Rücktritt von Parteichefin Lötzsch: Bahn frei für Wagenknecht und Bartsch

dapdDer Rücktritt von Linke-Chefin Lötzsch hat selbst Parteifreunde überrascht, dennoch kommt der Schritt manchen Genossen gelegen: Der Streit über die künftige Führung könnte sich so von selbst lösen. Vieles spricht jetzt für das Duo Wagenknecht und Bartsch, mit Oskar Lafontaine als Spitzenkandidat.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...826794,00.html
  1. #90

    und wieder die selbe ewig gleiche leier...

    .... rechte schreien: "mauerfidelsozialismus!!"
    linke schreien: "das war gar kein sozialismus!"

    wieso muss diese grundsätzliche debatte bei jedem artikel auf SPON bzgl. der linkspartei wieder hochgekocht und dann auch noch so dämlich klischeehaft geführt werden??

    diejenigen die ein problem mit der linkspartei haben können doch einfach entweder woanders ihre hohlen sprüche klopfen, oder auch mal versuchen sachlich zu argumentieren. da zweiteres die vom hass auf die bösen "gleichmacher" übermäßig erregten gemüter aber offensichtlich nicht zulassen, wäre ersteres die realitischere alternative.

    und jetzt nochmal zum artikel:
    lötzsch und ernst mit ihrer teilweise dümmlichen möchtegern-arbeitskampf-rhetorik hält kein mensch mehr aus. von daher ist es gut das (hoffentlich) beide bald weg sind.

    sahra wagenknecht ist eine der wenigen jungen hochintelligenten persönlichkeiten in der deutschen politik. (zu vergleichen am ehesten mit christian lindner auf der rechten seite des politischen spektrums.)

    es wird höchste zeit, dass sie verantwortung in der linkspartei übernimmt und die linke weg vom altbackenen ex-sed, west-dkp und frustriertem wasg gedöns hinzu einer avantgardistischen, intellektuell-anspruchsvollen progressiven alternative zum neoliberalten enheitsbrei entwickelt.

    sie und dietmar bartsch an ihrer seite sind dazu in der lage. es darf wieder gehofft werden.
  2. #91

    Du könntest richtig liegen...

    Zitat von masc672 Beitrag anzeigen
    Mal sehen was...Sie und Ihre Freunde sagen würden, wenn:

    - die Linke nichts ändern würde.

    Denn auch die Linke wird:

    - keine Firmen verstaatlichen
    - Lobbyarbeit betreiben
    - Banken nicht an die Kette legen
    - Superreiche nicht mit 90% Steuern belasten
    - dafür sorgen das jeder ein Anrecht auf einen Q7 hat,
    - etc.

    Diese Partei wird nichts großartig anders machen als die anderen auch.
    Allerdings sind entsprechende Änderungen immer nur dann wirklich möglich, wenn die Opposition ganz plötzlich auch dafür ist. Deshalb ist ja auch die CDU die Partei, welche Atomkraftwerke stilllegt. Gefordert haben es immer nur andere. Die Angst vom Hochwasser wieder aus den Sessel gespült zu werden hat die totale Kehrtwende erst ermöglicht. Dem Machterhalt wurden die erklärten Überzeugungen geopfert, so dass wir sehen können, was jenen tatsächlich Politikern wichtiger ist. Wir dürfen uns also fragen wozu dient dann der Machterhalt?
  3. #92

    Im Gegensatz zu unserer Kanzlerin und unserem BuPrä, durfte Sahra Wagenknecht in der DDR NICHT studieren.
  4. #93

    Was sollen die Linken schlechter machen..

    Zitat von masc672 Beitrag anzeigen
    dauern dann ist die Nahrungsmittelindustrie, die Autoindustrie, die Maschinenbauindustrie, etc auch verstaatlicht. Einen Grund findet man immer.
    Einfach mal das Programm der Linken lesen. Da steht eher was von der Verstaatlichung der Großbanken, der Energiewirtschaft usw.

    Die Großbanken werden eh vom Staat subventioniert, die Energiiewirtschaft
    auch warum sollte der Staat als Anteilseigner nicht mitverdienen statt
    nur zu zahlen.

    Die Windräder erzeugen für 5 Milliarden Strom werden aber mit 18 Milliarden subventioniert. Wo bleibt das ganze Geld?
    Die Betreiber der Windräder bekommt es sicher nicht.

    Bei den Atomkraftwerken gab es das gleiche Problem.
    Die ganzen Rücklagen für den Abbau der Atomkraftwerke verschwunden.

    Es wird natürlich wieder der Staat bzw. wir alle zahlen.

    An den Erträgen der Atomkraftwerke war ich leider nicht beteiligt.

    Was soll denn noch schlimmer werden mit den Linken oder sogar mit den Piraten.

    Warum die CDU weniger bestraft wird als der Rest der bürgerlichen Parteien ist mir als ehemaliger CDU Wähler ein Rätsel.

    Bitte nicht wieder mit dem alten Käse aus Berlin kommen wo SPD und Linke
    die Schulden der CDU abarbeiten dürfen.
  5. #94

    Zitat von kushmir Beitrag anzeigen
    Diese Frau hat keine politische Entscheidung getroffen, sondern eine menschliche. Bei Franz Müntefering gibt es von allen Seiten Beifall. Wie siehts aus? Bei einer Frau wird einfach erwartet, dass sie sich um ihren kranken Ehemann kümmert?

