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Ruf nach Subventionen: Warum die Briten den Atom-Streit mit Brüssel riskieren

REUTERSDie sonst so marktliberale Cameron-Regierung trommelt für Subventionen für neue Kernkraftwerke - und will dafür grünes Licht von der EU-Kommission. Das Anliegen hat keine Chance in Brüssel. Die Briten riskieren dennoch Strafen. Denn ohne Subventionen können sie keine neuen Reaktoren bauen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...827460,00.html
  1. #20

    Subventionierung für alle ?

    Zitat von chico 76 Beitrag anzeigen
    wird weltweit an KKWs weitergebaut, weil es ein Verlustgeschäft ist ?
    Darauf muss man erstmal kommen.
    Natürlich fordern die 4 Länder zurecht eine Gleichbehandlung mit den EE, bei der Subventionierung.Alle oder keiner.
    Gute Chancen, auch Recht zu bekommen, haben sie.
    Wo werden denn AKWs gebaut außer in Diktaturen?
    Eins in Finnland, das Kostenfass ohne Boden.

    Alle wollen Sie subventionieren, auch Kohlekraftwerke und Gaskraftwerke?
    Anschubfinanzierung für 60 Jahre alte Technologien ?
  2. #21

    .

    Da nahm er seine Nase aus dem Hochglanzprospekt der Grünen und sagte:
    Zitat von fordp Beitrag anzeigen
    aber natürlich ist es leichter von den hochglanzprospekten der atom-lobby abzulesen, nicht wahr?
    Merkste was? ;-D


    Zitat von fordp Beitrag anzeigen
    was redet denn der herr wirrkopf von der endlagerung von müll aus staatlichen akw?
    Forschungsreaktoren sind staatlich.

    Zitat von fordp Beitrag anzeigen
    kein mensch weiß etwas genaues über die höhe der kosten der endlagerung da es schlicht auf der gesamten welt kein endlager gibt.
    Stimmt nur bedingt. Es gibt geologische Formationen, die geeignet sind. In der "Dagegen!"-Gesellschaft ist es nur schwer überhaupt sowas zu erwähnen und genauer zu erforschen.

    Zitat von fordp Beitrag anzeigen
    das sind die fakten. aber hast ja recht: man kann auch einfach irgended etwas schreiben hier im forum.
    Leider wahr. Würde man hier nach Wahrheitsgehalt zensieren, wäre es hier weniger links-grün ;-)

    Zitat von fordp Beitrag anzeigen
    "staaliche reaktoren" und "akw betreiber müssen sich anteilig beteiligen" (meine güte, die haben rückstellungen) zeigt nur ihre komplette ahnungslosigkeit.
    Die Rückstellungen werden anhand dessen berechnet, was die Entsorgung der jeweiligen radioaktiven Komponente voraussichtlich kosten wird. Wer viel Müll produziert zahlt entsprechend viel. Nachzulesen in §9 AtG. Das ist nun mal anteilig ob es dir passt oder nicht!
  3. #22

    Zitat von günter1934 Beitrag anzeigen
    Günstiger als alternative Energieformen sind AKWs allemal. Vielleicht teurer als fossile Kraftwerke.
    Es wird ja eigentlich nur argumentiert, wenn EE so massiv subventioniert werden, dann bitte auch Atomkraft.
    Den Standpunkt kann man eigentlich verstehen.
    Sind sie das wirklich?
    Ich mag die Rechnung jetzt nicht aufmachen, der Faktoren Menge ist mir zu viel, aber mein Gefühl sagt mir, daß allein die Endlagerung der Überreste nicht in vernünftigen Zahlen zu erfassen ist, dauert sie doch mindestens 100.000 Jahre........
  4. #23

    Zitat von chico 76 Beitrag anzeigen
    wird weltweit an KKWs weitergebaut, weil es ein Verlustgeschäft ist ?
    Darauf muss man erstmal kommen.
    Natürlich fordern die 4 Länder zurecht eine Gleichbehandlung mit den EE, bei der Subventionierung.Alle oder keiner.
    Gute Chancen, auch Recht zu bekommen, haben sie.
    Weitergebaut?
    Geplant seit Jahren, ja.
    Wo wird denn gebaut und wann wird man fertig?
  5. #24

    Bankrotterklärung der Atomindustrie

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die sonst so marktliberale Cameron-Regierung trommelt für Subventionen für neue Kernkraftwerke - und will dafür grünes Licht von der EU-Kommission. Das Anliegen hat keine Chance in Brüssel. Die Briten riskieren dennoch Strafen. Denn ohne Subventionen können sie keine neuen Reaktoren bauen.

