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Rücktritt von Benedikt XVI.: Alles ist relativ

DPABenedikt XVI. bedankte sich bei seinem letzten öffentlichen Auftritt für den Respekt, der ihm nach seinem Rücktritt entgegengebracht wurde - doch tatsächlich handelt es sich um eine Rebellion gegen Gott. Und die wird Folgen haben.

http://www.spiegel.de/panorama/komme...-a-885876.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Benedikt XVI. ... - doch tatsächlich handelt es sich um eine Rebellion gegen Gott.
    ein interessanter Kommentar, den Frank Hornig da geschrieben hat. Aber er beruht auf falschen Prämissen: dass es einen "Gott" gibt und dass dieser Gott wollte, dass es einen Papst und eine Kurie gibt. Dass dieser "Gott", und nicht etwa Männer, wollten, dass die katholische Kirche so ist, wie sie heute ist. Und dass diese Kirche und das Amt des Papstes unveränderbar sein sollten.
  2. #2

    Zitat von atech Beitrag anzeigen
    Aber er beruht auf falschen Prämissen
    Der Artikel beleuchtet nur die Schlüssigkeit in sich unter Annahme der katholischen "Axiome". Wenn dabei schon ein Widerspruch aufgezeigt werden kann, ist das um so schlimmer. Für mich, der eher Agnostiker denn Atheist oder antiklerikal ist, jedenfalls....
  3. #3

    Es gibt keinen Gott

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Benedikt XVI. bedankte sich bei seinem letzten öffentlichen Auftritt für den Respekt, der ihm nach seinem Rücktritt entgegengebracht wurde - doch tatsächlich handelt es sich um eine Rebellion gegen Gott. Und die wird Folgen haben.

    Kommentar zum Rücktritt von Benedikt XVI.: Göttliche Rebellion - SPIEGEL ONLINE
    Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit gibt es keinen Gott.

    Der Gott der Lücken (1. Der Gott der Lücken | UnfassbarLangweilig) weicht bei jeder neuen Erkenntnis zurück, bis er letzten Endes vollständig verschwinden wird.

    Dann gibt es endlich keinen religiösen Hass mehr auf der Welt und alle können in Frieden leben.
  4. #4

    Der Spiegel hat's auch schon gemerkt, dass logisch

    bei der christlichen Religion nix zusammenpasst. Vielleicht merkt er irgendwann, dass das für jede (einschließlich dieser speziellen, so tief spirituellen) Religion gilt. Und dass wahrhaftige Atheisten keine Faschisten sind, nur weil sie JEDE Religion kritisieren.
  5. #5

    Keine Rebellion gegen Gott

    Der Hinweis auf den "künftigen Alterssitz mit angeschlossenem Park" hat ein Gschmäckle, das nicht zu der fundamentalistischen Perspektive des Autors passt. Aus "systemimmanenter Sicht" müsste er vielmehr davon ausgehen, dass Benedikts Entscheidung i genauso vom Heiligen Geist eingegeben wurde, wie seine Wahl durch die Kardinäle. Ergo: Keine Rebellion, sondern Gehorsam.
  6. #6

    Da nimmt die Queen ihren Auftrag ja ernster. Die geht erst, wenn sie tot umfällt. Aber vielleicht sieht sie die Sache ja anders, nachdem sogar der Papst das Handtuch wiirft?
    Und genau das sagt dieser kluge Artikel aus. Plötzlich muss man wohl alles nicht mehr so verbissen sehen...
  7. #7

    Extrem weit herbeiargumentiert...

    ...also ich sehe so Manches in der kath. Kirche auch kritisch, aber dass der Rücktritt so weitreichende (bibel-relativierende) Konsequenzen haben soll, halte ich für extrem weit herbeiargumentiert. Wie Hornig selbst bemerkt, ist Ratzinger NICHT der erste Papst, der zurücktritt. Und 700 Jahre nach dem letzten Rücktritt hätten die prognostizierten Relativierungen längst eintreten müssen. Die Argumentation ist aber sowieso nicht schlüssig, denn dass ein "Vertreter Christi" nicht zurücktreten darf, ist biblisch ja gar nicht zu begründen. Da gibt es zu anderen Themen wesentlich klarere Aussagen...
  8. #8

    In der Tat, eine gute Frage, die der Autor stellt:

    Wieso müssen Ehepartner bis zum Tod aneinander festhalten, wenn der Papst seine besondere Beziehung zu Gott einfach aufgeben darf?
    Eine weitere, ebenfalls berechtigte Frage wäre: Wieso verweigert die katholische Kirche schwangeren Frauen auch dann eine Abtreibung, wenn deren Leben bedroht ist, wenn auf der anderen Seite der Papst sein Amt aus gesundheitlichen Gründen einfach so niederlegen darf?

    Aber wen wundert es letztlich - "Wasser predigen und Wein trinken" war stets das oberste Prinzip der Priesterschaft. Ein verbohrter alter Mann tritt ab, ein anderer verbohrter alter Mann übernimmt seine Position, das ist eigentlich keine Nachricht wert.
  9. #9

    d'accord!

    Wunderbar auf den Punkt gebracht! Genau diese Ueberlegungen hatte ich auch angestellt, als ich von dem Ruecktritt hoerte!


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