Wenn Innenminister Friedrich den Fromm entlassen hätte, wäre das bemerkenswert. So kommt das aber von Fromm, der bekommt weiterhin seine vollen Bezüge und die Leute zollen ihm dafür auch noch Respekt. Was für ein blödes Getue.
AFPDie geschredderten Akten zur "Operation Rennsteig" wurden ihm zum Verhängnis: Mit Verfassungsschutzpräsident Heinz Fromm stürzt der erste Behördenchef über die blamable Suche nach den Neonazi-Terroristen. Was kommt noch heraus?
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...842137,00.html
Wenn Innenminister Friedrich den Fromm entlassen hätte, wäre das bemerkenswert. So kommt das aber von Fromm, der bekommt weiterhin seine vollen Bezüge und die Leute zollen ihm dafür auch noch Respekt. Was für ein blödes Getue.
Nach allem, was bisher an die Öffentlichkeit gelangt ist, drängt sich der Verdacht auf, dass es hier um mehr als nur Pannen oder Nachlässigkeit geht. Mittlerweile muss sich der Verfassungsschutz als Institution der Frage stellen, ob nicht dessen Mitarbeiter selbst - und nicht nur die V-Leute, sondern auch höherrangige Beamte - bewusst oder durch Vorurteile getrieben die Ermittlungen im Fall der NSU-Morde von der rechten Szene weg lenken wollten. Was wir bisher erfahren haben ist sicher nur die Spitze des Eisbergs, aber eines ist sicher: Auch wenn es sich um Pannen oder Fehler handeln sollte, hat der Verfassungsschutz exakt das Gegenteil getan, was sein Auftrag fordert. Anstatt die Verfassung zu schützen wurden deren Grundprinzipien grob verletzt. Dies stellt den Sinn dieser Institution insgesamt in frage. Sollte es sich dann auch noch herausstellen, dass der Arm rechtsextremer Gruppierungen bis solche rechtlich privilegierten Institutionen reicht, wäre das eine Katastrophe für die Bundesrepublik Deutschland als Ganzes.
Eher wohl ein "Bauernopfer". Innenminister Friedrich hat ja alles gewusst. Eigentlich müsste er seinen Hut nehmen.
Aber wenn ich mir so ansehe, wer die Gründer und Väter der Geheimdienste in diesem Land sind, da wundert mich nichts mehr.
Wissen Sie eigentlich, welche Aufgaben ein Mann wie Fromm hat?
Kann er jede Tätigkeit seiner Beamten und Angestellten kontreollieren?
Nein, kann er nicht, sonst benötigt er keine Beamten und Angestellte.
Wer etwas anderes behauptet, lebt auf einem anderen Stern.
Wie soll From einen untergeordneten Referatsleitsleiter kontrollieren.
Wenn dieser nicht will, reisst das Band in dere Beamtenhieracherie. Da kann man sich nur selbst eingestehen, man hat auf den falschen Mann auf die Stelle gesetzt.
Wenn auch ein Referatsleiter nicht direkt Fromm untersteht, sondern seinem Abteilungsleiter so ist der Rücktritt von Fromm folgerichtig und honorig.
Verstehe recht wenig davon: Was sind die formalen Gründe, wegen denen gelöscht wurde?
Was heisst, der Mitarbeiter wurde abgemahnt? Beim Verfassungsschutz sind doch Beamte, da gibt es keine Abmahunung!
Ich frage mich, wieviele "Pannen" es noch geben muss, bevor eine Zeitung (DER SPIEGEL) ? der Frage nachgeht: es waren gar keine Pannen!
Wenn es stimmt, dass die Operation "Rennsteig" ohnehin nur Bagatellen lieferte und vor allem sich der Verfassungsschutz nichts hat zuschulden kommen lassen - warum tritt dann ein Mann wie Fromm offensicht von Panik getrieben zurück?
Sollte aber an der ganzen Geschichte doch mehr dran sein und die Schlapphüte nicht mehr zu unterscheiden sind von den braunen Tätern, so hätte Fromm unbedingt (!) davon wissen müssen! Denn in diesen Größenordnungen kann kein untergeordneter Beamter einfach tun, was er will. Die Gefahr, selbst ins Fadenkreuz zu geraten, wäre viel zu groß.
Also stinkt es schon vom Kopf her. Anders sind die Vorgänge nicht wirklich zu erklären.