    Ruf nach Subventionen: Warum die Briten den*Atom-Streit mit Brüssel riskieren - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Endlich. Das ist die Bankrotterklärung der Atomindustrie. Und zugleich das Eingeständnis, dass Atomstrom keineswegs so billig ist, wie ständig behauptet wird. Selbst wenn die Gesellschaft das Billionenrisiko eines Super-GAUs kostenfrei trägt und für die Risiken der Mülllagerung gerade steht, rechnet sich Atomstrom nicht.
  6. #25

    Ganz schön dreist. Wie wäre es denn, wenn man den eingesparten
    Briten-Rabatt inselintern als Subvention benutzt?
    Ohhh - zu wenig? Die ganzen Milliarden, die alle anderen zahlen, reichen nicht? Tja, dann ist die Atomkraft vielleicht doch nicht so billig?

    Wie lange wollen uns die Insulaner noch verschaukeln? Und vor allem: Wie lange wollen wir uns das gefallen lassen?
  7. #26

    Zitat von chico 76 Beitrag anzeigen
    wird weltweit an KKWs weitergebaut, weil es ein Verlustgeschäft ist ?
    An wie vielen AKWs wird denn derzeit weiter gebaut? Von den neuplanungen sind die meisten schon gestorben, eben weil sich Atomstrom auch trotz erheblicher Subventionen nicht rechnet. Erst vor 2 Wochen hat Rumänien sich endgültig von seinen Atomplänen verabschiedet - RWE hat sich schon 2009 wegen fehlenden Renditeaussichten davon zurück gezogen.

    Auch Großbritannien wird keine privatwirtschaftlich finanzierten AKWs kriegen. Ohne irrwitzige Subventionen läuft da nix.

    Warum also AKWs, wenn sie sich nicht rechnen? Die meisten Staaten, die heute noch neue AKWs planen, sind mickrige Staaten der 2. Welt. Meistens Diktaturen. Die hoffen auf einen Einstieg in die Atomtechnologie, um eines Tages mit einer eigenen Atombombe dastehen zu können. Staaten wie Polen wollen mit AKWs ihre nationalen Traumata aufarbeiten. Großbritannien hat eigentlich keinen Grund, AKWs zu bauen. Da sind durchgeknallte Politiker wohl am Füllen der eigenen Taschen interessiert.
  8. #27

    Zitat von chico 76 Beitrag anzeigen
    Natürlich fordern die 4 Länder zurecht eine Gleichbehandlung mit den EE, bei der Subventionierung.Alle oder keiner.
    Gute Chancen, auch Recht zu bekommen, haben sie.
    Sie haben nicht die Spur einer Chance. Und das zurecht.

    Wenn Sie AKWs bauen können, die keinen Atommüll produzieren, und die absolut sicher vor Kernschmelze und Freisetzung von Radioaktivität sind, dann können Sie Gleichbehandlung mit EE fordern. Vorher nicht.
  9. #28

    Emissionsarme Atomenergie:

    In Asse II und Morsleben rosten die Fässer mit dem atomaren Müll vor sich hin. Eine große Menge an radioaktiver Lauge ist in Asse II bereits in den Salzstollen und den Boden eingedrungen.
    Wenn der ganze Mist dann auch mal einen Grundwasserleiter erwischt ist ganz schnell Schluss.
    Dann werden große Teile Deutschlands für viele Jahre einfach nicht bewohnbar.
    Bevor nur 1 Cent in ein Atomkraftwerk investiert werden soll, muss erst einmal die Endlagerung vollständig geklärt und technisch umgesetzt werden.
    Das ist bis zum heutigen Tage nicht geschehen.
  10. #29

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die sonst so marktliberale Cameron-Regierung trommelt für Subventionen für neue Kernkraftwerke - und will dafür grünes Licht von der EU-Kommission. Das Anliegen hat keine Chance in Brüssel. Die Briten riskieren dennoch Strafen. Denn ohne Subventionen können sie keine neuen Reaktoren bauen.

    Ruf nach Subventionen: Warum die Briten den*Atom-Streit mit Brüssel riskieren - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Der Markt wird's richten und wenn nicht so, wie man will, dann haben auf einmal auch Neoliberale nichts mehr gegen den Staat als Zahlemann, aber das gilt natürlich nur, wenn es um Leute mit Geld und Einfluss geht; das Geld kann man natürlich bei den Opfern der neoliberalen Politik einsparen: Man senkt einfach die Sozialleistungen und erhebt noch Steuern bei Leuten, die aufgrund der Marktkräfte so wenig verdienen, dass sie eigentlich das Geld dringend für ihren Lebensunterhalt benötigen. Es wird Zeit für eine gesamteuropäische politischen Evolution, an deren Ende diese Typen wie Cameron alle da sind, wo sie hingehören: Im politischen Abseits.


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