REUTERSDie sonst so marktliberale Cameron-Regierung trommelt für Subventionen für neue Kernkraftwerke - und will dafür grünes Licht von der EU-Kommission. Das Anliegen hat keine Chance in Brüssel. Die Briten riskieren dennoch Strafen. Denn ohne Subventionen können sie keine neuen Reaktoren bauen.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...827460,00.html
Da nahm er seine Nase aus dem Hochglanzprospekt der Grünen und sagte:
Merkste was? ;-D
Forschungsreaktoren sind staatlich.
Stimmt nur bedingt. Es gibt geologische Formationen, die geeignet sind. In der "Dagegen!"-Gesellschaft ist es nur schwer überhaupt sowas zu erwähnen und genauer zu erforschen.
Leider wahr. Würde man hier nach Wahrheitsgehalt zensieren, wäre es hier weniger links-grün ;-)
Die Rückstellungen werden anhand dessen berechnet, was die Entsorgung der jeweiligen radioaktiven Komponente voraussichtlich kosten wird. Wer viel Müll produziert zahlt entsprechend viel. Nachzulesen in §9 AtG. Das ist nun mal anteilig ob es dir passt oder nicht!
Endlich. Das ist die Bankrotterklärung der Atomindustrie. Und zugleich das Eingeständnis, dass Atomstrom keineswegs so billig ist, wie ständig behauptet wird. Selbst wenn die Gesellschaft das Billionenrisiko eines Super-GAUs kostenfrei trägt und für die Risiken der Mülllagerung gerade steht, rechnet sich Atomstrom nicht.
Ganz schön dreist. Wie wäre es denn, wenn man den eingesparten
Briten-Rabatt inselintern als Subvention benutzt?
Ohhh - zu wenig? Die ganzen Milliarden, die alle anderen zahlen, reichen nicht? Tja, dann ist die Atomkraft vielleicht doch nicht so billig?
Wie lange wollen uns die Insulaner noch verschaukeln? Und vor allem: Wie lange wollen wir uns das gefallen lassen?
An wie vielen AKWs wird denn derzeit weiter gebaut? Von den neuplanungen sind die meisten schon gestorben, eben weil sich Atomstrom auch trotz erheblicher Subventionen nicht rechnet. Erst vor 2 Wochen hat Rumänien sich endgültig von seinen Atomplänen verabschiedet - RWE hat sich schon 2009 wegen fehlenden Renditeaussichten davon zurück gezogen.
Auch Großbritannien wird keine privatwirtschaftlich finanzierten AKWs kriegen. Ohne irrwitzige Subventionen läuft da nix.
Warum also AKWs, wenn sie sich nicht rechnen? Die meisten Staaten, die heute noch neue AKWs planen, sind mickrige Staaten der 2. Welt. Meistens Diktaturen. Die hoffen auf einen Einstieg in die Atomtechnologie, um eines Tages mit einer eigenen Atombombe dastehen zu können. Staaten wie Polen wollen mit AKWs ihre nationalen Traumata aufarbeiten. Großbritannien hat eigentlich keinen Grund, AKWs zu bauen. Da sind durchgeknallte Politiker wohl am Füllen der eigenen Taschen interessiert.
Emissionsarme Atomenergie:
In Asse II und Morsleben rosten die Fässer mit dem atomaren Müll vor sich hin. Eine große Menge an radioaktiver Lauge ist in Asse II bereits in den Salzstollen und den Boden eingedrungen.
Wenn der ganze Mist dann auch mal einen Grundwasserleiter erwischt ist ganz schnell Schluss.
Dann werden große Teile Deutschlands für viele Jahre einfach nicht bewohnbar.
Bevor nur 1 Cent in ein Atomkraftwerk investiert werden soll, muss erst einmal die Endlagerung vollständig geklärt und technisch umgesetzt werden.
Das ist bis zum heutigen Tage nicht geschehen.
Der Markt wird's richten und wenn nicht so, wie man will, dann haben auf einmal auch Neoliberale nichts mehr gegen den Staat als Zahlemann, aber das gilt natürlich nur, wenn es um Leute mit Geld und Einfluss geht; das Geld kann man natürlich bei den Opfern der neoliberalen Politik einsparen: Man senkt einfach die Sozialleistungen und erhebt noch Steuern bei Leuten, die aufgrund der Marktkräfte so wenig verdienen, dass sie eigentlich das Geld dringend für ihren Lebensunterhalt benötigen. Es wird Zeit für eine gesamteuropäische politischen Evolution, an deren Ende diese Typen wie Cameron alle da sind, wo sie hingehören: Im politischen Abseits.