle Risiko eines Unternehmens und dessen Engagement. Nicht die Technik. .
    Genau das hat der Forist geschrieben. Das finanzielle Risiko der Atomkraft sehen Ratingargenturen in Finnland, in Fukushima und an den Ruf nach Subventionen.
    Übrigens durch ihr Engagement bei Windkraft werden die Unternehmen nicht herabgestuft.


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