    Nichtmal der Deutschlandfunk schafft eine würdevolle Berichterstattung. Vom Spiegel erwartet man das ja gar nicht mehr, vor allem nicht von dieser Internetvariante.

    Diese Nachricht ist nur einen Tag alt. Es wird mehr als genug Raum für politische Diskussionen geben. Unglücklicherweise kann es sich kein Politiker in Mikrofonnähe, nichtmal für einen Tag, verkneifen den Rücktritt als ein Beweis der Schwäche der Linken.

    Kein Wunder, dass so viele BürgerInnen keine Lust mehr auf diese hässliche Version des Pluralismus haben.
    Mit dem kleinen Unterschied dass jeder darauf gewartet hat mit welcher Begründung Lötzsch zugunsten von Wagenknecht zurücktreten wird und nur noch erstaunt dass sie es nicht schon früher tat.
  6. #95

    Zitat von feverpitch Beitrag anzeigen
    Dann sind CDU/SPD/FDP/GRÜNE mit dem über 70-Jährigen Bundespräsidenten also was? Na, ich habe Sie ja zitiert...
    Bundespräsident =/= Spitzenkandidat Kapiert?

    Bundespräsident =/= Parteipolitik Kapiert?

    Früher gabs mal linke Intelektuelle...wo sind sie nur alle hin...
  7. #96

    Zitat von klowasser Beitrag anzeigen
    Die Verstaatlichung von Schlüsselindustrien bedeutet Planwirtschaft, weil Deutschland nur aus Schlüsselindustrien besteht? Soso...
    ...weil sie den Schlüssel darstellen, und deren Kontrolle auch den Rest der Wirtschaft kontrolliert.
    Das ist dann Planwirtschaft, einfach was?

    (Planwirtschaft muss nicht jeden Tante Emmaladen kontrollieren um eine Planwirtschaft zu sein)
  8. #97

    Ich versteh die Diskussion um die Linke

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Rücktritt von Linke-Chefin Lötzsch hat selbst Parteifreunde überrascht, dennoch kommt der Schritt manchen Genossen gelegen: Der Streit über die künftige Führung könnte sich so von selbst lösen. Vieles spricht jetzt für das Duo Wagenknecht und Bartsch, mit Oskar Lafontaine als Spitzenkandidat.

    Rücktritt von Linke-Chefin Lötzsch: Bahn frei für Wagenknecht und Bartsch - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    überhaupt nicht mehr, weil die Linke wird eh verschwinden und die Medien brauchten dafür definitiv länger als bei Wulff.

    Nur dafür gibt es nun die Piratenpartei, weil anscheinend die Medien nicht merken können, dass der Mensch eine WAHLFREIHEIT nur dann fühlt, wenn er auch eine OPPOSITION hat.

    Das ist doch ganz logisch. Solange also die Menschen die da eigentlich noch was anderes wollten als einen alternativlosen Neoliberalismus in Parteien sich in linken Parteien (dazu zählt ja die Piratenpartei auch (weil es ja links ist wenn Bürger sich nicht als ne Ameise im System nur sehen, sondern auch als Individuum, also kein homo oekonomicus) als in rechten Parteien, wie das ja schlimmerweise vor 80 Jahren passierte.

    MFG
  9. #98

    Zitat von feverpitch Beitrag anzeigen
    Und ausgerechnet Ihnen, der die Forderungen der Linkspartei total falsch wiedergibt (übrigens unter der Regierung Adenauers wurde gleich 1949 ein Spitzensteuersatz von 95% eingeführt, bei Kohl lag er bei 53% - die Linken fordern den von 50% selbstverständlich NUR für Spitzenverdiener.

    Aber Sie unterstellen den Linken ja auch Inhalte, die sie gar nicht haben, das ist wohl ein System der Diskreditierung.
    Sie selbst verzerren Sachverhalte auch nicht gerade unerheblich.

    In den ersten Nachkriegsjahren der jungen Bundesrepublik galten die extrem hohen Steuersätze der Siegermächte.

    Da auch die erste Bundesregierung nicht gegen den Willen der Siegermächte Steuern senken konnte blieb nur die Bemessungsgrundlage als Änderungsgröße. Allerdings arbeitete Adenauer seit 1949 an einer großen Steuerreform die dann 1955 in Kraft trat. Danach zahlte man für 100.000 DM was einem vielfachen Durchschnittsjahreslohn entsprach noch 52% Einkommenssteuer.

    Heute will rot-grün einen Einkommensteuersatz von 52% ab einem Einkommen von 60.000-100.000 €. Also durchaus schon für normale Akademikergehälter bzw. die Einkünfte die diese Gehaltsgruppe zusätzlich zum Arbeitseinkommen bezieht.

    Die Linken phantasieren dagegen von 75% für Millionäre.
  10. #99

    Zitat von feverpitch Beitrag anzeigen
    Dann sind CDU/SPD/FDP/GRÜNE mit dem über 70-Jährigen Bundespräsidenten also was? Na, ich habe Sie ja zitiert...
    Man zieht erstens nicht mit einem Präsidenten in den Wahlkampf und hat zweitens mit einem 70-Jährigen den normalen Alterdurchschnitt für Repräsentanten.